Monatsarchiv für Dezember 2005

RTelenovela

Heiligabend

Sonntag, den 25. Dezember 2005
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Heiligabend beginnt bei mir immer gegen 15 Uhr. Christvesper in der Dorfkirche in Schmachtenhagen. Tradition seit 1998. Damals fragte mich die Mutter von Marcel, ob ich nicht Lust hätte, mit in die Kirche zu kommen. Hatte ich. Und so läuft das noch heute.
In der Christvesper singt der Männerchor aus Sachenhausen u.a. “Stille Nacht” in einer echten Gänsehautversion. Nun gut, die kann auch dadurch kommen, dass es in der Kirche nicht gerade warm ist. Natürlich wird die Weihnachtsgeschichte verlesen. Und natürlich singen wir auch.
Nicht ganz so schön wie immer war es heute trotzdem. Hinter uns saß eine junge Familie. Ich glaube, es hat auch etwas mit Erziehung zu tun, wenn es Kinder von gut 10 Jahren nicht schaffen, mal längere Zeit den Mund zu halten. Und nicht ständig fragen, wann es denn endlich die Geschenke gäbe. Papi machte unterdessen ständig doofe Witze. Ich frage mich ernsthaft, warum die in dir Kirche gehen? Nur aus reinem Entertainment? Was gesagt und gesungen wurde – dafür haben sie ich jedenfalls nicht interessiert.

Für mich ist Weihnachten auch immer ein Stück Nostalgie. Weihnachten ist für mich mit bestimmten Gerüchen im Haus verbunden. Gerüche, die es nicht mehr gibt. Weil zum Beispiel meine Oma tot ist, und dementsprechend niemand mehr bei uns in der Veranda raucht…
Ich habe zum Beispiel eine von meinem Vater aufgenommene Kassette, auf der die Bescherung 1981 drauf ist. Mit Weihnachtsmann (ich hab erst Jahre später rausgefunden, dass unser Nachbar Herr Zimmermann der Weihnachtsmann war) und Geschenkeinferno. Mit allen Omas und Opas drauf. Nostalgie pur.
Jetzt ist natürlich einiges anders. Mein Bruder und ich sind erwachsen geworden. Natürlich kommt mein Weihnachtsmann mehr. Die Aufregung ist nicht mehr da.
Ich sehe heute dem Weihnachtsfest recht gelassen entgegen. Wenn ich wenig erwarte, werd ich auch nicht enttäuscht. Ein paar feste Säulen gibt es ja. Der Vorweihnachtsvideoabend. Das Abendessen zu Heiligabend – Frikassee und Obstsalat. Danach wird meist Mau-Mau gespielt. Zwischendurch werden die Geschenke ausgepackt. Und – doch, ja, eigentlich ist das immer noch ganz nett. Nicht mehr so wie früher, aber nichts lässt sich zurückholen.

aRTikel

Jette: Stress vor der Bescherung

Samstag, den 24. Dezember 2005
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MAZ Oranienburg, 24.12.2005 

Also nee, wissense nee, ich weiß gar nicht, wo mir der Kopf steht! Heute Abend ist Bescherung und nichts ist fertig! Heute Vormittag muss ich auf jeden Fall noch mal die Oranienburger Geschäfte nach Last-Minute-Geschenken absuchen. Währenddessen bequemt sich hoffentlich mein lieber Mann zu Hause, den Baum zu…Moment mal, wir haben ja noch gar keinen Weihnachtsbaum! Also nee, man kommt auch zu nichts mehr in dieser hektischen Zeit! Dabei stehen die Bäumchen schon seit Wochen überall herum. Das Schmücken ist in unserer Familie sowieso eine Wissenschaft. Mein Gatte und ich haben uns regelmäßig in der Wolle: Er will Lametta. Ich hasse Lametta. Bisher habe ich mich immer durchsetzen können. Er will rote Kugeln. Ich will lieber die goldenen. So, wie in den vergangenen Jahren, als er den Kampf um die Farben auch verloren hat. Aber wir werden uns schon einigen. Das hat ja bisher auch ganz gut funktioniert. Und einen Heiligabend-Ehekrach will mein Liebster sicher sowieso nicht riskieren! Ein ruhiges, besinnliches Weihnachtsfest wünscht euch eure
Jette

aRTikel

Sammeln für die Dorfkirche

Samstag, den 24. Dezember 2005
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Für das Schmachtenhagener Gotteshaus gründete sich ein Förderverein


MAZ Oranienburg, 24.12.2006

SCHMACHTENHAGEN

Es hat sich schon einiges getan in der Schmachtenhagener Dorfkirche. Wenn heute Nachmittag die Christvesper stattfindet, können sich die Besucher davon überzeugen. Und kalt dürfte ihnen dabei auch nicht so schnell werden: „Bis Weihnachten wollen wir Teppichstoffe auf den Bänken auslegen“, erzählt Katharina Redemann.
Seit 1994 wohnt die Vorsitzende des Fördervereins der evangelischen Kirchengemeinde in Schmachtenhagen. Die Kirche hat sie gleich in ihr Herz geschlossen.
Das 1876 gebaute und ein Jahr später geweihte Gebäude wurde in den 50-er Jahren des 20.Jahrhunderts stark verändert. „Alte Aufbauten wurden entfernt, auch der schöne alte Altar“, erzählt Katharina Redemann. Damals sei die Kirche in schlichtem Grau gestrichen worden, woraufhin einige ältere Einwohner das Gotteshaus mieden.
Von den etwa 2000 Einwohnern in Schmachtenhagen sind 179 aktive Christen. Seit 1997 engagiert sich der Schmachtenhagener Männergesangsverein für die Kirche. Die „Guten Freunde“ leisteten ehrenamtliche Arbeiten und halfen bei der Substanzerhaltung. Aus der Gemeinde kamen unzählige Spenden. „Viele baten ihre Gäste, bei Geburtstagen auf Geschenke zu verzichten und stattdessen für die Kirche zu spenden“, weiß Katharina Redemann.
Im April 2005 gründete sich der Förderverein. „Wir haben momentan acht Mitglieder“, sagt die Vorsitzende. „Unser nächstes Ziel ist die Sanierung der Orgel.“ Erste Kostenvorstellungen hierfür liegen zwischen 5000 und 10 000 Euro.
In der Vergangenheit wurden bereits diverse Veranstaltungen organisiert. „Unser Nachmittag in der Gaststätte Niegisch war gut besucht“, erinnert sich Katharina Redemann. „Der Gastraum war voll.“ Seit April sind schon mehr als 3000 Euro zusammengekommen.
In Zukunft sollen auch in der Schmachtenhagener Dorfkirche Veranstaltungen stattfinden. Das Gebäude soll zum zentralen Kulturmittelpunkt des Dorfes werden. „Ich kann mir gut vorstellen, dass es in der Kirche dann auch Ausstellungen und Konzerte geben wird.“ Der Oranienburger Chor „Viva la musica“ (die ehemaligen Rentnerspatzen) sowie der Lehnitzer Frauenchor würden in der Kirche auftreten wollen, erzählt die Fördervereinsvorsitzende.
Im kommenden Jahr feiert die Kirche in Schmachtenhagen ihren 130.Geburtstag. „Das soll wieder mit einem vom Förderverein gestalteten Fest gefeiert werden“, kündigt Katharina Redemann schon jetzt an.

Wer dem Förderverein der evangelischen Kirchengemeinde Schmachtenhagen beitreten oder spenden möchte: Informationen gibt es bei Katharina Redemann unter
Tel. 0 33 01 / 534689.

RTelenovela

23. Dezember

Samstag, den 24. Dezember 2005
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Morgen ist Heiligabend. Noch einmal schlafen. Noch einmal zur Arbeit, letzte Vorbereitungen, letzte Einkäufe. Eventuell. Morgen sind die Läden ja auch noch offen.
Das schönste Bild gleich am Vormittag. Im Garten stehen meine Eltern vor der umgekippten Papiertonne. Drumherum liegen lauter Zeitungs- und Papierstapel. Meine Eltern keifen sich während des Wühlens an. Meine Mutter scheint etwas Wichtiges weggeschmissen zu heben. Kommt mir bekannt vor… Doch der Brief wird irgendwann doch gefunden und beide können wieder lachen.
Und wir sind wieder beim Thema der Weihnachtstraditionen. Am 23. Dezember gibt’s seit 1997 bei mir immer den Vorweihnachtsvideoabend. Hier sehen wir meistens drei Filme. Zwei davon sind immer gleich: Einer davon heißt “Schöne Bescherung”. (Ich hatte noch eine alte ZDF-Aufnahme von 1992. Dort lief er unter dem Titel “Hilfe, es weihnachtet sehr”.). Im Original:”Christmas Vacation”, dieses jahr erstmals auf DVD. In dem Film mit Chevy Chase geht es um das Weihnachtsfest der Familie Griswold. Immer sehr lustig. Der zweite Film im Bunde ist “Die Muppet-Weihnachtsgeschichte”.
Hinzu kam in diesem Jahr “Der Polarexpress”, ein wirklich niedlicher Film. Im vergangenen Jahr lief an der Stelle “Tatsächlich… Liebe”. Schön kitschig.
Heiter-besinnlich ging es so in die Nacht vor dem Heiligen Abend.

RTZapper

Abenteuer Mittelalter – Leben im 15. Jahrhundert

Donnerstag, den 22. Dezember 2005
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MI 21.12.2005, 1.30 Uhr (Do.), Das Erste

So kann man seine teuer produzierten Sendungen auch verschrotten. Drei der vier Teile von „Abenteuer Mittelalter – Leben im 15.Jahrhundert“ zeigte das Erste um 21.45 Uhr. Die letzte Folge lief am vergangenen Mittwoch nur geringfügig später: um 1.30 Uhr. Okay, König Fußball hat davor um läppische 90 Minuten überzogen. Aber auch der ursprüngliche Sendetermin um Mitternacht war schon extrem spät. Aber vielleicht war die ARD darüber ganz froh. Vielleicht hätten sich zimperliche Zuschauer darüber beschwert, dass in der Sendung einem lebenden Huhn der Kopf abgehackt wurde. Und das auch noch sehr stümperhaft. Aber in der Nacht schlafen sicher selbst die engagiertesten Tierschützer.

RTelenovela

Männerhort

Donnerstag, den 22. Dezember 2005
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Der Altersdurchschnitt im Theater am Kurfüstendamm wird zurzeit erheblich nach unten gedrückt. Noch bis Ende Februar ist dort das Stück “Männerhort” zu sehen. Bastian Pastewka, Christoph-Maria Herbst, Michael Kessler und Jürgen Tonkel spielen vier Männer, die sich in einem Kellerraum eines Supermarktes treffen, während ihre Frauen oben einkaufen gehen.
Ein tolles, lustiges, mitunter aber auch nachdenkliches Stück.
Wirklich großartig ist Bastian Pastewka mit seiner Gestik und Mimik. Fast schon eine Klasse für sich. Dafür lohnt es sich, die rund 25 Euro (2. Kategorie) fürs Theater am Kudamm auszugeben.
Und kleiner Tipp am Rande: In der Pause gibt es u.a. Cola (0,2 Liter) für 2,50 Euro. Bei McDonald’s gegenüber für 99 Cent. Und die Zeit hat man, mal kurz über den Kuamm zu spurten…

RTZapper

Werbung: Neues Handy

Mittwoch, den 21. Dezember 2005
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ProSieben

Ein Handy zu kaufen ist ja langweilig. Klauen macht doch viel mehr Spaß. Verkleide dich als Gorilla und greif dir auf der Straße das Telefon vom Ersten, der dir begegnet. Denn die Handykarte bekommst du schließlich total günstig dazu. Welche Assifirma in der Fernsehwerbung diese Ratschläge gibt, werde ich hier nicht verraten. Dass wir damit inzwischen aber ein Niveau erreicht haben, das kaum noch zu unterbieten geht, versteht sich von selbst. Vielleicht habt ihr Glück und der Weihnachtsmann bringt euch auf legalem Wege ein Handy vorbei.