Monatsarchiv für Oktober 2005

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Boxgala im TURM

Sonntag, den 30. Oktober 2005
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SA 29.10.2005, Oranienburg, TURM-Erlebniscity

Dort, wo ich sonst meine größten Erfolge im Badminton feiere, fand am Sonnabend die ganz große Boxsause statt. Das DSF übertrug aus der Turm-Erlebniscity diverse Boxkämpfe. Auch den von Marco „Schulle“ Schulze aus Velten um den Intercontinental-Titel im Superweltergewicht.
Gegen 20 Uhr war die Stimmung eher so lala. Die Boxer im Ring schienen kaum beachtet zu werden, nur hin und wieder gab es Applaus. Unterdessen wurden die beiden DSF-Moderatoren geschminkt, auf dem Monitor lief das laufende DSF-Programm: ein Dartsmatch. Wie spannend. Wir machten uns unterdessen Sorgen über das enge Kleid der DSF-Frau, das von vorne zwar ganz nett aussah. Von hinten aber eher wie eine Presswurst.
Außerdem fragten wir uns, wann eigentlich mal jemand auf der welligen Auslegware hinknallt. Viele wunderbare Stolperfallen luden geradezu dazu ein. Und warum ziehen sich die Nummerngirls in den Ringpausen nicht von Runde zu Runde ein Kleidungsstück aus? Sie hatten alle eine Schärpe um. Von weitem sahen sie wie eine Miss aus. Miss Oberhavel oder so was. Beim näheren Hinsehen stellten sich die Schärpen aber als Reklame heraus: Miss Eberswalder Würstchen.
Inzwischen war auch das DSF auf Sendung und übertrug den gerade laufenden Kampf live in die Welt. Live aus Oranienburg. Die Moderatoren sehen sich das Treiben lieber auf dem Monitor an. Ansonsten hätte sich Frau Presswurst wahrscheinlich ihre Brille anschnallen müssen, um alles erkennen zu können.
Schulles Kampf rückte näher. Die Stimmung erreichte nun wirklich den Siedepunkt. Sprechchöre wie beim Fußball. Ich verfolge den Kampf direkt am Ring. Neben mir sitzt einer der vier Wertungsrichter, der sich aber nicht in die Karten blicken lässt. Genau zwölf davon hat er. Nach jeder Runde reicht er eine dem Ringrichter hoch. Nach Runde fünf meine ich ein 46:48 für Schulze zu erblicken.
Technisches K.o. in Runde elf. Schulle ist Intercontinentalmeister. Sein Siegerkranz, den er um den Körper gelegt bekommt, sieht zwar irgendwie nach Totensonntag aus, aber was soll’s. In der Halle wurde gefeiert.

RTelenovela

Schulle

Samstag, den 29. Oktober 2005
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Dort, wo ich sonst meine größten Erfolge im Badminton feiere, fand heute Abend die ganz große Boxsause statt. Das DSF übertrug aus der Badminton- und Tennishalle der Turm-Erlebniscity in Oranienburg diverse Boxkämpfe. Unter anderen boxte Marco “Schulle” Schulze aus Velten um den Intercontinental-Titel im Superweltergewicht. Es war einer von (ich glaube) 13 Kämpfen an diesem Abend.
Als ich gegen 20 Uhr in der Halle ankam, war die Stimmung eher so lala. Die Boxer im Ring schienen kaum beachtet zu werden, nur hin und wieder gab es Applaus. Unterdessen wurden die beiden DSF-Moderatoren geschminkt, auf dem Monitor lief das laufende DSF-Programm: ein Dart-Match. Wie spannend. Wir machen uns Sorgen über das enge Kleid der DSF-Frau, das von vorne zwar ganz nett aussah. Von hinten aber eher wie eine Presswurst. Außerdem fragten wir uns, wann eindlich mal jemand auf der welligen Auslegware hinknallt. Viele wunderbare Stolperfallen luden geradezu dazu ein. Und warum ziehen sich die Nummerngirls (die im Ring die nächste Runde anzeigen) nicht von Runde zu Runde ein Kleidungsstück aus? Alle hatten eine Schärpe um. Von weitem sahen sie wie eine Miss aus. Miss Oberhavel oder so was. Beim näheren Hinsehen stellten sich die Schärpen aber als Reklame heraus: Miss Eberswalder Würstchen.
Inzwischen ist auch das DSF auf Sendung und überträgt den Kampf, der zu sehen ist, live in die Welt. Live aus Oranienburg. Die Moderatoren sehen sich das Treiben lieber auf dem Monitor an. Ansonsten hätte sich Frau Presswurst wahrscheinlich ihre Brille anschnallen müssen, um alles erkennen zu können.
Schulles Kampf rückte näher. Die Stimmung erreichte nun wirklich den Siedepunkt. “Wir woll’n den Schulle sehn…” Sprechchöre wie beim Fußball. Als Schulze die Arena betritt, gibt es einen wahnsinnigen Jubel. Als sein Gegner Hinteregger kommt, eher weniger. Er kommt mit dem Song “Eye Of The Tiger” herein. Sehr einfallsreich, war das doch vor Jahren schon der Song vom “Tiger”.
Ich verfolge den Kampf direkt am Ring, habe die allerbeste Sicht. Neben mir sitzt einer der vier Wertungsrichter, der sich aber nicht in die Karten blicken lässt. Genau 12 davon hat er. Nach jeder Runde reicht er eine dem Ringrichter hoch.
Schon am Ende von Runde 1 der erste Niederschlag durch Schulle. Hinteregger scheint angekratzt. Aber das scheint nur so. Boxer sind ja harte Jungs. Als Schulle seinen Gegner später in die Ecke drängt, brandet erneut großer Jubel auf.
Schwerer Treffer ins Schulles Gesicht in Runde 5. Nur einen kurzen Augenblick scheint der Veltener irritiert. Aber bei meinem Kampfrichter neben mir führt er nach dieser Runde mit 46:48.
Runde 11: Abbruch des Kampfes. Marco Schulze gewinnt. Einige Journalisten hinter mir mosern ein wenig. Na ja, so ganz klar, warum der Abbruch gerade jetzt kam, war es mir auch nicht.
Schulle ist nun Intercontinentalmeister. Sein Siegerkranz, den er umbekommt, sieht zwar irgendwie nach Totensonntag aus, aber was soll’s.
Danach kam zwar noch ein weiterer Kampf – mir aber hat’s gereicht. War aber eine sehr interessante Erfahrung, so einen Boxkampf quasi hautnah gesehen zu heben.
Und wenn ich wieder diese Halle betrete, mache ich alle im Badminton fertig. Ganz sicher. Auf Schulles Spuren…

RTelenovela

99

Donnerstag, den 27. Oktober 2005
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Ideal ist es, wenn in einem Proseminar an der Uni 20 Teilnehmer sind. Das ist übersichtlich. Man kann kleine Gruppen bilden und vielleicht zu zweit am Vortrag arbeiten, der im Laufe des Semesters im Proseminar gehalten muss.
Heute am Otto-Suhr-Institut: Politik-Proseminar zum Thema Rechtsextremismus. Wir sind nicht 20, sondern 99. Wir sitzen in einem Raum, ach was, in einem Saal, der normalerweise für Vorlesungen genutzt wird. Ohne Mikro wäre der Seminarleiter nicht zu verstehen.
Er habe sein ganzes Konzept umschmeißen müssen. Mit 99 Leuten im Kurs müsse man alles anders machen. Eine Mischung aus Vorlesung und Seminar.
Die Gruppen für den Vortrag bestehen nun nicht aus 2 Personen, sondern aus – TUSCH – 10 Leuten. Sehr vielversprechend.
Wir müssen uns in die Seminarliste eintragen, dann wird gelost, wer in welche Arbeitsgruppe soll. Wer aufgerufen wird, soll sich draußen vor dem Raum mit seiner Gruppe treffen, um einen ersten Termin für einen Treff auszumachen. Mit zehn Leuten dürfte das schwierig werden. Aber unser Seminarleiter ist ja nicht so: Tauschbörsen seien auch erlaubt. Wer tauschen will, muss einfach einen anderen finden, der wechseln will.
Zum Ende der Stunde setzte also ein gewaltiges Gewusel ein.
Überraschung: Wir sind nur 9. Unser Thema: Rechtsradikalismus in der DDR. Nächsten Donnerstag nach dem Seminar wollen wir uns besprechen.
Das wird spannend.

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1700 Euro

Donnerstag, den 27. Oktober 2005
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1700 Euro hätte die Reparatur aller Schäden an meinem Auto gekostet, hätte ich allem zugestimmt, was man mir geraten hat. Sonst kommt mein tolles Auto nicht durch den TÜV.
Ich war mal wieder total blauäugig. Wieso dachte ich nur, ich fahre das Ding mal schnell zur Werkstatt, um es dann am Abend mit TÜV wieder abholen zu können? Das wäre ja mal verdammt zu einfach gewesen.
So holte ich das Ding vorhin wieder aus Oranienburg-Süd ab – glücklicherweise musste ich keinen Cent bezahlen.
Zumal es mir in dem Fall mal wieder nicht gelungen ist, mich von meinem Vater zu emanzipieren. Sonst kam das Auto immer in eine Werkstatt nach Schmachtenhagen. Beim vorletzten großen “Störfall” im Januar 2004 haben die aber kläglich versagt, haben den damaligen Fehler nicht gefunden, so dass wir extra in eine Werkstatt nach Berlin-Wittenau fahren mussten. Außerdem kann ich die dortigen Arrogantlinge nicht leiden. Ich hasse es, wenn sie einem merken lassen, dass man ja von Autos so überhaupt gar keine Ahnung hat.
Um so größer war meine Freude dann also, als mein Vater vorhin meinte: “Ich hab es dir ja gleich gesagt.” Na toll.
Montagabend kommt das Auto nun – hurra – nach Schmachtenhagen in die Werkstatt. Dienstag dann Reparatur und TÜV. Nun gut, äußerst positiv ist dort natürlich, dass es da wesentlich preiswerter wird. Hoffe ich zumindest. Etwas Gutes muss die Sache ja haben…

RTelenovela

Fahrerflucht

Donnerstag, den 27. Oktober 2005
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Schock in der Morgenstunde. Ich angele einen Brief aus dem Briefkasten. Er ist an mich. Vom Amtsgericht Oranienburg.
Amtsgericht? Was wollen die denn?
Ladung. Na toll. Was ist passiert?
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort. Wie bitte, was?? Hab ich was verpasst?
Nach dem ersten Schreck lese ich mir den Brief nochmal ganz in Ruhe durch.
Es handelt sich nicht um eine von mir verursachte Fahrerflucht.

Rückblende.
19. Juli 2004. Tom und ich stehen nach dem Schwimmen noch auf dem Parkplatz am Turm. Ein Auto parkt aus und rammt einen parkenden Wagen. Die Beifahrerin guckt kurz. Aber dann fahren sie weiter.
Wir hinterlassen einen Zettel mit unseren Daten am Scheinwischer des dann verbeulten Autos.

Und jetzt müssen wir als Zeugen aussagen. Am 19. Dezember um 13.30 Uhr vor dem Amtsgericht in Oranienburg.
Kommt Frau Salesch auch? Überträgt Phoenix? Oder wenigstens Oberhavel TV?

RTelenovela

Zahnarzt (7)

Mittwoch, den 26. Oktober 2005
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Kurz, aber nicht ganz schmerzlos – so könnte man in Kurzform den heutigen Zahnarztbesuch beschreiben.
Rauf auf den Stuhl und los ging’s. Die Provisorien der Brücke und der Krone wurden runtergenommen – ziemlich unangenehm. Aber nichts im Vergleich zu dem, was dann kam.
Die echte Brücke und die echte Krone wurden auf das Gebiss gesetzt. Ein Schmerz, der schwer zu beschreiben ist. Aber irgendwie ein scharfes Brennen. Oder so. Mit dem Zeug im Mund musste ich dann auf einen Wattebausch (oder was immer das auch war) beißen.
Langsam legte sich der Schmerz.
Als der Bausch wieder rausgenommen wurde, blieb einiges davon am Gebiss kleben. Woraufhin die Zahnärztin den Rest rauskratzte. Schon wieder unangenehm. Dann schleifte sie hier und da noch ein wenig rum.
Jetzt ist es immer noch ein seltsames Gefühl – ein Fremdkörper, der noch leicht drückt. Und so richtig traue ich mich auch noch nicht, etwas zu beißen.
Nächste Folge – voraussichtlich am 4. November…

RTelenovela

Schnürsenkel

Dienstag, den 25. Oktober 2005
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Wer schon mal mit mir unterwegs war, dürfte das schon erlebt haben: Plötzlich hocke ich mich auf den Gehweg und fummle an meinen Schuhen rum. Der Schnürsenkel ist offen. Das kommt öfter vor.
Heute auch wieder. Ich verlasse um 6.50 Uhr das Haus, laufe auf den Bahnhof zu. Erstes Mal. Beide Seiten! Nun gut, in meinem Morgentran kann das schon mal passieren.
Das zweite Mal: Im Zeitungsladen im Bahnhof – ich habe es also nicht mal bis zur S-Bahn geschafft.
Das dritte Mal: auf dem Weg vom U-Bahnhof Thielplatz zur Uni.
Vielleicht gerade mal drei Minuten später: das vierte Mal. In der Uni, auf der Treppe.
Im Seminarraum hab ich dann gesessen – da kann glücklicherweise nicht viel passieren.
Aber dann – auf dem Weg in die Stadt. Das fünfte Mal.
Erstaunlicherweise das letzte Mal heute. Dabei musste ich noch zurück zur Bahn laufen, vom Bahnhof zurück, …
Was mache ich bloß falsch?? Ich sollte mir neue Schuhe kaufen. Oder zumindest andere Schnürsenkel.