Monatsarchiv für Oktober 2005

RTZapper

Durch die Nacht mit …

Dienstag, den 25. Oktober 2005
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MO 24.10.2005, ZDFtheaterkanal

Moritz Bleibtreu war genervt: Kann Oliver Pocher denn nicht einmal ernsthaft sein? Muss er immer blöde Witze machen? „Durch die Nacht mit…“ hieß es Montag (Wiederholung: Sonnabend, 23.05Uhr) auf dem ZDFtheaterkanal. Bleibtreu zeigte Pocher seine Heimatstadt Hamburg. Einerseits der Schauspieler, der es gern etwas intellektueller mag. Andererseits der junge Faxenmacher, der oft nichts als Blödsinn in der Birne hat. Beim Abendessen in einem Nobelschuppen kam es schließlich fast zur Eskalation. Bleibtreu wollte ein ernstes Gespräch. Über das Leben und so. Dass Olli auch da immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hatte, passte Moritz gar nicht. „Halt die Klappe, Pocher!“ Wobei man nie sicher sein konnte, ob die gereizte Spannung nicht auch gespielt war. Auf jeden Fall waren Bleibtreu und Pocher mal von einer anderen Seite zu sehen. Auch wenn die Sympathiepunkte eher an Olli gingen.

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RTelenovela

Zahnarzt (6)

Montag, den 24. Oktober 2005
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Ja, meine Krone und die Brücke sind da. Nur leider hat mich niemand angerufen, um mir zu sagen, wie viel Kohle ich dafür mitbringen muss. Das Einsetzen ist also somit verschoben – auf den späten Mittwochnachmittag.
Aber wir haben ja auch so einiges zu tun.
Ich konnte ja die ganze Woche nur auf der rechten Seite kauen – was mitunter schmerzhaft war. Einer der Backenzähne (das Gegenstück des Linken, der gezogen wurde) war angeschlagen.
Heute machte sich nicht die Zahnärztin selbst ans Werk, sondern eine Praktikantin aus Russland. Das heißt, so eine richtige Praktikantin ist sie nicht. In Russland ist sie schon einige Jahre Zahnärztin. Also sollte eigentlich nichts schief gehen.
Ist es auch nicht.
Auch diesmal überstand ich die Spritze. Das Bohren hat verdammt lange gedauert, war wohl ein ziemlich großes Loch. Als sie fertig war, hat sie mir eine seltsame Füllung reingeschmiert. Der Geruch erinnere mich an den Duft, der früher öfter von Pharma (heute Altana) zu uns rüber wehte.
Jetzt ist alles wieder okay. Scheinbar. Wenn ich Pech habe, tut’s heute Abend noch ziemlich weh. Wenn das so sein sollte, hab ich zwei schmerztabletten im Gepäck – und einen erneuten Termin morgen früh. Dann muss das Ding nochmal aufgebohrt werden – für eine Wurzelbehandlung.
Na denn wollen wir mal hoffen, dass ich einigermaßen schmerzfrei bleibe.
Do swidanja!

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RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Venus 2005

Montag, den 24. Oktober 2005
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SO 23.10.2005, Berlin, Messehallen unterm Funkturm

Wer noch nicht 18 ist, darf diesen Artikel eigentlich noch gar nicht lesen. Eigentlich. Aber ich bin ja nicht so. Ausnahmsweise. Die Erotikmesse „Venus“, die am Wochenende in Berlin stattfand, war nämlich auch erst ab 18 zugelassen.
Schnell wurde auch klar, warum das so ist. Einmal um die Ecke gelaufen, schon steht da auch bereits der erste Fernseher, der tiefe biologische Einblicke auf Mann und Frau zuließ. Für mich der Augenblick, in dem ich feststellte: Ich glaube, ich bin doch ganz schön prüde. Dem Typen, der den Stand betreute und daneben stand, rangen die Szenen übrigens keine Regung ab. Sieht er wahrscheinlich jeden Tag zig Stunden. Also nix Besonderes.
Schon am Eingang bekam jeder ein Tütchen in die Hand. Ein scheuer Blick hinein zeigte bereits eine barbusige junge Dame auf dem Cover einer Zeitschrift.
Es ist übrigens nicht so, dass klischeemäßig nur dicke, ältere Männer zur Erotikmesse unter dem Funkturm kommen – nein, auch viele junge Typen mit ihren Frauen ließen sich zeigen, was denn zwischen ihren vier Wänden so abgehen kann.
Die Auswahl für jeden ist groß: Dildos, Vibratoren, Cremes, Dessous, Kondome. Letzteres gern auch in der 100er-Packung. Imposant war auch der Tampon-Turm – der reicht wahrscheinlich gleich für mehrere Jahre. Die Palette reicht weiter über Sexspielzeuge, deren Handhabe mir spontan nicht bekannt war, Cockringe, Zeitschriften, Duftwässerchen und natürlich: Filme, Filme, Filme. Filme mit jungen Früchtchen, geilen Omas, immerheißen Boys, willigen Dominas und und und. Da sollte doch für jeden etwas dabei sein…
Die männlichen Besucher konnten sich mit luftig bekleideten Damen fotografieren lassen. Oder sich eine der Erotikshows ansehen. Hierfür versprach der Moderator in der Venus-Show-Arena heißen Live-Sex.
Dort hatte jeder die Wahl. Man konnte sich zum Zu-
gucken entweder vor die Bühne stellen oder sich oben auf einem Balkon setzen, ein Käffchen schlürfen und dort die Show genießen. Irgendwie sehr skurril.
Wie überhaupt diese ganze Messe. Viele scheinen hinzugehen, weil sie sich nicht in den örtlichen Sexshop trauen. Hier ist alles normal, egal, welche Merkwürdigkeiten einem gezeigt werden. Und Merkwürdigkeiten gab es auf der „Venus“ nun wirklich viele zu bestaunen.

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RTelenovela

Venus

Sonntag, den 23. Oktober 2005
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Also wir sind ja hier vollkommen unter uns. Da muss einem ja nichts peinlich sein. Doch heute auf der Venus habe ich festgestellt, dass ich doch eher prüde bin.
Venus? Prüde?
Die Venus ist eine jährlich stattfindende Ausstellung, auf der es nur um eines geht: Sex! Wer noch nicht 18 ist, darf deshalb da auch nicht rein. Und schnell wurde uns auch klar, warum das so ist. Einmal um die Ecke gelaufen, schon steht da auch schon der erste Fernseher, auf dem Mann und Frau es wie wild treiben (also – “ficken” würde es treffen – aber ich bin zu schüchtern, um das hier so zu schreiben). Und der Zuschauer hat den direkten Blick ins Vergnügungszentrum. Dem Typen, der den Stand betreute und daneben stand, rangen die Szenen allerdings keine Regung ab. Sieht er wahrscheinlich jeden Tag zig Stunden. Also nix Besonderes.
Inzwischen hatten wir auch jeder eine Tüte in der Hand. Der Inhalt war uns noch unbekannt. Ein scheuer Blick hinein zeigte aber bereits eine barbusige junge Dame auf dem Cover einer Zeitschrift.

Es ist übrigens nicht so, dass nur dicke, alte Männer zur Erotikmesse unter dem Funkturm kommen – nein, viele junge Männer und Frauen ließen sich zeigen, was denn bei ihnen im Bett so abgehen kann. Oder könnte.

Die Auswahl für jeden ist groß: Dildos, Vibratoren, Cremes, Dessous, Kondome. Letzteres gern auch in der 100er-Packung. Imposant war auch der Tampon-Turm – reicht wahrscheinlich für mehrere Jahre. Die Palette freicht weiter über Sexspielzeuge, deren Handhabe mir spontan nicht bekannt war, Cockringe, Zeitschriften, Duftwässerchen und natürlich: Filme, Filme, Filme. Filme mit jungen Früchtchen, geilen Omas, immerheißen Boys, spritzgeilen Kerlen, willigen Dominas und und und. Da sollte doch für jeden etwas dabei sein…
Willige Herren konnten sich mit luftig bekleideten Damen fotografieren lassen. Oder sich eine der Erotikshows ansehen.

Hierfür versprach der Moderator in der Venus-Show-Arena heißen Live-Sex. Zwei Männer mit einer Frau.
Da hatte jeder die Wahl. Man konnte sich entweder vor die Bühne stellen oder sich oben auf einem Balkon hinsetzen, ein Käffchen schlürfen und sich die Show ansehen.
In der Show waren zwei Kerle als Vampire verkleidet. Was die Frau darstellen wollte, ist mir nicht mehr so ganz klar. Ist ja auch wurscht, ihr wurden die Kleider sowieso recht bald durch die Vampiren runtergerissen. Die Vampirumhänge mussten auch bald dran glauben. Im Gegensatz zur Frau durften die Jungs die Hosen anlassen. Niemand weiß, ob das ein Vorteil für die Zuschauer war oder nicht. Wahrscheinlich schon – denn der Live-Sex bestand dauaus, dass einer der Vampirkerle einen Dildo umgeschnallt bekam, um… na ja… Die Zuschauer waren jedenfalls – nein, also begeistert kann man nicht sagen. Geil auch nicht. Vielleicht erstaunt.

Ja, ins Staunen gerät man auf der Venus auf jeden Fall öfter. Und ein paar Schnäppchen gibt’s da auch durchaus zu kaufen (an dieser Stelle bleibt offen, ob Flo und ich etwas gekauft haben). Aber ob das nun wirklich ein Grund ist, da nächstes Jahr wieder hinzugehen?
Eine der Zeitschriften in der Tüte, die uns in die Hand gedrückt wurde, ist übrigens die “St. Pauli Nachrichten”. Mit spannenden Themen wie: “Bumsen macht lustig! Wer lacht, hat den besseren Sex!” “Nur gute Freundinnen? Wenn junge Mädchen alleine zuhause sind…” “Intime Geständnisse junger Mädchen: Wir gehen auf den Straßenstrich – weil es uns geil macht!” Na, wenn diese Geschichten nicht mal allesamt ausgedacht ist. Na ja, darum geht’s da wahrscheinlich auch nicht… Wer Interesse an der Zeitschrift hat – bei mir gibt’s sie gratis! Einfach melden!

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RTelenovela

CinemaxX

Samstag, den 22. Oktober 2005
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Vor kurzem gab es in der “Cinema” eine Umfrage, woran es liegen könnte, dass die Kinos unter Besucherschwund leiden und warum die Leute seltener ins Kino gehen.
Heute Abend im CinemaxX am Potsdamer Platz. Im Foyer bilden sich diverse Schlangen, die Halle ist voll. Die Kassen reichen nicht aus, um den Ansturm zu bewältigen. Durch die vielen Gutscheine und Vergünstigen (gut, dass es sie gibt!) dauert natürlich alles noch ein wenig länger. Im Normalfall steht man da schon mal 15 bis 20 Minuten an.
Glücklicherweise bemerkte Jörg aber, dass aus einer der Bestellte-Karten-Kasse eine normale Kasse wurde, so dass wir drei fix dorthin stürmen konnten – so waren wir dann doch schneller.
Am Stand mit dem Fresszeug dann wieder warten. Doch leider, leider ist das Pinguin-Menü mit Plüschtier nicht mehr vorrätig als wir dran sind. Das heißt, Getränk und Popcorn sind noch da, nur das Plüschvieh ist alle. Sehr schön – dann könnte aber auch einer der CinemaxX-Leute mal die diversen Aufsteller wegräumen.
Auf dem Klo war es mal nicht so dreckig wie sonst – nur leider ließ sich meine Tür nicht verschließen.
Tja, vielleicht sind auch das alles Gründe, warum die Leute lieber zu Hause DVDs gucken. Ich lass mich davon nicht abhalten. So eine große Leinwand ist einfach besser als jeder Fernseher mit jeder noch so guten Soundanlage.
Außerdem kann sich gerade das Kino am “Potze” (ich habe gehört, das sagt man so) nicht über Besuchermangel beschweren.
Wir haben übrigens “Die Reise der Pinguine” gesehen. Na ja, ganz nett. Die Musik nervte ein wenig, einige Dialoge waren auf “Bianca”-Niveau. Und 60 Minuten von der Doku hätten auch gereicht…

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RTelenovela

Nich mit dem Becher!!

Samstag, den 22. Oktober 2005
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Ach ja, Bus- und Bahnfahren ist ja immer wieder schön. Da legt man auch gern mal den einen oder anderen Euro mehr hin. So kaufte ich mir heute am Automaten auf dem Bahnhof Berlin-Spandau ein Bounty für 2,05 Euro. Also – nicht ganz freiwillig. Das Teil kostet 55 Cent und ich gab dem Automaten 2,05 Euro. Ist ja schließlich einfacher, wenn er mir 1,50 Euro zurück geben kann. Mit 1,45 Euro bei einer 2-Euro-Münze hätte er mehr Mühe gehabt. Aber das ist nun auch egal, denn der scheiß Automat hat sich erst gar nicht die Mühe gemacht, mir überhaupt Wechselgeld auszuspucken. Das überteuerte Bounty aß ich deshalb mit besonders viel Genuss.

Busfahrer in Berlin sind für ihre Freundlichkeit ja geradezu berühmt. An der Haltestelle Wilmersdorfer Straße wollten zwei Frauen mit Kinderwagen einsteigen. Das heißt, sie waren schon drin. “Ick hab Ihnen doch jesacht, nich mit dem Becher!!!”, blökt der sympathische Busfahrer plötzlich. Alle im Bus zucken zusammen. “Der Becher ist doch im Netz!”, schreit die eine Frau zurück. “NICH MIT DEM BECHER!!!”, kommt die freundliche Antwort vom Bock.
Zeternd verlassen die Frauen samt Kinderwagen wieder den Bus. Vielleicht besser so, sonst wäre da vorne noch jemand Amok gelaufen.
Ich aß inzwischen genüsslich ein Stück Bienenstich, den Busfahrer im Rückspiegel nicht aus den Augen lassend…
Dabei war er nicht nur unfreundlich, sondern fuhr auch noch wie eine besengte Sau. Hupte völlig überflüssig, wenn es jemand wagte, auch nur in die Nähe seiner Spur zu kommen. Andererseits schnitt er anderen beim Spurwechsel die Bahn ab. Und platzierte sich im Stau mitten auf die Kreuzung. Und die Bremsmanöver waren auch nicht ohne.
Ich legte mir im Kopf schon zusammen, was ich dem Typen da vorne beim Aussteigen alles mitteilen wollte: Dass er im öffentlichen Dienst nichts zu suchen habe. Die Leute nur ankotzt. Scheiße fährt.
Ich hab’s nicht gemacht. Keine Zeit. Es war schon 17.26 Uhr, als wir am Zoo ankamen und mein Regionalexpress fuhr schon 4 Minuten später… Aber nächstes Mal – dann sag ich dem Arsch aber wirklich meine Meinung!

So, und jetzt ziehe ich mir den zweiten Teil der Pocher-DVD rein! Yeah!

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RTelenovela

Schau mir ins Auge, Baby!

Donnerstag, den 20. Oktober 2005
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Doch, es gibt noch Dinge, die man umsonst bekommt. Ich habe heute mal wieder die Damen und Herren (nein, da waren nur Damen) bei Fielmann besucht. Ich möchte nämlich ausprobieren, ob ich hin und wieder Kontaktlinsen tragen kann. Zum Badminton oder zum Schwimmen zum Beispiel. Da würde sich so was ja gut machen.
Und wenn man das testen will, geht das ganz umsonst – also kostenlos.
Vorher müssen die Augen nochmal kontrolliert werden. Und dabei kam oh Wunderliches heraus. Binnen zwei Wochen haben sich nämlich meine Augen auf einer Seite noch mal um 0,25 Dioptrin (wird das so geschrieben?) verschlechtert. Auf der anderen Seite hat sich meine Sehkraft (auch wieder binnen zwei Wochen) von 80 auf 120 Prozent verbessert…
Dann wurde mir noch ins Auge geleuchtet – sehen Sie mal ans Fenster – jetzt nach links – nach oben – nach unten… Und bei einer weiteren Untersuchung kann man sich sogar selbst ins Auge sehen. Wie nett!
Am 1. November geht’s dann darum, ob ich mir die Dinger überhaupt ins Auge stopfen kann. Wenn ja, bekomme ich fünf Testlinsenpaare – auch kostenlos. Und wenn das funktioniert und mir gefällt, kann ich dann 30 Tageslinsenpaare nehmen. Kostet dann 66 Euro. Ich bin gespannt.
Ist das jetzt eigentlich Schleichwerbung?

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