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Jette: Plausch im Halteverbot

MAZ Oranienburg, 31.7.2004

Also nee, wissense nee, es war eben doch zu verlockend. Fix das Auto in der Oranienburger Bahnhofstraße am Gymnasium abgestellt und Geld aus dem Post-Automaten geholt. Schon war die Polizei, da eher nicht mein Freund und Helfer, zur Stelle. Sehr lange suchte der gute Mann in seinem kleinen Auto nach seiner Mütze, bevor er an mein Auto trat und mich fragte, warum er mich hier und jetzt ansprechen würde. Gute Frage. Lust auf einen Plausch? Frage nach dem Weg? Klar, ich wusste natürlich, dass ich im Halteverbot stand. Im Gegensatz zu mir dürfe er hier halten, wenn es sein müsse. Schließlich hätte er ja ein Polizeiauto, ich dagegen nicht. Ach. Wie schön für ihn. Ich käme ausnahmsweise mit einer Verwarnung davon. Aber erwischt er mich das nächste Mal an dieser Stelle, will er zusammen mit mir den Bußgeldkatalog studieren. Wie nett, vielleicht spendiert er mir dann ja auch einen Kaffee? Dass er mich auf mein Fehlverhalten hinwies, ist natürlich richtig. Dass ich nicht zahlen musste, ist nobel. Deswegen muss er mich aber doch nicht wie ein Kleinkind behandeln, meint eure
Jette

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