Tagesarchiv für 12. Oktober 2005

RTelenovela

Loser

Mittwoch, den 12. Oktober 2005
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Heute morgen war mal wieder Betriebssport angesagt: Badminton in der Turm-Erlebniscity (die ja immer noch dermaßen verschuldet ist, dass die Stadt Oranienburg jetzt die Stadtwerke, den Betreiber, verkaufen will). Am vergangenen Donnerstag hatte ich mich gegen Marcel eigentlich ganz gut gschlagen – auch wenn ich bei weitem nicht gewonnen habe. Aber ich hab ganz gut gespielt.
Doch heute morgen – man kann sagen, es lief nicht so wirklich gut. Besser sollte man sagen: Es lief so richtig beschissen. Beide Spiele verloren. Gegen Kollege A. 15:5 und 15:4 und gegen Kollege U. 15:10 und 15:9.
Und es ist ja nicht so, dass die beiden Topspieler sind.
So begann der Mittwoch mit viel Frust!

PS: Entgegen meiner Ansichten zum Thema Weihnachten im Oktober, habe ich gerade meine ersten Lebkuchen verspeist.
Asche auf mein Haupt.

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aRTikel

Söldner im Sondereinsatz

Mittwoch, den 12. Oktober 2005
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Mit dem Schreiben ist Toni Stange (17) noch lange nicht fertig


MAZ Oranienburg, 12.10.2005

NEUHOLLAND

Sie haben einen Auftrag zu erledigen. Das Sonderkommando „Söldner für Bekämpfung und Schutz“ ist im Auftrag der Regierung in Brasilien unterwegs, um ein Labor zu finden. Der Kontakt dorthin ist abgebrochen. In dieses Labor werden immer wieder Leute verschleppt. Dort werden an ihnen Experimente durchgeführt. Für das Sonderkommando keine leichte Aufgabe. „Die Mitglieder treffen zum Beispiel auf eine Art Monster, das die Leute abschlachtet“, erzählt Toni Stange. Das klingt nach einem spannenden Roman. Und das könnte es später vielleicht auch mal werden.
Toni Stange schreibt seit dem vergangenen Jahr an seiner Story. Der 17-jährige Neuholländer sieht seine Geschichte „im Science-Fiction-Bereich. Aber actionlastig mit Horrorelementen“.
„Wenn ich mal anfange, zu schreiben, dann kann sich das Ganze schon mal über Stunden hinziehen“, erzählt Toni, der die Oranienburger Torhorst-Gesamtschule besucht.
Die Idee, eine solche Story zu schreiben, bekam er 2004, als er einen Bericht über Genforschung sah. „Daraus habe ich mir meine Geschichte abgeleitet.“ Am Anfang noch handschriftlich, später dann auf dem PC. Das Besondere dabei: Zwischen den Texten befinden sich Links mit Tönen, Geräuschen, Musik oder Bildern. So entsteht gleich die passende Atmosphäre.
Ein Ende ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: „Ich arbeite gerade an der Fortsetzung.“ Einige seiner Freunde warten darauf schon. „In der Geschichte gibt es einige Charaktere aus meinem echten Umfeld“, erzählt Toni. Zu erkennen auch an ihren nur leicht abgewandelten Namen. André wurde in der Story zu Andros. „Es hat ihnen wohl gefallen, dass sie irgendwie darin vorkamen.“ Auch Tonis Eltern haben die noch namenlose Geschichte schon gelesen. „Zumindest teilweise“, schmunzelt er. „Sie finden das aber nicht so ansprechend. Sie wollen wohl mehr Romantik.“
Was dann später mal mit dem Plot passieren soll – darüber hat sich Toni Stange bisher noch gar keine Gedanken gemacht. Irgendwo einschicken? „Vielleicht später mal“, meint er. Aber bis dahin haben die Söldner aus dem Sonderkommando sicher noch viel zu tun.

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aRTikel

Lieber Texte als Tagebücher

Mittwoch, den 12. Oktober 2005
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Der 21-jährige Stefan Großhans aus Neuholland schreibt eigene Gedichte


MAZ Oranienburg, 12.10.2005

NEUHOLLAND

Alles begann mit einem leeren Buch. So eines, in das man selbst etwas reinschreiben kann. „Das habe ich geschenkt bekommen“, erzählt Stefan Großhans. „Ein Tagebuch wollte ich aber nicht schreiben.“ Der 21-Jährige aus Neuholland schreibt Gedichte, seit etwa eineinhalb Jahren. „Eigentlich sind es eher Liedtexte. Ich war drei Jahre lang in einer Band.“ Dort begann er auch, eigene Texte mit einzubringen. „Wir haben drei Jahre vor uns hingejamt. Dann war aber Schluss“, erinnert er sich.
Viel Zeit hat er momentan sowieso nicht. Stefan absolviert nach bestandenem Abitur am Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium in Potsdam-Hermannswerder eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger.
„In meinen Texten geht es um Bewusstseinserweiterung“, meint er. „Ich möchte den Menschen klar machen, dass es größere Probleme gibt, als die, mit denen sich viele beschäftigen.“ Kleidung zum Beispiel. Markenklamotten. Stefan findet: „Das ist alles nicht wichtig. Denn anderswo gibt es Armut.“ Seine Texte haben meist vier bis fünf Strophen. „Manchmal schreibe ich sie in nur zehn Minuten.“ Meistens werden Stefans eigene Begebenheiten verarbeitet. „Man kann ja nichts schreiben, was man nicht selber erlebt hat. Aber natürlich kann man auch über Träume schreiben“, sagt er. „Ideale sind ja auch Träume.“ In seinem neuesten Text geht es um jemanden, der traurig ist und dem geholfen werden muss. „Er sieht, dass er dafür selbst verantwortlich ist, dass er so traurig ist.“
„Wenn ich weiß, dass ich mit meinen Texten etwas bewirken kann, zeige ich die Gedichte auch mal rum“, erzählt Stefan. „Allerdings streite ich mich nicht gern über die Gedichte.“ Die Resonanz von seinen engsten Freunden ist ihm trotzdem wichtig. Ins Internet hat er einige seiner Texte auch schon gestellt, „aber das blieb ohne Resonanz“. Wobei: „Das war auch so eine Allerweltsseite.“ Am liebsten möchte Stefan Großhans seine Texte „mal alle aushängen, so dass die Leute sie alle lesen können“. Und wie sieht es mit einem Liebesgedicht aus? Für die Freundin? „Wenn ich sie fragen würde, ob ich ihr eins schreiben soll, würde sie sicher ja sagen“, schmunzelt er. „Aber ich kann ihr ja alles sagen.“

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