Monatsarchiv für Dezember 2002

RTZapper

Elternsprechstunde

Sonntag, den 22. Dezember 2002
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SA 21.12.2002, ORB

Wieder gilt es, ein wichtiges Jubiläum zu feiern: 17 Jahre elektronischer Schulrechner! 1985 hielt in der DDR der „SR1“ Einzug in die 7.Klassen. Davor mussten die Thälmannpioniere und FDJ-ler mit dem Rechenschieber hantieren. Im Rahmen des 50.Geburtstages des Fernsehens zeigte der ORB noch einmal eine Ausgabe der „Elternsprechstunde“, des „pädagogischen Magazins“ des DDR-Fernsehens. Aus Anlass der „SR1“-Einführung wurde eine Umfrage an der Ernst-Thälmann-Oberschule in Meißen gemacht. Und siehe da: Das Ding macht überhaupt keine Probleme! Aber: Bitte vorsichtig behandeln. Und nicht dran rumspielen (diesen Satz kannten wir bisher aus einem anderen Zusammenhang). Für läppische 123 Mark sei das Teil zu haben. So lange der Vorrat reicht. In einem anderen Beitrag wurden Jugendliche gefragt, wie sie über alte Leute denken. Und da war in der DDR ja nun wirklich alles tutti-paletti. Die Jugend brachte sich für die Alten quasi um: Taschen tragen, Kohlen holen – Timur-Hilfe. Wer übrigens Doris Weikow, die Moderatorin der Sendung, sieht, könnte meinen, dass die Zeit in der DDR anders lief. Die Studiokulisse hatte eine besonders frische hell- und dunkelbraune Farbe. Lebensfreude pur. Auch Doris hat sich voll in Schale geschmissen: ein rot-blau-weiß-längstgestreiftes Kleid. Dazu einen roten Gürtel. Eine sozialistische Mode-Entgleisung. Wie gut, dass wir auch West-Fernsehen hatten.

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RTZapper

Die Jugendberaterin

Dienstag, den 17. Dezember 2002
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MO 16.12.2002, 15.00 Uhr, ProSieben

Margit Tetz vom Bravo-Dr.-Sommer-Team ist jetzt jeden Nachmittag bei Pro Sieben auf Sendung. Und ihre Fälle haben es in sich. Da ist der 25-jährige Jörg. Celine (16), die Cousine von Jörgs Freundin Anja (23), hat ihn im Park gesehen, mit heruntergelassenen Hosen. Ein Exhibitionist? Nein! Niemals! Jörg würde das nie tun, ist sich Anja sicher. Gut, er ist Naturliebhaber und geht gern im Wald spazieren. Aber sich entblößen? Nein! Blick in die Vergangenheit: Jörg hatte ein Baumhaus. Und was hat er da gemacht? Na? Gelesen. Und was noch? Na? Na?!! Als Jugendlicher? Was macht man da noch? Sag schon!! Na gut, ja! DAS hat er da auch gemacht. Ist doch was dran, dass er ein Exhibitionist ist? Aufhören!! Ein neuer, grauenvoller Abfall, den wir nicht sehen wollen. Margit, bei Dr. Sommer hast du bessere Arbeit geleistet!

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aRTikel

Rockig-poppige Schimpfe

Montag, den 16. Dezember 2002
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Konzert am Henriette-Gymnasium

MAZ Oranienburg, 16.12.2002

RT/FLORIAN BÜTTNER

ORANIENBURG
„Ich lass mich nicht verarschen von euch verlogenem Pack.“ Getragen von tosendem Applaus verlässt Torsten Schimmel die Bühne. Sein Gedicht „Weihnachtsschimpfe“ war eines der wahren Highlights beim diesjährigen Weihnachtskonzert des Louise-Henriette-Gymnasiums.
Die beiden Lautsprecher reichten auch dieses Jahr aus, um etwa 800 Zuschauer in der festlich geschmückten Sporthalle neben der Schule zu beschallen.
So erzählten Josefine Tiedemann und Anja Meyer am Freitagabend in einem Gedicht vom spätsommerlichen Stress vor dem Weihnachtsfest. Berührend sang Jessica Lange über „Mary’s Boy Child“, gefolgt von Anett Buchinski mit „Stille Nacht, heilige Nacht“. Und auch die Percussiongruppe, die mittlerweile einen festen Platz in den Konzerten hat, überzeugte das Publikum mit afrikanischen und australischen Weisen.
Durch das mit knapp zwei Stunden Länge recht kurze Programm führte erstmalig ein Moderatorenquartett, das auch die festliche Ehrung des Hausmeisters vornahm. Die halbstündige Pause nutzte das Publikum für eine nötige Stärkung am Büfett der Dreizehntklässler. Die rockig-poppige zweite Hälfte leitete der Zwölfer-Musikkurs mit einem Rock’n’Roll ein. Beeindruckend war auch die musikalische Trilogie namens „Triologie“ der Tanzgruppe Leegebruch, die für ein Feuerwerk der guten Laune sorgte. Sinnvoll war an dieser Stelle auch die Übertragung des Geschehens auf eine Leinwand, da die Leegebrucherinnen recht versteckt in einer Ecke der Halle tanzten.
Neue Maßstäbe setzte das Keyboardorchester der 8. Klasse mit einem händelschen Menuett sowie die Solodarbietung von Christin Schiebe mit „I’m Dreaming Of A White Christmas“. Mit „Love’s Old Sweet Song“ simulierte Ulrike Döderlin allein am gleichen Instrument gleich ein ganzes Ensemble.
Nach der Verabschiedung durch die vier Präsentatoren schlug der Lehrerchor noch besinnliche Töne an. „Sind die Lichter angezündet“ animierte Teile des Publikums dazu, dem Folge zu leisten und mit Feuerzeugen zu schwenken. Sympathisch war auch die eher ungewollte Sologesangseinlage eines Lehrers.
Dieses Weihnachtskonzert zeigte, auf welchem musikalischen Niveau sich die Schule momentan befindet. Schon Mitte März, beim Konzert am „Tag der offenen Tür“, wird sie es wieder offenbaren.

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RTelenovela

Die Julklapp-Panne

Donnerstag, den 12. Dezember 2002
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Weihnachtsfeiern sind toll! Und wenn sie mit einem Julklapp verbunden sind, noch viel toller! Wenn man es richtig macht.
Vergangenen Mittwoch trafen sich die MAZler beim Inder. Das Essen ließ auf sich warten, so wurde der Julklapp vorgezogen. Mitarbeiter M. spielte den Geschenkeverteiler. Von jedem für jeden etwas. Doch, Halt! Irgend was stimmt nicht! Es sind keine Geschenke mehr in der Tasche, doch Kollege T. hat noch kein Präsent erhalten. Große Ratlosigkeit. Ist es beim Transport verloren gegangen? Hat jemand sein Geschenk nicht abgegeben? Hat jemand vorher keinen Zettel gezogen? Wilde Vermutungen. Das Essen ließ weiter auf sich warten, so konnte Kriminologe M. seine Spürtätigkeit fortsetzen. Hat Mitarbeiter K. wirklich sein Geschenk abgegeben? Hat es Volonteur G. auch nicht vergessen? Lief bei der Zettelziehung wirklich alles glatt?
Vom Essen war auch weiterhin nichts zu sehen, blieb also noch Zeit für die Aufklärung des Falls. Zettelverwalter T. musste ausrücken und sich von jedem ins Ohr flüstern lassen, wen er gezogen und beschenkt hat. Ergebnis: Es gab gar keinen Zettel für Redakteur T.! Peinlich! Zum Trost gab’s eine Mega-Packung Toffifee. Und unser Essen kam dann auch noch. Im nächsten Jahr wird alles besser!

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La notte

Dienstag, den 10. Dezember 2002
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MO 09.12.2002, 0.00 Uhr (Di.), Neun live

Da passt gar nichts zusammen: Auf Neun Live wird nach Mitternacht die Kleidung der Damen luftiger. Doch selbst hier darf die Information nicht zu kurz kommen. Zwischendurch wird gekocht. Oder besser gesagt: Es wird über das Kochen gesprochen. Noch besser gesagt: Eine Tante liest vom Prompter ein Kochrezept ab. Während sie das mehr schlecht als recht tut, beginnt sie, sich selbst zu begrabbeln. Und nach und nach alle (un)wichtigen Kleidungsstücke auszuziehen. Diese absolute Unbeholfenheit sieht schon irre komisch aus. Aber dann noch diese Hintergrundkulisse: Ein kleiner hässlicher Raum mit einem total verdreckten Klo. Fassen wir also zusammen: Da steht eine angeblich notgeile Tussi in einem verkeimten Badezimmer und liest, während sie sich auszieht, Kochrezepte vor. Was soll uns das sagen? Hat sie Order vom Produzenten? „Sag was du willst, Hauptsache, du bist am Ende nackt!“ Da ist wohl was dran, die männlichen Zuschauer werden eher selten auf die Küchentipps achten. Vielleicht soll ja so auch die Hausfrau als Zielgruppe entdeckt werden. Aber welche Bedeutung hat das Keimklo? Da bin ich echt ratlos.

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Verstehen Sie Spaß?

Sonntag, den 1. Dezember 2002
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SA 30.11.2002, 20.15 Uhr, ARD

Die PR-Abteilung von „unserer Michelle“ hat wieder ganze Arbeit geleistet – unter Beteiligung der ARD. Nun gut, die Schlagersängerin wurde bei „Verstehen Sie Spaß?“ reingelegt. Als sie dann Sonnabend bei Frank Elstner zu Gast war, befragte er sie zur BILD-Schlagzeile vom selben Tag. Auf der ersten Seite stand dort, dass ihre Ehe nur wegen ihres Kindes zerbrochen war. Da sei natürlich nichts dran, so Michelle, fast zu Tränen gerührt. Plötzlich meinte Elstner, da könne man ja auch Ex-Mann Matthias Reim befragen. Und schwupp war er da. Beide konnten sich lang und breit zur BILD-Meldung äußern. Aber dann – der Hammer – Michelle und Reim haben ein gemeinsames Lied aufgenommen, in dem es um ihre verflossene Liebe geht. Und natürlich durften sie es auch vortragen. Was für ein Zufall! Erst vor kurzem hat Michelle über ihre PR-Methoden gesprochen. Nun hat sie erneut bewiesen, was sie in der Hinsicht drauf hat. ARD und BILD sei Dank! PR der gerissenen Art.

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