Tagesarchiv für 9. August 2006

RTelenovela

Schuhe kaufen

Mittwoch, den 9. August 2006
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Ein Überbleibsel von Wien sind kaputte Schuhe. Das heißt: ganz kaputt ist der linke Schuh noch nicht, aber das Loch wird sehr schnell sehr viel größer. Und da mein zweites Paar Schuhe beim Unwetter (-> 8.7.2006) extrem litt und jetzt raußen ziemlich hart und rau ist, muss ich mir ein bis zwei Paar neue Schuhe gönnen.
Dabei fällt mir ein: Als es in den späten 80ern immer hieß: Morgen ist Pioniernachmittag, war eine beliebte Ausrede, nicht daran teilnehmen zu müssen: Ich muss mit meiner Mama Schuhe kaufen gehen.
Im Gesundbrunnencenter gibt es immerhin dreieinhalb Schuhläden (einer ist eher ein Sportladen). Beim Schuhhof wurde ich eigentlich auch sofort fündig. Eigentlich. Denn beim Anprobieren scheiterte ich bereits an den Schnürsenken, die ich selbst reinpfriemeln musste. Irgendwie wurde der Anfang so seltsam geschnürt, dass ich nicht in der Lage war, die Schnürsenkel zu Ende zu schnüren. Und keine Verkäuferin weit und breit. Tja, ich habe die Schuhe wieder zurückgestellt. Und dabei waren die gut!
Zweite Station: Leiser. Da war die Auswahl aber extrem mager. Und nichts wirklich Schönes dabei.
Dritte Station: Goertz. Die Schuhe, die mir gefielen, gabs leider nicht in meiner Größe. Und Lust, in deshalb noch in eine andere Filiale zu latschen, hatte ich auch keine.
So ist das immer: Nimmst du dir vor, was bestimmtes zu kaufen, wird nichts draus.
Morgen gibt es einen neuen Versuch.

aRTikel

Angeeckt: Tarifpoker

Mittwoch, den 9. August 2006
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Von harten Vertragsverhandlungen mit einer Mobilfunkfirma


MAZ Oranienburg, 9.8.2006

Das Handy klingelt: unbekannter Anrufer. Dran ist ein junger Mann vom Mobilfunkbetreiber. Ja, tut mir ja auch Leid, dass ich meinen Prepaidtafif schon mehr als drei Jahre nutze und bisher noch nicht umgestiegen bin. Aber im Gegensatz zu den Leuten von der betreffenden Mobilfunkfirma macht mich das überhaupt nicht nervös. Aber wahrscheinlich denken die sich: „Versuchen kann man es ja ab und zu mal.“
Bisher vertelefoniere ich etwa 15 Euro im Monat. Das meiste geht allerdings für SMSen drauf. In knapp einem Jahr gingen gerade mal 70 Anrufminuten raus. Fand der Mobilfunkmann schon mal beeindruckend.
Aber die Firma habe jetzt was ganz Neues für mich. Ich kann auch weiterhin 15 Euro abbuchen lassen. Dafür bekomme ich aber Rabatte fürs Telefonieren und zahle auch viel weniger für die SMSen.
Ich: Und der Haken?
Na ja, es gäbe keinen. Außer vielleicht, dass die Firma mir dann auf jeden Fall monatlich 15 Euro abbuchen würde.
Einwurf meinerseits: Wo liegt denn mein Vorteil? Ich bezahle jetzt schon rund 15 Euro pro Monat. Oft aber auch weniger, manchmal lasse ich auch nur alle sechs Wochen diesen Betrag abbuchen.
Er: Aber Sie bekommen doch Rabatte! Ich: Was nützen mir die, wenn ich dann definitiv 15 Euro pro Monat zahle?
Er: Verstehen Sie nicht? Sie bekommen doch Rabatte!! Ich: Aber ich zahle jetzt höchstens 15 Euro, und mit dem neuen Tarif auf jeden Fall 15 Euro im Monat.
Er: Aber die RABATTE!! Warum verstehen Sie das nicht? Ich: Aber ich telefoniere doch nicht mehr oder länger wegen der Rabatte.
Er verstand mich nicht – und ich ihn schon gar nicht. Ich bleibe weiterhin bei meinem aktuellen Tarif. Bis zum nächsten Telefonat.

RTZapper

37°: Die ticken doch nicht richtig!

Mittwoch, den 9. August 2006
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DI 08.08.2006, 22.15 Uhr, ZDF

Ach ja, wenn die lieben Kleinen in die Pubertät kommen,wirds kompiliziert. Denn dann haben die Eltern nicht mehr alles unter Kontrolle, dann gibt der Nachwuchs plötzlich Widerworte.
Eine ZDF-Reportage in der Reihe “37°” ging dem “Problem” am Dienstagabend nach: “Die ticken doch nicht richtig”. Inwiefern allerdings realistische Szenen entstehen, wenn ständig ein Kamerateam in der Wohnung rumsteht, sei dahingestellt.
Und seien wir doch mal ehrlich: Auch Eltern können unfassbar nerven. Eigentlich schien es in dieser Doku darum nicht zu gehen, machte es aber trotzdem sehr deutlich. Wenn Sohnemann Besuch hat, muss doch die Mama nicht ständig rumnerven, nur weil der Kleine in seinem Zimmer nicht aufgeräumkt hat. Warum muss Mama überhaupt ins Zimmer kommen, wenn Besuch da ist? Auch Eltern werden während der Pubertät ihres Nachwuchses mitunter sehr seltsam. Auch die ticken da mal nicht richtig.
Aber das wissen wir ja sicherlich alle.