Monatsarchiv für August 2006

RTZapper

Tagesthemen: Wickerts Abschied

Donnerstag, den 31. August 2006
Tags:

DO 31.08.2006, 22.20 Uhr, Das Erste

Der letzte Beitrag, den Ulrich Wickert während seiner “Tagesthemen”-Karriere ansagte, kündigte gleichzeitig seinen Nachfolger an: Tom Buhrow berichtete von seiner Deutschlandreise. Inclusive Abschiedsständchen für Uli Wickert: “The Way To Know Where”.
Nach 15 Jahren liefen heute in der ARD die letzten “Tagesthemen” mit Ulrich Wickert. Schon vorher wurde ein riesiger Wirbel gemacht: “Deutschlands wichtigste Nachrichtensendung”, hieß es da. Aber sind dafür nicht die Quoten zu niedrig? Ohne Wickerts Spruch, dass er “eine geruhsame Nacht” wünsche, könne Reinhold Beckmann nicht mehr einschlafen. So was Albernes. Immer diese Rumschleimerei!
Ich weiß nicht, was die Leute an Wickert so toll fanden. Oft nuschelte er, hatte eine schlechte Aussprache. Der beste Nachrichtenmoderator ist (war) er keineswegs.
Trotzdem ein emotionaler Augenblick, als er sehr gerührt seine letzten Worte sprach und Applaus von der Redaktion bekam.
Ab morgen übernimmt Tom Buhrow. Ich bin gespannt!
Ein letztes Mal wünschte Wickert dann noch “eine geruhsame Nacht”.

aRTikel

Übrigens…

Donnerstag, den 31. August 2006
Tags:

MAZ Oranienburg, 31.8.2006

 

Übrigens… macht das Rechtschreibprogramm des PC hin und wieder seltsame Angebote. Beetz kennt es nicht und bietet „Beate“ an. Das geht ja noch. Aber der Vorschlag, der für „Hohenbruch“ gemacht wird, ist echt skurril: Als Rechtschreibalternative für Hohenbruch wird das romantische Wort „Hodenbruch“ genannt. Aua!

aRTikel

Von Sommerfeld nach Cambridge

Donnerstag, den 31. August 2006
Tags: , ,

Gen England: Friedericke Fischer

MAZ Oranienburg, 31.8.2006

SOMMERFELD
„So langsam steigt die Spannung“, meint Friedericke Fischer aus Sommerfeld. Die 16-Jährige wird am Sonnabend von Berlin-Schönefeld aus nach England fliegen – und für ein Jahr dort leben.
Bis Juli 2007 wird sie das Impington Village College in Cambridge besuchen. Organisiert hat sie ihr Unternehmen selbst, ganz ohne Austauschorganisation. „Ich hatte mich vorher schon mal um ein Stipendium beworben“, erzählt Friedericke, „aber dafür war es schon zu spät.“ Über verschiedene Kontakte bekam sie die Telefonnummer des Colleges in Cambridge. „Ich musste mich erst überwinden“, aber dann rief sie im April im dortigen Sekretariat an. Daraufhin bekam die junge Sommerfelderin die Bewerbungsunterlagen zugeschickt. Die musste sie auf Englisch ausfüllen.
Es hat funktioniert, sie wurde angenommen. Am Montag beginnt also in Cambridge ihr Schuljahr in England. Zu ihrer Gastfamilie hat sie auch bereits Kontakt aufgenommen. Sie wird drei „Geschwister“ haben: ein achtjähriges Mädchen und zwei Jungs im Alter von 13 und 17 Jahren. „Was die Eltern machen, weiß ich noch nicht“, sagt Friedericke. „Wir haben aber schon miteinander telefoniert. Sie waren sehr nett. Mit dem Vater habe ich mich super verstanden. Die Mutter hatte dann mal bei uns angerufen, da war ich schon ein wenig geschockt. Ich hatte ein paar Probleme, sie zu verstehen.“
Dass sie ein Jahr in England verbringen wird, war „erst mal nicht so geplant. Aber dass ich ins Ausland gehen würde, war schon immer ein Traum.“ Weihnachten wird sie trotzdem in Sommerfeld verbringen. „Und mein Bruder kommt mich besuchen“, freut sie sich schon jetzt. „Die Entfernung ist ja nicht so weit.“
In England will Friedericke Fischer sehr viele Erfahrungen sammeln: „Ich möchte mein Englisch verbessern und etwas von der Lebenskultur der Engländer mitbekommen.“ Rausfinden will sie aber auch das: „Sind alle Engländer so fußballverrückt?“ Ein Foto ihres Gastbruders zeigt ihn in einem Fußballtrikot. „Wir haben beschlossen, dass wir ihm lieber kein Trikot der deutschen Nationalmannschaft schenken.“
Vermissen wird sie auf jeden Fall ihre Familie, ihre Freunde. Auch ihre Schule, das Oranienburger Runge-Gymnasium. Zu einem Großteil ihrer Leute wird sie per E-Mail Kontakt halten. „Außerdem habe ich mir eine Webcam angeschafft“, erzählt sie.
Morgen wird Friedericke Fischer erst mal ihren 17.Geburtstag feiern. Das neue Lebensjahr wird sicher sehr viele Erlebnisse für sie parat haben.

RTelenovela

Marcel, bitte ruf mich an! (4)

Mittwoch, den 30. August 2006
Tags: ,

(-> 28.8.2006)

Als ich heute Abend nach Hause kam blinkte mein AB. Und ehrlich gesagt, hatte ich dieses Mal gar nichts anderes erwartet.
“Marcel, melde dich doch mal bei mir, ab 7 Uhr! Oma!”
Ob Omi damit den Abend (19 Uhr) meinte oder lieber morgen früh angerufen werden möchte, bleibt unklar.
Ich mein, ich würde sie ja anrufen – hätte ich doch nur ihre Nummer!

RTelenovela

90

Mittwoch, den 30. August 2006
Tags: ,

Das ist doch mal ein Lebensziel: 90 Jahre alt zu werden und das bei einigermaßen guter Gesundheit. Und bei der Party die ganze Familie um sich zu haben – und nicht wie Miss Sophie im “Dinner For One” nur noch den Butler.
Heute haben wir im Oranienburger “Weidengarten” den 90. Geburtstag meiner Großtante gefeiert. Und sie war sehr gut drauf. Es gab leckeres Essen, viel zu trinken und noch viel mehr zu erzählen.
Und, na ja, vielleicht läuft es auch weiterhin so gut. Dann feiern wir am 30. August 2016 den 100.! Was Johannes Heesters kann…

RT liest

Jörg Waehner: Einstrich- Keinstrich: Ein NVA-Tagebuch

Mittwoch, den 30. August 2006
Tags: , , ,

Heute zum Grundwehrdienst bei der Bundeswehr eingezogen und nach drei Tagen über das Wochenende wieder nach Hause. Bei der Nationalen Volksarmee der DDR war das Leben nicht so leicht. Da gab es in 18 Monaten gerade mal ein paar Tage Urlaub. Ein Wochenende gab es dort nicht.
Joerg Waehner wird am 7.April 1982 auf offener Straße in Karl-Marx-Stadt verhaftet. Er hatte sich negativ über die DDR geäußert. Zwar kommt er nicht in den Knast, dafür wird er im Mai 1982 zur NVA eingezogen: 18 Monate dient er im Pionierbataillon 7, in der Arthur-Thiermann-Kaserne in Pirna.

In „Einstrich – Keinstrich: Ein NVA-Tagebuch“ beschreibt Joerg Waehner die lange, nicht enden wollende Zeit bei der Armee in Tagebuchform.
Kaum in der Kaserne: erst mal Haare schneiden, Fassonschnitt für alle. Papiere abgeben. Zivilklamotten im Paket nach Hause schicken. Stattdessen: Uniform. Und in der Stube mit 14 Leuten.
Auch wenn das Leben draußen weitergeht,
Joerg bekommt wenig mit. Nur die Briefe, die ihn erreichen, die seine Familie und Freunde schreiben, machen ihm Mut. Und dass die Stasi jeden seiner Schritte beobachtet, bekommt er zunächst nicht mit.
Für den Leser eine hochspannende Sache. Hautnah bekommt er das triste Leben in der Kaserne mit.

Jörg Waehner: Einstrich- Keinstrich: Ein NVA-Tagebuch
KiWi

aRTikel

Wieder eine Seifenoper

Mittwoch, den 30. August 2006
Tags: , , , , ,

Im Gespräch: Tanja Szewczenko und Stephen Dürr von „Alles was zählt“

MAZ Oranienburg, 30.8.2006

RTL startet am Montag eine weitere tägliche Serie. „Alles was zählt“ wird montags bis freitags direkt vor „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ um 19.05Uhr laufen. Die Serie spielt im Eislaufmilieu. Genau das Richtige für den Ex-Eislaufstar Tanja Szewczenko. Sie spielt in „Alles was zählt“ eine der Hauptrollen. Auch mit dabei: Stephen Dürr, bekannt aus diversen Soaps. Mit den beiden unterhielten sich Robert Tiesler und Sebastian Jannasch.

Warum spielst du wieder in einer Soap mit?

Stephen: Nach „Unter uns“ wollte ich nie wieder Soaps machen. Aber dann stellte mir RTL sein Projekt „Alles was zählt“ vor. Bei einer Führung durchs Studio sah ich, wie alles umgesetzt werden soll. Auch das Thema Eislaufsport finde ich interessant.

Was interessiert dich daran?

Dürr: Ich sehe sehr gerne Eislaufgalas. Das ist so richtig emotional. Genau so sieht es bei uns auch aus. Ich spiele einen Eislauftrainer. Ich selbst hatte nie eine Eislaufkarriere, aber seit Monaten übe ich intensiv. Auf dem Eis bin ich jetzt sicher.

Warum bist du bei „Aus aller Freundschaft“ ausgestiegen?

Dürr: Auf die Dauer war es immer das gleiche. In der Serie bin ich ja ums Leben gekommen.

Gibt es Parallelen zwischen dir und Mike, den du spielst?

Dürr: Na ja, in der Serie spiele ich den Womanizer. Der bin ich natürlich auch.

Du hast auch ein Buch geschrieben?

Dürr: Ja, es heißt „Zurück im Leben“, ein autobiografisches Buch. Es geht um die Lebenskrise in jungen Jahren. Da gibt es auch ein Kapitel über die Zeit bei „Unter uns“. Prominenz ist ja etwas Positives, aber je höher du kommst, umso kälter wird es auch. Ich habe die Schattenseiten kennen gelernt.

Gibt es eigentlich schon einen Spitznamen für „Alles was zählt“?

Dürr: „AWZ“ vielleicht. Arbeiterwohlfahrtszentrale. Wir sind sehr sicher, dass die Serie ein Erfolg wird. Wir haben schon sehr viele schöne Szenen sehen können.

Diana Sommer ist eine Eiskunstläuferin. Das muss ja die perfekte Rolle für dich sein.

Tanja Szewczenko: Ja, es ist eine schöne, passende Rolle für mich.

Vorher warst du im Team von „Unter uns“.

Szewczenko: Richtig. Aber ich wollte neue Dinge finden, dem Zuschauer mal etwas anderes bieten. Ich wollte aus „Unter uns“ raus, um neue Schritte einzuleiten. Allerdings wollte ich in der Serie nicht sterben, nicht die Tür für immer zuschlagen.

Was fandest du nach deiner Eislaufkarriere an der Schauspielerei so interessant?

Szewczenko: In den Wettkampfprogrammen wurden ja schon immer Geschichten erzählt mit sehr viel Emotionen. Schon als Kind habe ich immer gern Tanzfilme gesehen und gesagt: „Wenn ich groß bin, will ich das auch machen.“

Hast du einen Lieblingstanzfilm?

Szewczenko: „Du sollst mein Glücksstern sein“. Der Film, in dem Gene Kelly „Singing In The Rain“ singt.

Diana ist sehr ehrgeizig in der Serie. Du auch?

Szewczenko: Ich war immer sehr ehrgeizig und habe versucht, zu kämpfen. Ansonsten gibt es nicht so viele Parallelen, gerade am Anfang ist Diana noch sehr unsicher.

Kannst du bei „Alles was zählt“ eigene Erfahrungen einbringen?

Szewczenko: Im Vorfeld habe ich mit den Autoren zusammengesessen. Die haben große Augen gemacht und mitgeschrieben, mussten den Eislaufsport erst mal richtig kennen lernen.