Tagesarchiv für 30. August 2006

RTelenovela

Marcel, bitte ruf mich an! (4)

Mittwoch, den 30. August 2006
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(-> 28.8.2006)

Als ich heute Abend nach Hause kam blinkte mein AB. Und ehrlich gesagt, hatte ich dieses Mal gar nichts anderes erwartet.
“Marcel, melde dich doch mal bei mir, ab 7 Uhr! Oma!”
Ob Omi damit den Abend (19 Uhr) meinte oder lieber morgen früh angerufen werden möchte, bleibt unklar.
Ich mein, ich würde sie ja anrufen – hätte ich doch nur ihre Nummer!

RTelenovela

90

Mittwoch, den 30. August 2006
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Das ist doch mal ein Lebensziel: 90 Jahre alt zu werden und das bei einigermaßen guter Gesundheit. Und bei der Party die ganze Familie um sich zu haben – und nicht wie Miss Sophie im “Dinner For One” nur noch den Butler.
Heute haben wir im Oranienburger “Weidengarten” den 90. Geburtstag meiner Großtante gefeiert. Und sie war sehr gut drauf. Es gab leckeres Essen, viel zu trinken und noch viel mehr zu erzählen.
Und, na ja, vielleicht läuft es auch weiterhin so gut. Dann feiern wir am 30. August 2016 den 100.! Was Johannes Heesters kann…

aRTikel

18 Monate bei der NVA

Mittwoch, den 30. August 2006
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Tagebuch eines jungen DDR-Soldaten


 

MAZ Oranienburg, 30.8.2006

Heute zum Grundwehrdienst bei der Bundeswehr eingezogen und nach drei Tagen über das Wochenende wieder nach Hause. Bei der Nationalen Volksarmee der DDR war das Leben nicht so leicht. Da gab es in 18 Monaten gerade mal ein paar Tage Urlaub. Ein Wochenende gab es dort nicht.
Joerg Waehner wird am 7.April 1982 auf offener Straße in Karl-Marx-Stadt verhaftet. Er hatte sich negativ über die DDR geäußert. Zwar kommt er nicht in den Knast, dafür wird er im Mai 1982 zur NVA eingezogen: 18 Monate dient er im Pionierbataillon 7, in der Arthur-Thiermann-Kaserne in Pirna.
In „Einstrich – Keinstrich: Ein NVA-Tagebuch“ (KiWi) beschreibt Joerg Waehner die lange, nicht enden wollende Zeit bei der Armee in Tagebuchform.
Kaum in der Kaserne: erst mal Haare schneiden, Fassonschnitt für alle. Papiere abgeben. Zivilklamotten im Paket nach Hause schicken. Stattdessen: Uniform. Und in der Stube mit 14 Leuten.
Auch wenn das Leben draußen weitergeht,
Joerg bekommt wenig mit. Nur die Briefe, die ihn erreichen, die seine Familie und Freunde schreiben, machen ihm Mut. Und dass die Stasi jeden seiner Schritte beobachtet, bekommt er zunächst nicht mit.
Für den Leser eine hochspannende Sache. Hautnah bekommt er das triste Leben in der Kaserne mit.

aRTikel

Wieder eine Seifenoper

Mittwoch, den 30. August 2006
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Im Gespräch: Tanja Szewczenko und Stephen Dürr von „Alles was zählt“

MAZ Oranienburg, 30.8.2006

RTL startet am Montag eine weitere tägliche Serie. „Alles was zählt“ wird montags bis freitags direkt vor „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ um 19.05Uhr laufen. Die Serie spielt im Eislaufmilieu. Genau das Richtige für den Ex-Eislaufstar Tanja Szewczenko. Sie spielt in „Alles was zählt“ eine der Hauptrollen. Auch mit dabei: Stephen Dürr, bekannt aus diversen Soaps. Mit den beiden unterhielten sich Robert Tiesler und Sebastian Jannasch.

Warum spielst du wieder in einer Soap mit?

Stephen: Nach „Unter uns“ wollte ich nie wieder Soaps machen. Aber dann stellte mir RTL sein Projekt „Alles was zählt“ vor. Bei einer Führung durchs Studio sah ich, wie alles umgesetzt werden soll. Auch das Thema Eislaufsport finde ich interessant.

Was interessiert dich daran?

Dürr: Ich sehe sehr gerne Eislaufgalas. Das ist so richtig emotional. Genau so sieht es bei uns auch aus. Ich spiele einen Eislauftrainer. Ich selbst hatte nie eine Eislaufkarriere, aber seit Monaten übe ich intensiv. Auf dem Eis bin ich jetzt sicher.

Warum bist du bei „Aus aller Freundschaft“ ausgestiegen?

Dürr: Auf die Dauer war es immer das gleiche. In der Serie bin ich ja ums Leben gekommen.

Gibt es Parallelen zwischen dir und Mike, den du spielst?

Dürr: Na ja, in der Serie spiele ich den Womanizer. Der bin ich natürlich auch.

Du hast auch ein Buch geschrieben?

Dürr: Ja, es heißt „Zurück im Leben“, ein autobiografisches Buch. Es geht um die Lebenskrise in jungen Jahren. Da gibt es auch ein Kapitel über die Zeit bei „Unter uns“. Prominenz ist ja etwas Positives, aber je höher du kommst, umso kälter wird es auch. Ich habe die Schattenseiten kennen gelernt.

Gibt es eigentlich schon einen Spitznamen für „Alles was zählt“?

Dürr: „AWZ“ vielleicht. Arbeiterwohlfahrtszentrale. Wir sind sehr sicher, dass die Serie ein Erfolg wird. Wir haben schon sehr viele schöne Szenen sehen können.

Diana Sommer ist eine Eiskunstläuferin. Das muss ja die perfekte Rolle für dich sein.

Tanja Szewczenko: Ja, es ist eine schöne, passende Rolle für mich.

Vorher warst du im Team von „Unter uns“.

Szewczenko: Richtig. Aber ich wollte neue Dinge finden, dem Zuschauer mal etwas anderes bieten. Ich wollte aus „Unter uns“ raus, um neue Schritte einzuleiten. Allerdings wollte ich in der Serie nicht sterben, nicht die Tür für immer zuschlagen.

Was fandest du nach deiner Eislaufkarriere an der Schauspielerei so interessant?

Szewczenko: In den Wettkampfprogrammen wurden ja schon immer Geschichten erzählt mit sehr viel Emotionen. Schon als Kind habe ich immer gern Tanzfilme gesehen und gesagt: „Wenn ich groß bin, will ich das auch machen.“

Hast du einen Lieblingstanzfilm?

Szewczenko: „Du sollst mein Glücksstern sein“. Der Film, in dem Gene Kelly „Singing In The Rain“ singt.

Diana ist sehr ehrgeizig in der Serie. Du auch?

Szewczenko: Ich war immer sehr ehrgeizig und habe versucht, zu kämpfen. Ansonsten gibt es nicht so viele Parallelen, gerade am Anfang ist Diana noch sehr unsicher.

Kannst du bei „Alles was zählt“ eigene Erfahrungen einbringen?

Szewczenko: Im Vorfeld habe ich mit den Autoren zusammengesessen. Die haben große Augen gemacht und mitgeschrieben, mussten den Eislaufsport erst mal richtig kennen lernen.