Tagesarchiv für 29. Mai 2006

aRTikel

Die Bahn auf neuen Wegen

Montag, den 29. Mai 2006
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Seit gestern: In 24 Minuten von Oranienburg ins Berliner Zentrum


MAZ Oranienburg, 29.5.2006

ORANIENBURG/BERLIN

Irritation gleich zu Beginn: Auf der Anzeigetafel des Oranienburger Regionalbahnsteigs wird der Zug nach Cottbus angekündigt. Stattdessen fährt fahrplanmäßig gestern um 12.50Uhr der Regionalexpress (RE) der Linie 5 nach Lutherstadt Wittenberg in den Bahnhof ein. Lutherstadt Wittenberg scheint die Anzeige (noch?) nicht zu kennen. Cottbus verschwindet von der Tafel, stattdessen geht es jetzt nach „Ansage beachten“.
Mit dem großen Fahrplanwechsel in der Nacht zu gestern änderte sich auch die Linienführung des RE5. Statt über Falkensee, Spandau und Zoologischer Garten, geht es nun über Gesundbrunnen ins Berliner Zentrum zum Hauptbahnhof. Brauchte der Zug von Oranienburg bis zum Zoo bisher 40 Minuten, sind es nun bis zum Hauptbahnhof im Bezirk Tiergarten 24 Minuten.
„Es geht jetzt sehr viel schneller nach Berlin“, meint Ruth Hahnemann, die nach Jena unterwegs ist und am Hauptbahnhof umsteigen muss.
12.51Uhr. Der Zug nach Wittenberg setzt sich in Oranienburg in Bewegung. Die Waggons sind hoffnungslos überfüllt mit Reisenden von der Ostsee, aber auch der Bahnsteig in Oranienburg war gut gefüllt. Hinter Birkenwerder beginnt die neue Streckenführung. Der RE5 biegt nun nicht mehr Richtung Hennigsdorf ab, sondern fährt weiter nach Bergfelde. Schon hinter Hohen Neuendorf wird der nächste Halt – Gesundbrunnen – angesagt. Über Schönfließ und Mühlenbeck geht es zum Karower Kreuz, wo der Zug in Richtung Zentrum abbiegt. Schon nach gut zehn Minuten wird das Berliner Stadtgebiet erreicht. Der Regionalexpress gleitet fast geräuschlos auf den neuen Gleisen dahin. 13.11Uhr, schon 20 Minuten nach Abfahrt in Oranienburg, erreicht der RE5 den Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen, nur vier Minuten später den Hauptbahnhof.
Die Fahrgäste zeigen sich zufrieden, üben aber auch Kritik. „Leider gibt es noch immer keinen Halt in Birkenwerder“, meint der dort wohnende Jakob Weber. Auch der weggefallene Anschluss nach Spandau wird kritisiert. Doch die kurze Fahrzeit bis ins Zentrum entschädigt die meisten. „Wahnsinn, wie schnell das jetzt geht“, findet Margit Müller.
Reisende aus Lehnitz oder Borgsdorf haben jetzt auch einen Anschluss zum Regionalexpress in Oranienburg. Die S-Bahn erreicht die Endstation zwei Minuten vor Abfahrt des Regionalexpresses. Wer sich sputet, könnte das schaffen.

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Lindenstraße: Abschied und Zukunft

Montag, den 29. Mai 2006
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SO 28.05.2006, 18.50 Uhr, Das Erste

Tja, nun hat sie also das Zeitliche gesegnet. Die Putzfrau der Nation, Else Kling, ist tot. Annemarie Wendl hat die “Lindenstraße” mit der heutigen Folge verlassen.
Sie ging ins Licht. Serienschöpfer Hans-W. Geißendörfer hat gerufen (man hätte meinen können, das sei Egon Kling gewesen) und Else ging. In schöner Manier von “Six Feet Under” mit einer Einblendung ihrer Lebensdaten.
Und gleichzeitig wurde ein neues Leben in die “Lindenstraße” hineingeboren. Ein nicht enden woller Kreislauf. Abschied und Ankunft.

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