Tagesarchiv für 22. August 2005

RTZapper

Talk der Woche

Montag, den 22. August 2005
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SO 21.08.2005, 22.15 Uhr, Sat.1

Spannende Gäste hat sich Bettina Rust am Sonntagabend in ihren „Talk der Woche“ auf Sat.1 eingeladen. Klar, dass Markus Söder (CSU) und Gregor Gysi (Linkspartei-PDS) über Stoibers Ost-Entgleisungen diskutierte. Hugo-Egon Balder, der als dritter Gast geladen war, hatte dazu nicht viel zu sagen. Auch, weil er kaum zu Wort kam. Warum aber wird dieses brisante Thema nach 20 Minuten abgewürgt, um über den Prozess von Andreas Türck zu diskutieren? Ein Thema, dass Söder und Gysi sehr ratlos machte, weil sie dazu überhaupt gar nichts zu sagen hatten. Da sind schon mal zwei Top-Gäste in der Sendung, die sich herrlich miteinander streiten. Aber nein, es muss auch noch ein Boulevardthema rein. Und: Frau Rust, bitte versuchen Sie es doch auch mal mit mehreren Stimmlagen, weniger monoton. In Ihrer RadioEins-Talkshow können Sie das doch auch!

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RTZapper

Sabine Christiansen

Montag, den 22. August 2005
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SO 21.08.2005, 21.45 Uhr, Das Erste

Liebe Frau Christiansen! Für harte Fragen in Ihrer Talkshow sind Sie ja sowieso nicht bekannt. Aber wenn Sie an einem Gast wirklich interessiert sind, warum haken Sie dann nie nach, wenn eine Frage von Ihnen nicht beantwortet wird? So fragten sie, ob sich Angela Merkel als Ostdeutsche nicht von Stoibers Aussagen angegriffen fühle. An sich schon mal nicht innovativ. Die gleiche Frage wurde der Politikerin drei Stunden zuvor in „Berlin direkt“ (ZDF) und zehn Tage vorher in „Berlin Mitte“ (ZDF) gestellt. Um nur zwei Sendungen zu nennen. Angela wich jedesmal aus, in dem sie meinte, dass sie schließlich von Ost und West gewählt werden würde. Weder Sie, Frau Christiansen, noch die anderen Journalisten haben an dieser Stelle nachgehakt, dass die Frage damit doch gar nicht beantwortet ist. Oder sind Sie in Wirklichkeit gar nicht an der Antwort interessiert, sondern einfach nur froh, dass Frau Merkel in Ihrer Show ist? So ein Schmusekurs bringt uns gar nichts.

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aRTikel

Auf ein Wort: Der Flop war absehbar

Montag, den 22. August 2005
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MAZ Oranienburg, 22.8.2005

 

Keine Frage: Das Birkenwerder Open Air war für Veranstalter Alexander Denk ein peinlicher Flop. Die Bühne war nicht fertig, es gab keinen Strom, das Programm begann verspätet und musste gekürzt werden. Und nur etwa 300 Zuhörer kamen. Denk steht vor einem Rätsel.
Dabei war das Desaster schon vorher absehbar. Das Konzept des Birkenwerder Open Airs war so nicht durchzusetzen. Die Jugendlichen in der Region sind nicht bereit, um die 20 Euro für das BOA zu zahlen. Die Gruppe Die Happy mag zwar bekannt sein. So beliebt, dass sie allein Massen anzieht, ist sie aber nicht. Das Argument, andere Festivals kosten noch mehr Geld, zählt auch nicht. Dort werden auch mehr bekannte Bands geboten. Die meisten der Vorgruppen des BOA sind hier völlig unbekannt. Wo blieben die lokalen Bands?
Zu schnell wollten die Veranstalter zu hoch hinaus mit dem Birkenwerder Open Air. Klein, aber fein: Vier Bands aus der Region plus eine bekanntere aus Berlin – Fuzzy Casino kam erneut gut an – hätten aus dem BOA mit straffer Organisation ein gutes Open Air machen können. Zu bezahlbaren Preisen. Für den Veranstalter und vor allem für die Gäste.

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