Monatsarchiv für August 2005

RTelenovela

Powerbezirk

Samstag, den 27. August 2005
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Ich habe am Abend Berlins Powerbezirk Friedrichshain besichtigt. Kneipentour in der Simon-Dach-Straße. Lohnt sich wirklich, da mal hinzufahren, auch wenn leider nach 23 Uhr niemand mehr draußen sitzen darf, weil sich die Anwohner immer über den Lärm beschweren. Nebenbei habe ich beim Power-Mau-Mau 26 Runden hintereinander verloren (ja, das geht, waren aber spezielle Regeln). Erst die 27. brachte mir Glück.
Morgen, also heute, geht’s nach Hennigsdorf, irgend so ne Nachwuchsband soll da spielen. Na ja, ist ja nicht so wichtig, Hauptsache Mary Roos spielt danach – und Gerhard Schöne dann in der Oranienburger Orangerie! Also nach dem Kneipen-Freitag ein Kultur-Sonnabend.

RTZapper

Talk der Woche

Montag, den 22. August 2005
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SO 21.08.2005, 22.15 Uhr, Sat.1

Spannende Gäste hat sich Bettina Rust am Sonntagabend in ihren „Talk der Woche“ auf Sat.1 eingeladen. Klar, dass Markus Söder (CSU) und Gregor Gysi (Linkspartei-PDS) über Stoibers Ost-Entgleisungen diskutierte. Hugo-Egon Balder, der als dritter Gast geladen war, hatte dazu nicht viel zu sagen. Auch, weil er kaum zu Wort kam. Warum aber wird dieses brisante Thema nach 20 Minuten abgewürgt, um über den Prozess von Andreas Türck zu diskutieren? Ein Thema, dass Söder und Gysi sehr ratlos machte, weil sie dazu überhaupt gar nichts zu sagen hatten. Da sind schon mal zwei Top-Gäste in der Sendung, die sich herrlich miteinander streiten. Aber nein, es muss auch noch ein Boulevardthema rein. Und: Frau Rust, bitte versuchen Sie es doch auch mal mit mehreren Stimmlagen, weniger monoton. In Ihrer RadioEins-Talkshow können Sie das doch auch!

RTZapper

Sabine Christiansen

Montag, den 22. August 2005
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SO 21.08.2005, 21.45 Uhr, Das Erste

Liebe Frau Christiansen! Für harte Fragen in Ihrer Talkshow sind Sie ja sowieso nicht bekannt. Aber wenn Sie an einem Gast wirklich interessiert sind, warum haken Sie dann nie nach, wenn eine Frage von Ihnen nicht beantwortet wird? So fragten sie, ob sich Angela Merkel als Ostdeutsche nicht von Stoibers Aussagen angegriffen fühle. An sich schon mal nicht innovativ. Die gleiche Frage wurde der Politikerin drei Stunden zuvor in „Berlin direkt“ (ZDF) und zehn Tage vorher in „Berlin Mitte“ (ZDF) gestellt. Um nur zwei Sendungen zu nennen. Angela wich jedesmal aus, in dem sie meinte, dass sie schließlich von Ost und West gewählt werden würde. Weder Sie, Frau Christiansen, noch die anderen Journalisten haben an dieser Stelle nachgehakt, dass die Frage damit doch gar nicht beantwortet ist. Oder sind Sie in Wirklichkeit gar nicht an der Antwort interessiert, sondern einfach nur froh, dass Frau Merkel in Ihrer Show ist? So ein Schmusekurs bringt uns gar nichts.

aRTikel

Auf ein Wort: Der Flop war absehbar

Montag, den 22. August 2005
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MAZ Oranienburg, 22.8.2005

 

Keine Frage: Das Birkenwerder Open Air war für Veranstalter Alexander Denk ein peinlicher Flop. Die Bühne war nicht fertig, es gab keinen Strom, das Programm begann verspätet und musste gekürzt werden. Und nur etwa 300 Zuhörer kamen. Denk steht vor einem Rätsel.
Dabei war das Desaster schon vorher absehbar. Das Konzept des Birkenwerder Open Airs war so nicht durchzusetzen. Die Jugendlichen in der Region sind nicht bereit, um die 20 Euro für das BOA zu zahlen. Die Gruppe Die Happy mag zwar bekannt sein. So beliebt, dass sie allein Massen anzieht, ist sie aber nicht. Das Argument, andere Festivals kosten noch mehr Geld, zählt auch nicht. Dort werden auch mehr bekannte Bands geboten. Die meisten der Vorgruppen des BOA sind hier völlig unbekannt. Wo blieben die lokalen Bands?
Zu schnell wollten die Veranstalter zu hoch hinaus mit dem Birkenwerder Open Air. Klein, aber fein: Vier Bands aus der Region plus eine bekanntere aus Berlin – Fuzzy Casino kam erneut gut an – hätten aus dem BOA mit straffer Organisation ein gutes Open Air machen können. Zu bezahlbaren Preisen. Für den Veranstalter und vor allem für die Gäste.

RTZapper

Das TV-Duell: Stoiber kneift

Mittwoch, den 17. August 2005
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Momentan will sich jeder Politiker mit anderen Politikern duellieren. Jeder? Nein, nicht jeder. Einer hat plötzlich gar keine Lust mehr auf ein TV-Duell. Denn das, was Stoibers Edmund bisher so von sich gegeben hat (von wegen frustrierte Ossis), kam bisher auch nicht so wirklich gut an beim Wählervolk. Dabei hat er das doch alles nicht so gemeint. Jedenfalls irgendwie. Aber eben nicht so. Oder wie auch immer. In diesen bayerischen Bierzelten (vielleicht ein Bierchen zu viel, Edi?) geht es eben ein wenig härter zu als bei den Wahlkampfreden in Preußen. Aber ein TV-Duell mit Oskar Lafontaine? Nein, ganz plötzlich hat der Bayer darauf keine Lust mehr. Edmund Stoiber ist doch eigentlich nur noch peinlich.

aRTikel

Die Fünften von 7000

Mittwoch, den 17. August 2005
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Kimono aus Oberhavel beim internationalen Emergenza-Finale im bayerischen Taubertal


MAZ Oranienburg, 17.8.2005

ROTHENBURG

Mit dem fünften Platz im Gepäck sind die Jungs von Kimono am Montag aus Rothenburg ob der Tauber abgereist. In der fränkischen Stadt fand am Wochenende im Rahmen des Taubertal-Festivals das internationale Finale des Emergenza-Bandwettbewerbes statt. Von insgesamt 7000 Gruppen aus Europa und Nordamerika, die an den vielen Vorrunden teilnahmen, kamen 19 nach Nordbayern ins Taubertal.
Die fünf Jungs aus Oranienburg und Umgebung sowie Berlin hatten in diesen Tagen aber auch die Gelegenheit, Bands wie Mando Diao, Silbermond, Juli, Mia oder die Sportfreunde Stiller live zu erleben. Farin Urlaub spielte als Überraschungsgast auf dem Festival.
Die Emergenza-Bühne stand der Hauptbühne gegenüber, so dass die Auftritte aufeinander abgestimmt waren. So kam es auch, dass Kimono am Sonnabend genau vor den Sportfreunden Stiller spielten.
„Wir kommen aus dem frustrierten Berlin“, meinte Sänger Lukas Pizon zum Anfang des Kimono-Auftrittes in Bezug auf die Ost-Aussagen des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber. Songs wie „Schmetterling“ und „Immer wenn wir träumen“ kamen bei den Zuhörern recht gut an.
Und zum Glück hielt das Wetter. Zumindest am Sonnabend. Denn am Tag zuvor war das Gelände eine einzige schlammige Fläche. Aufgeweicht vom Regen, der über dem Taubertal niederging.
Erstmals richtig voll vor der Hauptbühne wurde es am späten Sonnabendnachmittag. Schnell hatte Silbermond das Publikum in der Hand. Farin Urlaub dagegen schaffte es diesmal nicht ganz, die Massen hinter sich zu bringen.
Am Sonntagnachmittag verkündete die Emergenza-Jury ihre Ergebnisse. Das internationale Finale hat die dänische Band Rock Hard Power Spray vor den US-Amerikanern Natives Of The New Dawn gewonnen. Kimono, die im Juni das Berlin-Finale gewonnen hatten, landeten auf Platz 5.
Für die Band, die zwar seit 1999 existiert, aber erst seit März dieses Jahres Kimono heißt, gab es noch zwei Sonderpreise. Benjamin Steinke wurde als drittbester Bassist geehrt und gewann somit einen Bass. Christoph Hengelhaupt ist drittbester Schlagzeuger. Sein Gewinn ist ein Becken-Set. „Wir wussten gar nicht, dass es diese Einzelpreise gibt“, meint Christoph Hengelhaupt danach überrascht. „Damit habe ich gar nicht gerechnet“, lacht der 20-jährige Hohen Neuendorfer. „Damit hat sich der geplante Neukauf eines Basses für mich erst mal erledigt“, erzählt Benjamin Steinke. „Im Feedback-Gespräch mit der Jury wurde nämlich ausgerechnet das wohl fehlende Zusammenspiel zwischen Bass und Schlagzeug bemängelt“, wundert er sich.
Ein guter fünfter Platz und zwei Sonderpreise. So hat sich die lange Reise in den Süden für Kimono auf jeden Fall gelohnt.

Kimono live am 27.August um 15.15Uhr auf dem Postplatz in Hennigsdorf.
Internet: www.kimonoklub.de

RTelenovela

Taubertal

Montag, den 15. August 2005
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Der Freitag war nass. Sehr nass. Und schlammig. Das Festival-Gelände verwandelte sich in eine große Matschfläche, was nicht so sehr angenehm war.
Musikalische Highlights am Freitag: Die Bands Das Pop und The Toy Dolls. Insgesamt waren Freitag nur Bands, die mich nicht so sehr interessiert haben.

Die Band übernachtete in einer Jugendherberge in Rothenburg, wir waren auf einem Zeltplatz in der Nähe des Ortes. Na ja, Zeltplatz kann man nicht sagen. Es war eher ein Feld auf dem jetzt halt mal ein paar Zelte rumstanden. Sanitäre Anlagen waren vorhanden. Vereinzelt.
Übrigens schliefen wir in Baden-Württemberg. Denn wenige Meter vor unserem Zelt verlief die Grenze zwischen Bayern und BaWü.

Der Sonnabend war dagegen trocken und – geil.
Die Sportfreunde Stiller bildeten mein absolutes Festival-Highlight! Farin Urlaub war auch sehr unterhaltsam, ebenso wie Silbermond. Juli spielte danach auf einer anderen Bühne, zu der so ziemlich alle Silbermond-Fans hinwollten. Was zu einem Chaos führte – und dazu, dass wir schnell beschlossen, nach 10 Minuten das Juli-Konzert wieder zu verlassen.
Tele fand ich okay, mit der Zeit ein wenig langweilig. Putzig war VIVA-Moderator Tobi Schlegl mit seiner Band Die Familie. Musikalisch eher durchschnittlich.
In Sachen Emergenza (die Bühne stand gegenüber der Hauptbühne) hat mich Indra aus Manchester fasziniert. Und natürlich Kimono, die vor den Sportfreunden spielten. Was für die Band nicht unbedingt ein Vorteil war. Denn zwischen Farin Urlaub und Sp.Stiller wollte natürlich kaum jemand seinen Platz vor der Hauptbühne verlassen. Trotzdem werden sie die Kimono-Klänge zumindest von weitem gehört haben.
Den Sonnabend zu Ende brachte die Band Madsen, die ganz okay waren – aber natürlich nach Sp.Stiller nix mehr reißen konnten…

Rothenburg ob der Tauber ist übrigens ganz niedlich. Eine Spezialität sind die Schneeballen, die es bei jedem Bäcker gibt. Und die Teilchen. Und Susi und ihre strenge Chefin.

Vom Sonntagsprogramm haben wir nicht allzuviel mitbekommen, bis zum Nachmittag trieben wir uns in der Stadt (Susi hatte frei) und in der Jugendherberge rum.
Nach der Siegerehrung spielte noch Mia. Ging so.

Um 20.30 Uhr ging’s dann am Sonntag wieder zurück in Richtung Heimat.
Ich danke der überaus netten Verkäuferin an der Raststätte Köckern, dass sie mir, obwohl es schon 23.45 Uhr war, doch noch den Milchreis warmgemacht hat. Obwohl ja schon das Nachtmenü galt. Weshalb sie auf meine Nachfrage auch fix das Milchreis-Schild versteckt hat. Danke nochmal. Und an die Kollegin: Lächle doch mal!
“Benjamin Blümchen als Koch” begleitete uns dann auf den Berliner Ring.