Monatsarchiv für September 2005

RTZapper

Blick in die Zukunft

Donnerstag, den 29. September 2005
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MI 28.09.2005, 0.00 Uhr (Do.), NBC Europe

Angelika kann jeder anrufen. Egal, „welches Fragen Sie haben“, wie sie sagt. Angelika legt Karten und sieht darin unsere Zukunft. Ihren Abendkurs im Stricken hat sie wahrscheinlich geschmissen, bevor sie den Job beim „Blick in die Zukunft“ bekam. Wer 1,86 Euro pro Minute berappen will, kann von ihr also eine exklusive Programmvorschau bekommen. Auch wenn es die seltsamsten Fragen sind. So wollte am vergangenen Mittwochabend ein Mann wissen, ob bei ihm eingebrochen worden sei. Vielleicht hätte er mal die Polizei fragen sollen. In den Karten sieht Angelika jedenfalls, dass nichts abhanden gekommen ist. Wie beruhigend. Wie kompetent Angelika und ihre Karten sind? Zweifelt jemand dran? Schließlich steht da auch, dass das Gebäude ebenerdig ist und dass davor ein paar Bäume rumstehen. Ach ja, und dass der Anrufer „schlau wie ein Fuchs“ ist. Über Letzteres ließ sich streiten. Das Schlimme ist, dass genau dieser unseriöse, teure Kram neuerdings auch in der Sendepause vom Kinderkanal (Astra analog) zu sehen ist!

RTelenovela

Mahnmal

Montag, den 26. September 2005
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Vielleicht ist das ja ein wenig doof, was ich jetzt schreibe – aber so ist es nun mal…
Ich war heute Nachmittag mit Flo beim Holocaustmahnmal in Berlin. Dass es irgendwie imposant und natürlich auch interessant ist, kann natürlich niemand abstreiten. Dass das Mahnmal aber bewirkt, dass man über die jüdischen Opfer im Zweiten Weltkrieg nachdenkt – das Gefühl stellt sich bei mir nicht ein.
Wenn man durch die Gänge läuft, scheint es, als sei man ganz allein. Nur wenn man die vielen “Kreuzungen” betritt, kann man rechts und links Leute in den anderen Gängen sehen.
Klingt ketzerisch: Eigentlich kann man hier super Verstecken spielen. Oder wunderbare Fang-mich-Spiele. Flo lief irgendwo anders lang. So machte ich mir dann den Spaß, ihn schnellstmöglich wiederzufinden. Und das ist in dem “Labyrinth” alles andere als einfach. Hat man den andern einmal erblickt, kann man zwar hinterherlaufen. Dennoch verliert sich die Spur wieder sehr schnell.
Ja, da kommt dann das Kind im Manne durch…
Insofern hat das Ganze Spaß gemacht – auch wenn die Stätte dafür nicht gemacht ist. Ich weiß…

RTZapper

Die 100 nervigsten Bands

Sonntag, den 25. September 2005
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SA 24.09.2005, 20.15 Uhr, ProSieben

De Randfichten sind die nervigste Band Deutschlands. Zumindest sind die ProSieben-Zuschauer dieser Meinung. Mit denen, die dafür sorgten, dass der Holzmichel monatelang auf Platz 1 der Charts stand, hat sicher niemand geredet. Vielleicht war es denen aber auch peinlich. Peinlich – das ist übrigens ein gutes Stichwort für „Die 100 nervigsten Bands“, am Sonnabendabend auf ProSieben. Lauter nervige C-Promis durften sich dort nämlich äußern, wie schrecklich nervig doch Wildecker Herzbuben, Silbermond, AC/DC und Co. sind. Doch wenn dabei nicht mehr rauskommt als „Die sind so was von scheiße!“ – dann können wir gern auf diese „Kommentare“ verzichten. Auch dass die „Comedians“ im Studio ihre sowieso schon lauen Gags nur vom Blatt ablasen: wie ärmlich! Und vor allem: nervig!

RTelenovela

Partystadt

Samstag, den 24. September 2005
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Hennigsdorf erwies sich heute Abend wieder als DIE Partystadt in Oberhavel, ach was in ganz Deutschland. Gegen 22.00 Uhr drängten sich die Menschenmassen am Postplatz. Glücklicherweise bekamen wir gerade noch so einen Parkplatz neben dem “Ziel”.
Im Kinocenter wurden wir auch freundlich begrüßt. Wir drei waren die einzigen Besucher im gesamten Kino. Während wir die Karten kauften (”Spiel ohne Regeln”), lief der Filmvorführer an uns vorbei und murmelte: “Nächstes Mal können Sie auch früher kommen.” Wir wussten nicht so genau, wie er das meinte. Es war 22.14 Uhr, der Film sollte 22.15 Uhr beginnen. Aber vielleicht war er auch nur bockig, weil er jetzt doch noch 2 Stunden länger im Kinofoyer rumsitzen musste.
Natürlich waren wir auch im Saal die einzigen. So konnten wir den Film lautstark kommentieren.
Für die paar Hanseln im “Ziel” wurden dann auch nicht extra die Rolltreppen angeschaltet. Aber den weg nach unten, zurück auf den Postplatz, haben wir auch so geschafft.
An meinem Auto pappte unterdessen McDonald’s-Werbung für den Lieferservice. Den werden wir sicher bald mal in Anspruch nehmen. Da die McD-Filiale aber sowieso auf dem Weg nach Oranienburg lag, legten wir dort einen Zwischenstopp ein. Auch hier waren wir die einzigen Gäste.
Was ist nur aus der Partystadt geworden? Liegen die Hennigsdorfer alle im Delirium??

RTelenovela

Abi98

Freitag, den 23. September 2005
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Wenn die Helden “Die Zeit heilt alle Wunder” singen, verstehe ich immer “Die Zeit heilt alle Wunden”. Grad läuft es wieder im Radio.
Obwohl – so schlimm war es dann in der Schule doch nicht. Heute war in meiner alten Wirkungsstätte der jährliche Ehemaligenball. Zwar waren aus meinem Jahrgang nicht allzu viele da, es war aber trotzdem ganz lustig, weil ich mich mit denen und ein paar Lehrern gut unterhalten habe.
Ich finds eigentlich ganz schön, wenn man hin und wieder mal Menschen aus seiner Vergangenheit trifft, um zu sehen, was aus ihnen geworden ist.

RTZapper

BR Verkehr

Mittwoch, den 21. September 2005
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Verkehr rund um die Uhr. Davon träumen wir doch alle, oder? In Bayern ist das jetzt möglich. Denn dort gibt es den Radiosender BR Verkehr. 24 Stunden Verkehrsmeldungen, ohne Musik, ohne Nachrichten. Kein Schnickschnack, sondern nur Staus und Unfälle in der Dauerschleife. Vorgelesen von einer Computerstimme, die leider nicht immer sehr verständlich ist. So klingt die Wortgruppe „auf der A 8“ beim Computermann so: „aufa (eine Sekunde Pause) Aacht“. Ein ganz toller Radiosender. Viel zu anstrengend, um sich den automatischen Wortmüll die ganze Zeit über anzuhören.

RTelenovela

Behindert

Mittwoch, den 21. September 2005
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Als ich gestern früh zum Badminton fuhr, hatte ich ja eigentlich mehr die Sorge, ob ich wegen der Zahnwunde überhaupt richtig spielen könne. Glücklicherweise war das aber letztlich kein Problem. Allerdings habe ich auch nicht noch einmal gewonnen – aber mit dem Sieg vom letzten Mal bin ich ja schon hochzufrieden.
Nach dem Spiel habe ich dann noch ein Match auf dem Nebenfeld beobachtet. Ich setzte auf die Befestigung des Netzes. Die lag wohl ein wenig tief, jedenfalls gab es plötzlich ein Ziehen in meinem linken Bein. Na toll – eine leichte Zerrung. Spiel 2 war damit für mich erledigt. Des Rest des Tages humpelte ich.
Langsam wirds Zeit für die Invalidenrente…