Monatsarchiv für Februar 2005

RTZapper

Bundesvision Song Contest 2005

Freitag, den 11. Februar 2005
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DO 10.02.2005, 20.15 Uhr, ProSieben

Sensation: Berlins musikalischer Publikumsliebling Sido nahm während seines Auftritts beim Bundesvision Song Contest seine Maske ab! Vielleicht nicht die beste Entscheidung. Denn nun konnte jeder feststellen, dass einige wenige Menschen mit Maske eben doch besser aussehen. Also, Sido: Maske nächstes Mal bitte wieder auf! Die Randfichten schienen mit ihrer Volksmusik zwar ein wenig deplatziert, eine gute Show lieferten sie trotzdem. Andere Bands dieses Abends haben es leider nicht geschafft, dem deutschen Pop ein gutes Ansehen zu verschaffen. Die Sängerin der Gruppe Klee hatte am Sonnabend stimmlich leider nur sehr wenig zu bieten und machte zudem später beim Interview mit Oliver Pocher einen nicht wirklich hellen Eindruck. Selbst die Gewinner, Juli, haben ihren Sieg wohl nur ihrem kommerziellen Erfolg zu verdanken. An der Stimme der Sängerin hat es an dem Abend nicht gelegen. Während des Votings hatten Deutschlands Radiosender die Gelegenheit, sich zu präsentieren. Für Berlin war das coole Kiss FM am Start. Reicht denn Sido nicht als Vertreter für Berlin? Dann auch noch eine Radiomoderatorin, die mit ihrer Blödheit dafür wirbt, auch weiterhin nicht Kiss FM zu hören! Fakt ist trotzdem, dass Stefan Raab uns einen spannenden und zuweilen skurrilen Abend geboten hat.

aRTikel

Er sah die komischen Aspekte

Donnerstag, den 10. Februar 2005
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Jürgen von der Lippe über seine ersten Auftritte

MAZ Oranienburg, 10.2.2005

Mit seinem neuen Soloprogramm „Alles was ich liebe“ gastiert Jürgen von der Lippe seit Sonnabend in der Universität der Künste in Berlin. Über seine Schulzeit und seine ersten Auftritte vor Publikum sprach er mit MAZ-Mitarbeiter Robert Tiesler.

Stimmt es, dass Sie 1964 Ihren ersten Auftritt auf einem Schulball hatten?
Jürgen von der Lippe: Ja, wir machten damals so ein bisschen Musik. Wir spielten unter anderem „Wild Things“ oder „Jack The Ripper“. Ich hatte damals schon einen festen Abend zusammen mit einem Kumpel.

Wussten Sie zu dieser Zeit auch schon, dass Sie später einmal ein Komödiant werden wollen?
von der Lippe: Ich ging auf ein erzkonservatives humanistisches Gymnasium. Und ich war schon immer der Junge, der aus allem die komischen Aspekte herausfand.

Feierten Sie damals auch schon große Erfolge?
von der Lippe: Zumindest hat mir das in der Zeit dann feste und sichere Partyeinladungen verschafft.

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Johannes B. Kerner

Mittwoch, den 9. Februar 2005
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DI 08.02.2005, 22.45 Uhr, ZDF

Sängerin Michelle war am Dienstagabend zu Gast bei Johannes B. Kerner. Obwohl: Eigentlich war nicht die Michelle, sondern die Tanja zu Gast. Denn: Michelle, die Sängerin, und Tanja, die Privatperson, sind eins. Irgendwie. Irgendwie aber auch nicht. Denn: Michelle ist nicht Tanja. Weil: Michelle steht auf der Bühne und trällert Schlager. Und die Tanja nicht. Tanja kümmert sich zu Hause um die Kinder. Und das muss man akzeptieren. Macht die Tanja schließlich auch. Die Michelle sowieso. Aber Tanja ist traurig. Über Michelle. Weil sie so erfolgreich ist. Und in den Boulevardblättern ihr Privatleben breit tritt. Das von Tanja, äh, von Michelle. Aber irgendwie dann doch eher von Tanja. Ich bin verwirrt. Jedenfalls schert sich die Michelle (oder doch die Tanja?) da gar nicht drum. Und die Tanja (Michelle?) kommt deshalb mit der Michelle (Tanja?) nicht mehr klar. Arme Tanja, äh, Michelle, äh, Tanja. Ach, was soll’s…

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Der Fall Oliver Pocher – Dana Gottschalk

Dienstag, den 8. Februar 2005
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Wie gut, dass Dana Gottschalk einen Anwalt hat, der merkte, wie weh man ihr getan hat. Denn ihr selbst fiel das nicht auf. Die Idee war nicht schlecht: Frau Gottschalk darf bei „Wetten, dass…?“ mit ihrem Namensvetter Thomas sprechen. Dummerweise stand aber Oliver Pocher neben ihr. Der sie auf ihr Aussehen ansprach. Ein wenig uncharmant. Dana Gottschalk machte aber nicht den Eindruck, als sei sie getroffen von diesem bösen Scherz. Im Gegenteil, sie konterte scharf, alles war gegessen. Erst danach: Da sah sie, was ihr angetan wurde. Das schmerzte. So sehr, dass Pocher nun mehr als 30000 Euro zahlen soll. Schmerzensgeld. Der Frau Gottschalk tat das alles so weh, dass sie den Leuten von „Explosiv“ (RTL), der „Aktuellen Schaubude“ (NDR) und vom Medienmagazin „Zapp“ (NDR) davon erzählen musste. Seht, wie das schmerzt! Liebe Frau Gottschalk, wenn Sie wirklich peinlich berührt sind, ist es vielleicht nicht so clever, nun durch Deutschlands TV-Anstalten zu tingeln. Das macht eher einen geldgierigen und mediengeilen Eindruck. Und so was kann nach hinten losgehen.

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Die Burg – Prominent im Kettenhemd

Dienstag, den 1. Februar 2005
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MO 31.01.2005, 20.15 Uhr, ProSieben

Das RTL-„Dschungelcamp“ war Hochkultur gegen das, was ProSieben jetzt täglich zeigt. Vor allem: „Die Burg“ kommt ganz ohne Stars aus! Fragt man Tina „Aindschl“, was ihr Beruf ist, sagt sie: „Ich bin das deutsche Busenwunder!“ Super! Ein Job mit Perspektive! Wenn sie dazu noch meint, dass man ja in Deutschland immer nur den Arsch hinhalten müsse, könnte bei ihr sogar was dran sein. Aber ob man wirklich berühmt wird, indem sich Turtel-Titti-Tina (O-Ton Sonya Kraus) ständig vom lüsternen Christian Anders an die Ballons tatschen lässt. Besagter Ex-Schlagerbarde bekannte übrigens vor laufenden Kameras, mal mit Rex Gildo in der Kiste gewesen zu sein. Außerdem badet er schon mal nackt vor den weiblichen Burginsassen. Ein echt widerliches Ekelpaket! Auch die weltfremde Kader Loth hat mal wieder für ein paar Tage einen Job. „Fehlt nur noch, dass wir mit Hartz IV zu tun haben“, meinte sie an einer Stelle. Aber hat man ihr denn nicht gesagt, dass sie schon mittendrin steckt? Wie gemein. „Die Burg“: So wurden Zuschauer jedenfalls noch nie beleidigt! Das Grauen.