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Right Now – eingezäunt

Ein langer, hoher Zaun. Dahinter patroullieren argwöhnisch dreinblickende Security-Typen. Einige haben sogar einen Hund dabei. Es gibt nur ein einziges Loch im Zaun, da dürfen die Leute durch. Aber erst nach einer ausführlichen Taschenkontrolle durch eben jene Sicherheitsbeamten.
Was ist hier los? Hat sich George „Dabbeljuh“ Bush kurzfristig zu einem Besuch in Oranienburg entschieden? Nein. Hinter den schwer bewachten Zäunen findet nur ein Konzert der Cover-Band Right Now statt.
Freitagabend auf dem Oranienburger Stadtfest. Das Geburtstagskonzert von Right Now steht unmittelbar bevor. Erfreulich: Die Besucher müssen keinen Eintritt bezahlen. Das gibt es nicht alle Tage.
Grotesk: Als Right Now mit ihrem ersten Hit begannen, standen mehr Menschen vor dem Eingang als vor der Bühne. Denn der Einlass, das Passieren des Hochsicherheitstraktes, dauerte eine halbe Ewigkeit. Der Wutpegel unter den Wartenden stieg.
Hin und wieder wurden Versuche unternommen, die Zäune einzureißen, was von den Security-Herrschaften aber sofort unterbunden wurde. Warum diese übertriebene Sicherheit? Wozu überhaupt das alles? Absolutes Unverständnis. Sollte der Platz an der Bühne saubergehalten werden, während der Rest des Parks bereits zugemüllt war?
Eine Eskalation der Lage lag förmlich in der Luft. Doch dann, kurz vor der Pause, siegte die Vernunft. Die Masse bahnte sich den Weg. Die Welt war wieder in Ordnung. Aber das alles hätte doch nicht wirklich sein müssen, oder?!

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2 Kommentare zu “Right Now – eingezäunt”

  1. Sabi

    naja, das einzig gute an diesem konzert war wohl, dass es nix kostete…nehm ich mal an

  2. RT

    Natürlich nicht. Wäre ja noch schöner.

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