Monatsarchiv für Mai 2003

RT im Kino

Jeans

Mittwoch, den 28. Mai 2003

An dieser Stelle soll einmal erörtert werden, was ich von einem Kinofilm erwarte. Da ist natürlich eine interessante Story. Spannung, Humor, schöne Bilder, tolle Schauspieler und vielleicht sogar ein bisschen Anspruch, ein Ansatz zum Nachdenken.
“Jeans” bietet nichts davon. Es ist zwar in irgend einer Art und Weise so etwas wie eine Handlung auszumachen, die ist aber dermaßen öde und uninteressant, dass man verzweifelt beginnt, das Etikett von seiner Colaflasche abzukratzen.
Der eine nennt es Kunst, ich habe dafür erst gar keinen Ausdruck gefunden. Der Film ist nicht nur billig, er sieht auch noch so aus! Unschärfen, schlechte Bildqualität, verwaschenes Schwarz-Weiß, Wackelkamera! Nachdem das Cola-Flaschenetikett abgekratzt ist, will man am liebsten mit der Flasche nach der Leinwand werfen! Bei den meisten Szenen, fragt man sich wirklich, was das soll, wo der Sinn ist. Und kommt zu keinem Ergebnis.
Bezeichnend ist eine Stelle im Film: Jasmin Tabatabai als Nonne (oder verhüllte Frau, so genau konnte ich das nicht entziffern), verprügelt den Hauptdarsteller in der Telefonzelle. Tja, da muss erst die gute Jasmin wieder kommen, um für den einzigen Lacher im Film zu sorgen. Und stellvertretend einen der Hauptdarsteller zu verkloppen. Verdient!
Nein, dieser Schund ist reine Zeitverschwendung.
Und ich habe eine Theorie. Die Schauspielerin Nicolette Krebitz hat diesen Film gemacht. Und niemand ihrer Kollegen, niemand vom Verleih hat sich getraut, ihr zu sagen, dass ihr Film Schrott ist! Nicolette: Bleib doch bitte ausschließlich bei der Schauspielerei!
Notiz am Rande: Im Vor- und Abspann wird Benno Fü(h)rmann falsch geschrieben. Peinlich, peinlich!
Eine glatte Nullnummer! Der ganze Film!
Wenn man mit seine Bewertung auch in den Minus-Bereich gehen könnte – bei diesem Film wäre sie angebracht!

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RTelenovela

Royal Käse

Sonntag, den 25. Mai 2003
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Neulich bei McDonald’s in Sachsenhausen. „Einen Hamburger Royal, bitte!“ „Royal Käse oder Royal TS?“, fragt die nette Verkäuferin. Das wirft beim Kunden Fragen auf. Denn von einem „Royal Käse“ ist auf den Angebotstafeln der Schnellimbisskette weit und breit nichts zu sehen. „Einen Hamburger Royal“, beharren wir auf unserer Bestellung. Und wieder die gleiche Frage. Die Bezeichnung „Hamburger Royal“ sei irreführend, erklärt die reizende Verkäuferin weiter. Doch was genau ist da irreführend? Wollen wir einen „Royal TS“, bestellen wir eben auch einen „Royal TS“. Was ist so schwer daran? Und schließlich ist auf dem „Royal TS“ auch Käse drauf, nur eben zusätzlich auch Tomaten und Salat. Vielleicht sollten die Kunden in Zukunft lieber „Royal Käse ohne TS“ bestellen? Irreführend scheinen die Artikelbezeichnungen ihrer Burger jedenfalls nur für die Sachsenhausener McDonald’s- Verkäufer selbst zu sein.

RTZapper

Eurovision Song Contest 2003

Sonntag, den 25. Mai 2003
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SA 24.05.2003, 21.00 Uhr, ARD

Wo blieb er, der große Skandal um t.A.t.U.? Der heiße, innige Kuss und die Umarmungen? Nix davon. Nur zwei junge Mädels in T-Shirts mit einer großen „1“ darauf, die sich so siegessicher waren, dass sie sich fast schon wieder total langweilten. Wie auch die Zuschauer zu Hause. Die mussten Sonnabendabend miterleben, wie sich das Lesben-Duo mit seinen dünnen Stimmchen durch sein Lied quälte. Das ist eben live und klingt nicht wie von der CD. Dass sie am Ende doch nur Dritte wurden, beleidigte sie zutiefst. Hatten sie doch Platz eins quasi schon für sich abonniert! Natürlich war von Schiebung die Rede. Ach Mädels, ihr müsst noch einiges lernen! Und dann war da ja noch Axel Bulthaupt, mit Abstand die Schönste unter den Mädels des ABBA-Musicals „Mamamia“. Diese waren in „Letten, dass…“ zu Gast, die Sendung, die auf das Musikereignis aus Riga einstimmen sollte. Der gute Axel versuchte die Österreicher schon vorher zu trösten, weil sie ja mit ihrem Blödel-Song von Alf Poier nur auf dem letzten Platz landen würden. Nun gut, es wurden dann doch mehr als doppelt so viele Punkte, wie unsere Lou von den europäischen Fernsehzuschauern bekam. „Wann trifft sie endlich den richtigen Ton?“, fragten wir uns angst und bange bei Jemini aus Großbritannien. Dafür gab es auch aus ganz Europa nicht einen läppischen Punkt. Als die Voterin aus London dran war, hatte sie auch ein Glas Sekt in der Hand. Das nennt man dann wohl Frustsaufen. Erstaunlicherweise waren die Briten aber die einzigen, die als echte Peinlichkeit auf der Bühne standen. Was den Grand Prix ja fast schon langweilig macht. Für Istanbul 2004 wünschen wir uns wieder mehr musikalische Abwechslung!

RTZapper

Promi-Boxen II

Sonntag, den 18. Mai 2003
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SA 17.05.2003, 21.15 Uhr, RTL

Fabian Harloff hat den Längeren. Und zeigte ihn uns auch. Seinen Arm. Beim „Promi Boxen“ gegen Mola Adebisi hat er ihm aber nicht geholfen. Harloff hat knapp verloren. Doch, Respekt: Es war noch der ansehnlichste Kampf des Abends. Alles andere war eher „Kirmes-Kloppe“. Hätten Tanja Szewczenko und Samantha Fox keine Boxhandschuhe angehabt, hätten sie sich sicher auch an den Haaren gezogen. So konnten auch sie nur aufeinander einkloppen. Für viele Zuschauer ist am Sonnabend aber auch ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen. Carsten Spengemann wurde von Tanz-Choreograph D! mal so richtig verhauen. Spengemann hatte ihm nichts entgegenzusetzen. Nun gut, der Kampf war nicht ganz fair. D! ist wesentlich stärker als Carsten. Aber er wollte es ja so. Oder stellte RTL die Teilnahme als Bedingung für die Moderation der zweiten DSDS-Staffel?

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: PK Zirkus Barum

Samstag, den 17. Mai 2003
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FR 16.05.2003, Villingen

Eines vorweg: Ich bin natürlich nicht extra durch ganz Deutschland ins südbadische Villingen (sprich: Fillinge) gereist, um Rebecca Siemoneit-Barum, die Iffi Zenker aus der „Lindenstraße“, zu sehen. Dass wir beide dort zusammentrafen, war reiner Zufall.
Nashörner und Kamele, ein riesiges Zirkuszelt, eine große Wiese und ein wenig Schlamm und Dreck: Die lokale Presse von Villingen-Schwenningen machte sich die Schuhe schmutzig, um über die Gutherzigkeit von Rebecca Siemoneit-Barum zu berichten. Rebecca, die seit 13 Jahren in der ARD-Serie mitspielt, stammt aus der Zirkusfamilie Barum. Sie engagiert sich besonders für den Zirkusnachwuchs. Dass sie es ernst meint, war daran zu erkennen, dass sie zwei Jungs im Schlepptau hatte, die total talentiert sind und es echt drauf haben. Nur vorgezeigt haben sie es uns nicht. Keine Lust, keine Zeit, was auch immer. Sehr schade. Trotzdem: Die Pressemeute war begeistert. Und ich sowieso: Auch wenn die Lindenstraße auf dem Zirkusgelände überhaupt gar kein Thema war. Auch das: sehr schade.
Wer Rebecca Siemoneit-Barum ein Weilchen zuhört, kommt ins Grübeln. Artikuliert sie ihre Sätze immer so deutlich, akkurat, einfach übertrieben? Wie eine Pressesprecherin, die 16 Interviews am Tag gibt, in denen sie immer dasselbe sagt. Die private Rebecca haben wir nicht kennen gelernt. Es sei denn, sie spricht auch im Privaten, mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern so. Das wollen wir nicht hoffen.

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Beckmann

Dienstag, den 13. Mai 2003
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MO 12.05.2003, 23.00 Uhr, ARD

Neeeein, Claudia Strunz möchte keine dreckige Wäsche waschen. Das wäre ja nun wirklich das Allerletzte! Aber ihr Fast-Ex-Mann Thomas könnte sich ruhig mal mehr um die Kinder kümmern! Der lässt sich kaum bei ihnen blicken. Einfach unerhört! Und dass er und die Kinder damals in der „Bild“ auftauchten, ja, daran ist er auch Schuld. Frau Strunz hätte in so einer Situation, in der die Paparazzi sowieso schon auf der Lauer liegen, die Kinder niemals in den Kindergarten gefahren. Das hat er doch provoziert! Und das muss man doch mal sagen dürfen! Aber dreckige Wäsche waschen? Im Fernsehen auch noch? Bei „Beckmann“? Nein, das würden Frau Strunz und der ehemalige Freund ihres damaligen Mannes niemals einfallen. Dass dies alles durch die Affäre mit Stefan Effenberg erst in Gang gesetzt wurde – keine Rede davon. Frau Strunz ist stolz drauf, jetzt so etwas wie ein Star zu sein. Dabei ist sie eigentlich nur die momentane Geliebte irgend so eines Fußballers.

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Dismissed

Dienstag, den 13. Mai 2003
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MO 12.05.2003, MTV

Mit der Liebe und der Romantik ist es nicht mehr das, was es mal war. Jetzt gibt es Shows wie „Dismissed“ bei MTV. Silja (23), Model, trifft den Jura-Studenten Markus (22) und Dominik (24), BWL-Student. Zu dritt verbringen sie einen total kuscheligen Abend. Allerdings muss Silja am Ende entscheiden, mit wem sie viele weitere schöne Abende verbringen will. Der andere wird „dismissed“, ist also raus. Somit müssen die beiden Kerle um das junge Ding buhlen. Im Whirlpool zum Beispiel. Da wird im Schnelldurchlauf geherzt, gescherzt und gegrabbelt, was das Zeug hält. Während Markus mit einer „Time Out“-Karte weggeschickt wird, überzeugt sich Silja von Dominiks Küsserqualitäten. Auch mit Markus hat sie vorher schon einen Bruderschaftskuss ausgetauscht. Aber Dominik muss wohl überzeugender geschleckt haben. Markus wurde „dismissed“. Er wird wohl weiter nach seiner Traumfrau suchen müssen. Tja, das ist die moderne Partnerwahl von heute. Ich finde dis Mist.