Monatsarchiv für Juli 2006

RTZapper

Mega\Vision

Montag, den 31. Juli 2006
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“Wir sind gleich wieder für Sie da” heißt es auf einer Hinweistafel, die auf Mega\Vision zu sehen ist. Dabei sollte allerdings die Frage gestattet sein: Was bedeutet “gleich”? In wenigen Minuten? In ein paar Stunden? Tagen? Wochen? Monate? Diese Tafel ist nämlich bereits seit dem 1. Mai dort zu sehen.
Mega\Vision hieß bis 31. März noch Arena. Den neuen Namen legten sich die Macher zu, weil es ja bald diesen Fußballsender gibt. Am 1. April hieß es Projekt also Mega\Vision, was zuerst für einen Mega\Aprilscherz gehalten wurde.
Mega\Vision klingt nach Hollywood. Blockbuster, Topserien. Aber nein, Mega\Vision war ein billiger Versteigerungssender. Nix mit Mega. Am Ende litt der sender unter Mega\Geldschwund, so dass schon 9live-mäßige Telefongewinnspiele auf Sendung gingen. Hat aber alles mega\wenig gebracht. Nach nur einem Monat war Mega\Vision mega\insolvent.
Bleibt nur zu hoffen, dass nicht der eine oder andere Mega\Fan des Senders mega\verhungert ist, nur weil er denkt, “gleich” bedeutet – ja, “gleich” eben. Und nicht nie wieder.

RTelenovela

Verneri

Montag, den 31. Juli 2006
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Verneri ist heute gestorben.
Sein letztes Stündlein schlug, als er mit Nancy und Vessa spazieren ging.
Der Hund tollte herum, sühlte sich im Dreck. Und stand nicht mehr auf. Ein schöner Tod, ganz ohne Qualen. Krank war das ja Tier schon länger.
Traurige Grüße nach Vantaa/Finnland.

RTelenovela

Pfui Spinne!

Sonntag, den 30. Juli 2006
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Ein Alptraum: Ich laufe durch den Garten und verirre mich direkt in einer Spinnenwebe. Ich hasse Spinnenweben. Es gehört zu den widerlichsten Erfindungen der Natur.
Bevor ich heute anfing, im Garten den Rasen zu mähen, bahnte ich mir erst mal den Weg zum Komposthaufen. Ein paar gigantische Weben mussten leider weichen. Mit einem großen Stock ging ich auf Zerstörungstour. Aber es musste sein.
Und ich kann mich eigentlich nicht erinnern, dass es im Juli schon mal so schlimm war…

RTZapper

Alfredissimo!: Rosel Zech

Samstag, den 29. Juli 2006
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SA 29.07.2006, 13.30 Uhr, ARD

Smalltalk kann verdammt anstrengend sein.
Na, und was machst du so? Och, ja, dies und das.
Gut, wenn man dann doch ein Thema hat. Kochen zum Beispiel. Irgendwas fällt einem schon ein, wenn man in der Küche rumsteht, und sich mit einem fremden Menschen unterhalten muss.
Und was trinken Sie so für einen Wein? Kann ich mal das Messer haben? Wie lange muss das Zeug jetzt kochen?
Ach, das ist nicht spannend? Das findet Alfred Biolek bestimmt auch. Bei “Alfredissimo” war heute die Schauspielerin Rosel Zech zu Gast. Und mir konnte Bio irgendwie gar nichts anfangen. Für seine Sendung ist das allerdings tödlich. Null Spannung, null Atmosphäre.
Aber so ist das nun mal, wenn man sich jede Woche irgendeinen Promihansel einladen muss. Ob man ihn kennt oder nicht. Ob man ihn mag oder nicht.

RTelenovela

Robbie!!

Samstag, den 29. Juli 2006
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Oha! Es ist 18 Uhr und die Ränge des Berliner Olympiastadions sind noch erschreckend leer, obwohl auf den Eintrittskarten für das Robbie-Williams-Konzert der Beginn für genau diese Uhrzeit angegeben ist. Aber wahrscheinlich wussten die Leute schon, dass das Event später beginnt.
Als Basement Jaxx die Masse einheizte, kam erste Stimmung auf. Mich erinnerten die Sängerinnen und auch die Musik ein wenig an Boney M. und die Weather Girls.
Unterdessen verfinsterte sich der Himmel, es wurde merklich dunkler und Wind setzte ein. Aber bei der Hitze konnte das eigentlich nur positiv sein.
Kurz bevor der Star des Abends dran war, war dann auch die Stimmung auf einem ersten Höhepunkt: Dauer-Laola! Als dann gegen 20.40 Uhr Robbie Williams auf der Bühne stand, war auch das Olympiastadion sehr gut gefüllt.
Eine sehr geile Show! Ein Event, an das man sich noch lange erinnern wird. Sehr schnell hatte Williams die Masse voll im Griff. Mit “Radio” ging es los.
Zwischendurch: Plaudereien mit dem Publikum. Deutschland ist fuckig geil! Alles fit im Schritt?! Plakate wurden verlesen, mit seinem Bruder trug er ein kleines Fußballmatch aus. Fand doch erst vor 3 Wochen genau hier das Fußball-WM-Finale statt.
Und natürlich Song auf Song. Geil, einfach geil.
Auch die Hits vom neuen Album kamen gut an – bis auf einen, in der Zugabe. Tatsächlich gilt “Rudebox” (was live wie “Ruhrpott” klang) unter Kritikern als RWs schlechteste Single überhaupt. Kam auch in Berlin nicht gut an. Also schnell “Angels” hinterher geschoben und die Welt war wieder in Ordnung.
120 Minuten pures Entertainment. Von einer Langeweile bei Robbie Williams war nichts zu spüren. Er schien das Ganze zu genießen. Und selbst wenn nicht, er gab uns das Gefühl.
82 Euro hat uns das gekostet. Aber erstens haben wir die im letzten November schon bezahlt (der Schmerz sitzt also nicht mehr tief) und zweitens – ja, es hat sich wirklich gelohnt! Das Konzerthighlight des (in der Hinsicht allerdings auch bisher sehr schwachen) Jahres.

RTelenovela

“Wir müssen ja auch noch aufräumen!”

Samstag, den 29. Juli 2006
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Im Imbissbereich im Berliner Hauptbahnhof war gestern um kurz vor 12 schon das große Aufräumen angesagt. Um 23.57 Uhr kam keiner mehr rein in den Komplex. Könnte ja noch jemand stören.
Wir hatten das Glück, schon drin gewesen zu sein. Dennoch: Bei “Backfrisch” wollte ich noch eine Flasche Cola kaufen.
“Hallo? Kann ich noch eine Cola kaufen?”
“Nein, wie haben schon geschlossen.”
“Oh, wann schließen Sie denn immer?”
“Um 12.”
“Aber es ist doch 2 vor 12!”
“Ja, wir müssen aber auch noch aufräumen. Das geht schließlich von unserer Arbeitszeit ab!”
Das leuchtet ein. Klar, wenn bis 0.00 Uhr geöffnet ist, muss schon um 23.55 Uhr geschlossen werden, damit die Verkäuferin schon die Kasse schließen und aufräumen kann. Servicewüste Hauptbahnhof.
Na ja, nicht ganz. Nebenan, bei der Obstkiste, hatte die Verkäuferin mehr Bock, ihre Ware noch zu verkaufen. Sie machte noch einen guten Umsatz!

RTelenovela

Vertragsverhandlungen

Samstag, den 29. Juli 2006
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Ich hatte mal wieder einen Anruf von Vodafone.
Ja, tut mir ja auch Leid, dass ich meinen Prepaidtafif schon mehr als 3 Jahre habe. Aber im Gegensatz zu den Leuten von Vodafone macht mich das überhaupt nicht nervös.
Heute versuchte es ein Typ, der keine Umlaute sprechen konnte.
Bisher vertelefoniere ich etwa 15 Euro im Monat. Das meiste für SMSen. In einem jahr gingen gerade mal 60 Anrufminuten raus. Fand der Vodafone-Mann schon mal beeindruckend.
Aber die Firma habe jetzt was ganz Neues für mich. Ich kann auch weiterhin 15 Euro abbuchen lassen. Dafür bekomme ich aber Rabatte fürs Telefonieren und zahle weniger für SMSen.
Ich: Und der Haken?
Na ja, es gäbe keinen. Außer vielleicht, dass Vodafone mir dann monatlich 15 Euro abbuchen würde.
Ah ja.
Einwurf meinerseits: Wo liegt denn mein Vorteil? Ich bezahle jetzt 15 Euro. Manchmal aber auch weniger, manchmal buche ich nur alle 6 Wochen die 15 Euro ab.
Er: Aber ich bekomme doch Rabatte.
Ich: Was nützen mir die, wenn ich trotzdem definitiv 15 Euro pro Monat zahle?
Er: Verstehen Sie nicht? Sie bekommen doch Rabatte!!
Ich: Aber ich zahle jetzt 15 Euro höchtens, und dann eben auf jeden Fall 15 Euro im Monat.
Er: Aber die RABATTE!! Warum verstehen Sie das nicht?
Ich: Aber ich telefoniere doch nicht mehr wegen der Rabatte.
Er verstand mich nicht – und ich ihn schon gar nicht.
Ich bleibe bei meinem Tarif.
Bis zum nächsten Telefonat.