Monatsarchiv für Dezember 2003

RT im Kino

Kino 2003

Mittwoch, den 31. Dezember 2003

Die Kino-Hitliste 2003 umfasst 91 Filme.

TOPS
1. The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit
2. Tatsächlich … Liebe
3. Findet Nemo!
4. Das fliegende Klassenzimmer
5. Lilja 4-ever
6. Good Bye, Lenin!
7. One Hour Photo
8. Chihiros Reise ins Zauberland
9. 28 Days Later
10. Finale Destination 2
11. Herr Lehmann
13. L’Auberge Espagnole . Barcelona für ein Jahr
15. Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs
16. Luther
17. Igby
19. Soloalbum
22. Herr Wichmann von der CDU
29. Ring
32. American Pie – Jetzt wird geheiratet
40. Johnny English
41. Das Leben des David Gale

FLOPS
91. 25 Stunden
90. Abgezockt!
89. Mann umständehalber abzugeben
88. Dumm und dümmerer
87. Extrem Rage
84. Halb tot
82. Hulk

RTZapper

Das war 2003!

Dienstag, den 30. Dezember 2003
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Castingshows überall: Bei RTL suchte und fand Deutschland den Superstar: den Alex. Im Casting-Rausch searchte Sat.1 später seinen eigenen Star und das ZDF suchte ebenfalls nach jemandem, der singen konnte. Sat.1-Sieger Kesici schmiss ein Album auf den Markt und der ZDF-Gewinner… Kennt den überhaupt jemand?

Superstar-Jury, Milchwerbung und die neue Biographie: Dieter Bohlen schwimmt auf allen Wellen mit. Nur seinen modernen Gesprächspartner Thomas Anders – den wollte er nicht mehr um sich haben. Das Aus für Modern Talking. Wieder mal. Eine Biographie schrieb übrigens auch Naddel, Bohlens Ex. Leider wurde ihr nachgewiesen, dass sie in ihrem Werk „Ungelogen“ gelogen haben soll. Peinlich, Naddel.

Da war der Herr Friedman plötzlich ganz still und ruhig. Plötzlich war er es, der unangenehme Fragen beantworten musste. Drogen, bezahlte Frauen – Michel Friedman verschwand von der Bildschirmfläche.

Sie dürfen diesen Silvestertag nicht mehr miterleben: Fußballer Helmut Rahn, Schauspieler Günter Pfitzmann, Barry White und das Lindenstraßen-Rehlein Ute Mora. Jürgen W.Möllemann stürzte mit dem Fallschirm ab.

Er ist zwar nicht tot – Nachrufe auf seine Show gab es trotzdem, als Harald Schmidt verkündete, seine Show zu beenden.

Mit „Good Bye, Lenin!“ schwappte die Ostalgie-Welle über unsere Fernsehbildschirme. Pionierlieder, Spreewaldgurken und Kati Witt streifte sich noch mal ihr FDJ-Hemd über. Freundschaft!

Da war Rudi Völler aber sauer. Als wieder einmal schlecht über seine Fußballer geredet wurde, rastete er im ARD-Studio aus. Da blieb Waldi Hartmann fast die Spucke weg. Die ARD kann sich trotzdem freuen – der Bundesliga-Ball rollt wieder in der „Sportschau“.

Als der Irak-Krieg ausbricht, halten alle den Atem an. Trotzdem: Wir alle waren durch die Reporter vor Ort hautnah dabei. Ob 2004 friedlicher wird?

RTZapper

Das Traumschiff: Südsee

Samstag, den 27. Dezember 2003
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FR 26.12.2003, 20.15 Uhr, ZDF

Na, wenn das mal gut geht. Wenn es auf dem ZDF- „Traumschiff“ eine Havarie gäbe – nicht auszudenken, was dann passieren würde. Denn wer eine Folge dieser Reihe sieht, wird kaum Personal entdecken. Es scheint nur einen Kapitän, einen Schiffsarzt und eine Managerin zu geben. Und Gaststar Ralf Bauer als Barkeeper. Nun gut, eine Havarie wird es nicht geben. Dann wäre das Traumschiff eher ein Alptraumschiff. Ein Alptraum war nur die Story, die uns an Weihnachten aufgetischt wurde. Ein junges Paar trennt sich, weil die jeweiligen Exen (auch ein Pärchen) ebenfalls an Bord sind. Sie stellen fest, dass der Ex viel netter ist. Der Ex wird zum Ex-Ex und alle sind happy. Was für ein Märchen.

aRTikel

Wenige feiern Major Tom

Samstag, den 27. Dezember 2003
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Beachparty mit Peter Schilling in der Erlebniscity

MAZ Oranienburg, 27.12.2003

ORANIENBURG
Es ist ein böser Kreislauf: Schlimm genug, wenn eine Veranstaltung relativ schlecht besucht ist. Wenn aber später ankommende Leute von draußen schon die Leere sehen können, drehen sie sich gleich wieder um und gehen wieder. So bleibt es auch weiterhin leer. So zählten die Organisatoren der Beachparty mit Peter Schilling am Abend des 1.Weihnachtsfeiertages in der Turm-Erlebniscity nur etwa 300 Gäste. „Sonst sind bei einer regulären Beachparty im Laufe des Abend bis zu 1500 Menschen in der Halle“, meint Veranstaltungsteamleiterin Jeanette Gordjy enttäuscht. „Schade, dass so wenige gekommen sind.“ Vielleicht lag es schlicht daran, dass zu Weihnachten nicht so viele Menschen Lust auf Party haben. „Heute ist doch Feiertag“, meint deshalb auch Danielle Naujeck aus Oranienburg, die die Karten bei der MAZ gewonnen hatte. „Sonst wäre es voller.“ Andererseits: Wer kennt heute schon noch Peter Schilling? Jeder muss erst die Textzeile „Völlig losgelöst von der Erde“ aus „Major Tom“ vorgesungen bekommen, damit der Groschen fällt.
Die wenigen Gäste mussten dann lange auf Peter Schilling warten. Und tatsächlich: Als er kurz nach Mitternacht die Bühne betritt, ist „Major Tom“ sein Eröffnungssong. Mit Halbplayback folgt „Terra Titanic“ und noch weitere, nicht ganz so bekannte, Lieder. Später will er noch eine ganz neue Single vorstellen. „Heute noch mal im Halbplayback“, kündigt Schilling an, „aber übermorgen ist die große Live-Premiere in der Dortmunder Westfalenhalle.“ Wahnsinn. Bleibt nur für ihn zu hoffen, dass da ein paar Leute mehr kommen. „Sonne, Mond und Sterne“ lautet dieser neue Titel, aber irgendwie ist er dann doch nicht so neu. Alles schon mal gehört, vielleicht einfach nur noch mal neu und peppiger aufgenommen.
Die Fans vor der Bühne tanzen, jubeln und feiern den ehemaligen Star der Neuen Deutschen Welle. Viel hat er nicht mehr zu bieten. Sein nur etwa 30-minütiges Programm schließt er erneut mit „Major Tom“ ab, diesmal in einer Gitarrenversion, um dem Ganzen wenigstens einen anderen Stil zu verpassen.
„Er kam ein bisschen spät, aber es war sehr schön“, ist Danielle Naujeck am Ende recht zufrieden. Peter Schilling machte zwar gute Miene zum nicht ganz so guten Spiel, aber entäuschend ist es bestimmt schon, wenn einem nur ein paar Hanseln zujubeln. Aber er hat die Zeichen der Zeit erkannt: „Schilling ist mein Name“, stellte er sich zwischendurch vor. Das war wichtig zu sagen, denn nur wenige kennen ihn noch. Und kaum jemand wird ihn aber auch noch kennen lernen wollen, nach diesem recht müden 30-Minuten-Programm.
Heute kommt Mickie Krause, Silvester ist die 3.Generation im Turm zu Gast. Der Veranstalter hofft, dass da die Resonanz größer sein wird. Dann würden derartige Party öfter stattfinden.

aRTikel

Oranienburger bleiben daheim

Samstag, den 27. Dezember 2003
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In der Kreisstadt wollte niemand „Der Sonne entgegen“

MAZ Oranienburg, 27.12.2003

ORANIENBURG
„Wollen Sie verreisen?“ Mit dieser Frage konfrontierte Andreas Hahn vor kurzem Passanten in Oranienburgs Innenstadt. Der Haken: Die Reise musste sofort angetreten werden. Das sind die Spielregeln von „Der Sonne entgegen“, einer Spielshow im RBB Brandenburg, die am vergangenen Dienstag gesendet und in der Nacht zum Freitag letztmalig wiederholt wurde.
Während am Flughafen Berlin-Tegel der Joker-Kandidat darauf hoffte, dass Andreas Hahn und sein Team in Oranienburg niemanden finden würden, liefen die Fernsehleute die Bernauer Straße und die Lehnitzstraße auf und ab. Lehrerinnen und Kindergärtnerinnen mussten absagen – sie hatten schließlich Unterricht. Im Zoohaus Strate legte sich Hahn mutig eine Schlange um den Hals – einen Reiselustigen fand er aber auch dort nicht. Die Oranienburger sind offenbar weniger spontan und bleiben offensichtlich lieber daheim. Schade.

aRTikel

Fernsehen: Ein Alptraum

Mittwoch, den 24. Dezember 2003
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Bernd das Brot verbringt das Fest mit lauwarmer Mehlsuppe

MAZ Oranienburg, 24.12.2003

Ohne Zweifel gehört Bernd, das Brot, zu den „Newcomern“ des Jahres 2003. Eigentlich beim Kinderkanal von ARD und ZDF für ein jüngeres Publikum gedacht, erreichte er schnell auch unter Jugendlichen Kultstatus. Denn von 21 bis 6Uhr, wenn der KI.KA eigentlich Sendepause hat, füllt Kastenbrot Bernd diese Nachtlücke. Außerdem ist er jeden Sonnabend um 11.30Uhr bei „Chili TV“ mit dabei und moderiert jeden Abend um 20.55Uhr in „Bravo Bernd“ seinen eigenen Wetterbericht. Dabei möchte er eigentlich nicht wirklich ein Star sein. Der Eindruck scheint nicht zu trügen, dass ihm das alles ziemlich auf die Nerven geht. MAZ-Mitarbeiter Robert Tiesler fragte mal bei Bernd nach.

Wie wirst du Weihnachten verbringen?

Bernd: Mit einer Tasse lauwarmer Mehlsuppe, vor der Raufasertapete meiner Südwand.

Sag mal Bernd, wie alt bist du eigentlich? Und was machst du, damit du nicht verschimmelst? So ein Brot hält doch nicht ewig…

Bernd: Da ich in diesem Zusammenhang nur ungern an mein Haltbarkeitsdatum erinnert werde: nächste Frage, bitte.

Wie bist du bloß an Briegel, den Busch, und Chili, das Schaf, geraten?
Gehen dir die beiden nicht mächtig auf die Nerven? Sie ärgern dich ja immer ganz schön…

Bernd: Tja, geh’ zum Fernsehen, hat man mir gesagt, werd’ berühmt, lern’ interessante Leute kennen… Und das ist dabei herausgekommen: ein Alptraum.

So, Bernd, jetzt mal ganz ehrlich: Hast du eigentlich schon irgendwelche Star-Allüren an dir bemerkt?

Bernd: Wenn meine Garderobe nicht auf die ideale Backtemperatur vorgeheizt ist, kann ich schon ein bisschen ungemütlich werden.

Wenn dir jemand eine große Abendshow anbieten würde, was müsste das sein, damit du ja sagst?

Bernd: Die große Testbild-Gala.

Von dir ist sogar schon eine CD auf dem Markt. „Tanz das Brot“ heißt sie. Musstest du dazu überredet werden, diesen Song aufzunehmen?

Bernd: Sagen wir es so. Sie haben ein Rudel hungriger Enten vor die Tür des Aufnahme-Studios gestellt, so lange bis ich fertig gesungen hatte.
Wenn es das ist, was du „überreden“ nennst, dann würde ich die Frage mit „Ja“ beantworten.

Was glaubst du, mögen deine Fans besonders an dir?

Bernd: Fans? Ich wusste gar nicht, dass ich Fans habe… Moment, ich muss sofort mit meinem Manager sprechen…

Halt, einen kleinen Augenblick noch! Hast du eigentlich einen Vorsatz fürs nächste Jahr?

Bernd: Nie wieder Fernsehen.

Na, dann mach’s mal gut, schöne Weihnachten und grüß’ Briegel und Chili von mir.

RTZapper

Abschied 2003

Mittwoch, den 24. Dezember 2003
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Wie deprimierend: Gestern die letzte reguläre „Harald Schmidt Show“ und am Sonntag gleich der nächste Abschied: Der WDR wird 2004 keine weiteren Folgen von „Blondes Gift“ mit Barbara Schöneberger zeigen. Womit noch eines der wenigen echten TV-Highlights vom Bildschirm verschwindet. Und auch für „Cherno“ ist beim RBB Sense. Was aber nur wenige schade finden: Seine letzte Sendung sahen nur 30000Menschen, ein Marktanteil um die drei Prozent. Was selbst für den RBB mies ist. Es kann eben nicht jeder so beliebt sein.