Tagesarchiv für 6. Dezember 2005

aRTikel

Applaus für die Capri-Fischer

Dienstag, den 6. Dezember 2005
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Ausverkauftes Weihnachtskonzert am Louise-Henriette-Gymnasium


MAZ Oranienburg, 6.12.2005

ORANIENBURG

Die Vorweihnachtszeit hat auch das Louise-Henriette-Gymnasium (LHG) erreicht. Am Ende der „Winternacht“ (MAZ berichtete) stand am Freitagabend das jährliche Weihnachtskonzert in der Sporthalle.
Nach dem in der Schule kontrovers diskutierten Frühlingskonzert wurde das Konzept geändert. Kleiner und gemütlicher sollte alles werden. Nur noch ein Feld der Halle wurde genutzt. Das Publikum saß im Halbkreis um die Bühne herum.
Vor ausverkauftem Haus eröffnete die Percussiongruppe das knapp 90-minütige Programm. Unterstützt von Bläsern und Streichern luden sie in die „Taverna Despirada“ ein. Ein ungewöhnlicher, aber schöner Einstieg. Mit dem Prinzen-Song „Abgehaun“ traten die Bükis auf und bekamen viel Applaus. Später besangen sie a capella die „Capri-Fischer“. Auf dem Frühlingskonzert 2006 sollte es von diesem Trio auf jeden Fall eine Zu-gabe geben. Auf dem Akkordeon spielten Carolin Timm und Henry Engelmann „White Christmas“. Ein unbestrittener Höhepunkt war Cornelia Tom mit dem Song „Father“, begleitet von Michael Zarries an der Gitarre.
Nicht jeder im Publikum schien davon überzeugt gewesen zu sein, dass das Konzert im Großen und Ganzen gelungen ist. In den hinteren Reihen gaben sich viele LHGler nicht enden wollenden Gesprächen mit ihren Sitznachbarn hin.

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RTelenovela

Dauerduscher (2)

Dienstag, den 6. Dezember 2005
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Auch heute war er da: der Dauerduscher in der Oranienburger Turm-Erlebniscity. Ich habe ihm den Namen “Jünter” gegeben. Dieses Mal treffen wir ihn allerdings im Duschbereich auf der anderen Seite des Umkleidetraktes. Zufälle gibt’s. Aber wieder mit dem Rücken zur Wand. Und duscht. Und duscht. Und duscht.
Felix und ich hatten wieder Besseres zu tun. Wieder ins Sportbecken, wieder schwimmen. Und natürlich auch wieder die Gymnastikgruppe nebenan. Auch Gabriele erfreute uns mit ihrem Dasein. Inzwischen begrüßen wir uns gleich am Anfang.
Gut 25 Minuten später. Zurück in die Dusche.
Er ist immer noch da. Und duscht. Und starrt. Nein, ohne uns! Wir gehen wieder raus – zur anderen Dusche. Das muss man sich ja nun nicht wirklich antun.
Um zu unseren Klamottenschränken zu kommen, müssen wir allerdings wieder zurück. Und siehe da – er ist weg. Jünter hat sich verpisst. Ob er allerdings “regulär” ausgeduscht hat oder mitbekommen hat, dass wir wegen ihm wieder die Dusche wieder ganz schnell verließen – man weiß es nicht.

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RTelenovela

Streikbrecher

Dienstag, den 6. Dezember 2005
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An der Freien Universität in Berlin wird mal wieder gestreikt. Noch bis Freitag soll der Warnstreik stattfinden. Die Ihnestraße in Dahlem, hier befindet sich das Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaften, sieht irgendwie aus, als hier bald ein großer Umzug stattfinden wird. Über die Straße sind Leinen mit Streikwimpel gespannt. Jeder, aber wirklich jeder Baum ist zugepflastert mit Zetteln und Flyern. So bunt war die Straße wohl selten.
Auf allen Türen und in vielen Fenstern des OSI hängen Plakate, auch alle schön bunt.
Was wollen die Studenten?

Ich zitiere aus dem Flyer:
Werdet aktiv: In den Köpfen. An den Instituten.
– keine Überschneidungen (Absprachen der fachbereiche)
– keine Anwesenheitslisten
– keine Zwangszuweisung von Studiengängen
– Maluspunkte abschaffen
– Abschaffung Campus Management
– Auslandssemester sträker ermöglichen
(…)
– mehr Mitspracherechte für Studierende
– Campus Management “lahm legen”
– weniger Klausuren
– Zugang zu allen Univeranstaltungen in Berlin
– Verringerung des Arbeitspensums
– keine Teilnahmelisten
– mehr Vielfalt im Seminarangebot
– gegen Stellenstreichungen
– Abschaffung der Hausarbeits- und Klausurfristen
– Mehr Freiheit für Dozierende
(…)
– niemals Studiengebühren

Nun ja. Es ist natürlich so, dass einige der Forderungen mehr als berechtigt sind. Dieses Campus Management ist Schrott – total umständlich.
Die Sache mit den Teilnahmelisten ist natürlich lästig – aber in der Schule muss man ja auch immer anwesend sein. ich bin der Meinung, so ein bisschen Zwang ist ganz gut.
Morgen wird darüber beraten, ob das OSI besetzt wird.
Das wird spannend, Donnerstag muss ich mit einigen anderen einen Vortrag halten. Mal sehen, ob es dazu kommt.
Die Beteiligung heute am Streik war jedenfalls eher gering. Die Seminare wie immer voll.
Es ist in meiner Zeit an der FU auch schon der zweite Streik.
Ich frage mich auch, ob das wirklich etwas bringt. Wenn die Studenten nicht studieren – wen stört das denn?
Ick weeß ja nich – ich glaube, ich bin ein Streikbrecher…

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