Tagesarchiv für 18. Januar 2006

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Mittwoch, den 18. Januar 2006
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Davina, Maxi, Martin und Henry freuen sich über den Erfolg ihres Gesangsabends

MAZ Oranienburg, 18.1.2006

HENNIGSDORF
Das Lampenfieber war schnell verflogen. „Ich habe es mir schlimmer vorgestellt“, meint Davina Skwierawski. „Ich hätte nicht gedacht, dass so viele kommen“, sagt Martin Girard. „Wir hatten mit 120 Gästen gerechnet“, erzählt Maxi Ulrich. „Am Ende mussten wir noch fünf Stuhlreihen dazustellen“, fügt Henry Wilke hinzu. Die vier Schüler der Musikschule Hennigsdorf gestalteten am Freitag einen Gesangsabend im Stadtklubhaus. Gut 100 Minuten lang gab es eine Mischung aus Musical, Filmmusik und Popsongs, begleitet von Henry Wilke (19) am Klavier. Von Cindy Laupers „Time After Time“ bis „On My Own“ aus „Les Misérables“ war alles dabei.
„Wir wollten einfach etwas zusammen machen“, sagt der 17-jährige Martin Girard. Henry: „Bei unseren Auftritten bei den Weihnachts- und Frühlingskonzerten hatte sich viel Material angesammelt.“
Die Vorbereitungen liefen schon vor Weihnachten auf Hochtouren. Eine richtige Durchlaufprobe gab es allerdings bis zum Schluss nicht. „Der Abend hier war sozusagen unsere Durchlaufprobe“, schmunzelt Henry. „Nur er hatte eigentlich den Überblick über unser Programm“, ergänzt Maxi (17) . Dass das Programm sehr gut angekommen ist, freut die vier Musikschüler. „Das war krass, zwischendurch hätte man eine Stecknadel fallen hören können“, so Henry am Freitagabend nach dem Konzert. „Das hätte eigentlich nicht besser sein können“, meint Maxi.
Schon seit seinem fünften Lebensjahr geht Martin zur Musikschule Hennigsdorf. „Am Anfang hatte ich eine musikalische Früherziehung.“ Auch an zwei Musicals der Musikschule war er beteiligt, hinzu kommt der Chor, das Keyboard, der Gesang. Auch Davina (19) startete mit der musikalischen Früherziehung. Über die Geige ging es dann zum Gesang.
„Klavier, Gitarre, Schlagzeug, Percussion, Gesang“, zählt Maxi auf, was sie an der Musikschule alles gelernt hat. Henry ist erst seit drei Jahren dabei. „Und das Klavierspielen hab ich hier gar nicht gelernt“, erzählt er. „Das hat mir meine Mutter beigebracht.“
Die Musikschule beeinflusste die vier sehr. „Man bekommt hier automatisch Kontakt mit unterschiedlicher Musik“, sagt Martin. „Ich höre heute alles mögliche.“ Maxi: „Man hört dadurch automatisch mehr auf klassische, handgemachte Musik.“ Auch auf Henry färbte die Musikschule ab: „Ich höre heute sehr viel Filmmusik auf CD.“ Davina erzählt, dass sie sehr viele Musical-CDs zu Hause hat. „Ich höre auch oft Klassikradio.“
Davina, Maxi, Martin und Henry werden auch bei „Yomo“ dabei sein. Das neue Musical der Hennigsdorfer Musikschule wird im Oktober seine Premiere feiern. Davina wird eine der Hauptrollen spielen, Martin ist die Zweitbesetzung von Yomo. „Erste Ausschnitte haben wir schon gehört“, sagt Maxi. Die Proben laufen bereits.
Und wo soll’s mal hingehen? „Jeden Tag Musik – Schön wär’s schon“, meint Henry. „Andererseits: Wenn man jeden Tag damit zu tun hat, könnte auch der Spaß verloren gehen.“ Davina stimmt ihm zu. Auch Martin ist noch unentschlossen: „Ich sehe eigentlich keine große Perspektive im Gesang“, sagt er. „Ich würde zwar gern auf eine Gesangsschule, aber ich weiß nicht, ob man damit wirklich Geld verdienen kann.“ Nur Maxi ist sich sicher: „Ich möchte Musikpädagogin werden.“
Für Davina und Henry steht das nächste große Projekt jedenfalls schon bevor. Im Frühjahr wollen sie am Puschkin-Gymnasium ihr Abi bauen.

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