Tagesarchiv für 12. Juni 2004

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Keinen Sex, nur Knuddeleien

Samstag, den 12. Juni 2004
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Jennifer Strese aus Hennigsdorf über ihre Zeit im „Big Brother“-Haus

MAZ Oranienburg, 12.6.2004

Pfingstmontag wurde die Hennigsdorfer Friseurin Jennifer Strese von den RTL-II-Zuchauern aus dem „Big Brother“-Container gewählt. Wie sie die vier Wochen dort drin und die Zeit danach erlebt hat, fragte sie MAZ-Mitarbeiter Robert Tiesler.

Was hast du als Erstes nach dem Auszug aus dem „Big Brother“-Haus getan?

Jennifer: Als Erstes habe ich meine Familie begrüßt. Dann hatte ich ja noch Auftritte und Interviews jeglicher Art. Richtig zur Ruhe bin ich auch noch nicht gekommen. Allerdings bin ich inzwischen schon einmal richtig tanzen gegangen.

Wie fühlt es sich an, wenn man weiß, dass einem Tausende Menschen Tag und Nacht im Fernsehen zuschauen können?

Jennifer: Ich war ja vorher schon nie alleine, ich wohne mit einer Freundin zusammen. Die Kameras haben mich ehrlich gesagt nie gestört. Ich finde es schön, wenn einen die Leute beobachten. Vergessen kann man die Kameras aber nicht, denn man hört sie. Verstellen wollte ich mich vor der Kamera auch nicht. Ich bin, so wie ich bin. Einige andere im Haus verstellen sich doch schon, sie versuchen, besser dazustehen als sie sind.

Welche Rolle spielt Sex im „BB“-Haus?

Jennifer: Ich hätte es da drin nie gemacht. Ich habe schließlich eine jüngere Schwester, die hätte das gesehen. Aber die Gefühle da drin sind so eng, dass man sich über jede Umarmung freut. Da kommt es eben auch zu Knuddeleien am Zaun. Aber ich wusste: Ich bin da drin und es wird gar nichts in der Hinsicht passieren.

Es gibt im Haus einmal am Tag eine kamerafreie Zeit. Was entgeht dann eigentlich dem Zuschauer?

Jennifer: Das ist immer zwischen 6 und 7 Uhr morgens. Und es gibt keinen Wecker. Außerdem muss man in der Zeit in seinem Bereich bleiben. Sollte doch etwas Sexuelles passieren, behält sich „BB“ aber vor, das auch zu zeigen.

Erkennt man dich jetzt in Hennigsdorf auf der Straße?

Jennifer: Es ist komisch, ich werde ziemlich oft erkannt. Das hätte ich nicht gedacht, weil ich doch so ein Allerweltsgesicht habe. Ich kann momentan nicht mehr einfach so einkaufen gehen. Das ist voll schön, aber auch ungewohnt.

Was planst du für die Zukunft?

Jennifer: Moderieren wäre schon mein Ding, wir sind an einigen Sachen dran. Wir werden schauen. Aber erst mal möchte ich in meinen Beruf zurück.

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