Monatsarchiv für März 2002

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stern TV: Stahnkes Darm

Donnerstag, den 28. März 2002
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MI 27.03.2002, 22.15 Uhr, RTL

Wir konnten sie jahrelang in der „Tagesschau“ anhimmeln. Doch dann war Schluss. Susan Stahnke geht nach Hollywood. Sagte sie. Sie habe den Vorvertrag schon in der Tasche. Und dabei blieb es auch. Susan und Hollywood, das hat bisher nicht zusammengepasst. Einen großen Auftritt hatte sie kurz danach, als sie Stehklos für Frauen präsentierte. Stehklos. Die Sensation! Nach dem Flop mit dem SAT.1-Magazin „Newsmaker“ hatte man, von einigen Ankündigungen abgesehen, Susan werde bald große Rollen annehmen, kaum was von ihr gehört. Doch nun das. Susan ist wieder da! Im Fernseh-Ereignis des Jahres: Die Darmspiegelung der Susan Stahnke. Exclusiv letzten Mittwoch bei „stern TV“. Und wir durften in die Röhre gucken, konnten Susans makellosen Darm erkunden. Sauber und porentief rein. Wir haben aber auch den kleinen schwarzen Punkt gesehen. Schrecksekunde! Sie wird doch wohl nicht?! Doch nein, zum Glück kein Krebs, nur ein Kiwi-Kern. Glück gehabt. Danke, Susan! Danke, dass wir dabei sein durften!

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Wetten, dass…?

Sonntag, den 24. März 2002
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SA 23.03.2002, 20.15 Uhr, ZDF

Die Telekom hatte für alle „Wetten, dass…?“-Fans in Berlin und Brandenburg am Sonnabend eine besondere Überraschung parat. Statt Thomas Gottschalk gab es für alle, die ihr Programm über Antenne oder Kabel empfangen, für 45 Minuten ein schickes Testbild. Bild- und Tonausfall zur besten Sendezeit. Irgendwo auf dem Weg zum Berliner Schäferberg muss das ZDF-Signal abhanden gekommen sein. In München interessierte sich für das grauenhafte Schicksal der Preußen niemand, und so begann „Wetten, dass…?“ trotz allem pünktlich. Und weil ich eine Schüssel auf dem Dach habe, war ich live dabei. Sozusagen. So habe ich jetzt die Ehre, euch zu sagen, dass ihr… na ja, eigentlich habt ihr kaum was verpasst. Der Sponsor heißt immer noch Haribo. Einen Schleichwerberekord stellte Rudolph Moshammer auf. Gerade mal drei Sekunden auf der Bühne, war das Erste (!), was er zu Gottschalk sagte, dass er ja jetzt ein neues Buch geschrieben hätte und er es dem Thommy schenken wolle. Der Thommy freute sich wahnsinnig. Die erste Wette, wo ein Typ nach den ersten 0,3Sekunden eines Songs schon wusste, um welches Lied es sich handelte, hätte ich auch geschafft. Ungelogen. Und, na gut, der Auftritt von Joe Cocker, da ist euch tatsächlich etwas entgangen. Bedankt euch bei der Telekom.

aRTikel

Allein unter Hard-Rock-Bands

Mittwoch, den 20. März 2002
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Rockwettbewerb 2002 im Fuchsbau / Greensession Vierter / Scheuch auf dem 7.Platz

MAZ Oranienburg, 20.3.2002

BERLIN
„Wir feiern alle Bands!“ So lautete das Motto, das Sherman Noir in der vergangenen Woche im Fuchsbau vorgab. Noir war Organisator und Moderator des „Rockwettbewerb 2002 im Fuchsbau“, der die gesamte letzte Woche im Haus der Jugend in Berlin-Reinickendorf stattfand. Mehr als 50 junge Bands aus Berlin und dem Umland hatten sich für den Contest, der dieses Jahr seinen 20.Geburtstag feierte, angemeldet. 20 Gruppen schafften es in den Wettbewerb, dessen Vorrunde von Montag bis Freitag ausgetragen wurde.
Zu diesen 20 Auserwählten gehörten auch zwei Bands aus Oberhavel. Die fünf Jungs von Scheuch haben in unterschiedlichen Schülerbands gespielt, bevor sie sich zusammenfanden. Benjamin Ritter (Gesang), Andreas Buhl (Gitarre), Stefan Schulze (Schlagzeug), Jens Gabriel (Gitarre) und Andreas Koristka (Bass) schreiben ihre Songs selbst. Ihren Musikstil beschreiben sie als Alternative-Rock mit Metal-, Ska-, Reggae- und Punkeinflüssen. Rafael Triebel (Gitarre und Gesang), Florian Büttner (Piano), Benjamin Steinke (Bass) und Christoph Hengelhaupt (Schlagzeug) von Greensession bieten ebenfalls eine große musikalische Bandbreite, die von Alternative Rock und Pop bis hin zu Funk und Reggae reicht.
Die Auftritte von Scheuch und Greensession lagen am Donnerstagabend direkt hintereinander. Applaus gab es auch für das „Scheuch“, das kleine Maskottchen, das ganz vorn am Bühnenrand stand. Der Song „Revolutionskinder“ ist unter den Fans bereits bekannt, denn sie fingen auch gleich an, ordentlich mitzusingen. „Wir sind recht zufrieden über unseren Auftritt“, meinte der heisere Sänger Benjamin nach dem Auftritt.
Greensession hat mit ihrer Art von Musik beim Rockwettbewerb Akzente gesetzt. Gute Akzente. Denn mit ihrer nicht ganz so harten Musik stachen sie schon ein wenig aus der Masse heraus. So präsentierten sie mit „Mein Gefühl“ eine ruhige Ballade, mit „I’m Flying Away“ schlugen sie dagegen die schnelleren Töne an.
Die Auswertung mittels eines Punktesystems erfolgte durch eine Jury aus verschiedenen Musikern. Bewertet wurden unter anderem das Zusammenspiel, die Fähigkeit am Instrument und die Bühnenpräsenz. Am Freitagabend, nachdem die letzte Band aufgetreten ist, wurde bekannt gegeben, welche vier Bands es in die Endausscheidung am Sonnabend geschafft haben. Die Jungs von Scheuch schafften einen guten siebten Platz.
Was von Greensession aber keiner zu hoffen wagte, ist tatsächlich eingetroffen: der Einzug ins Finale und damit ein zweiter Auftritt am Sonnabend.
Und auch an diesem Abend fielen die Jungs mit ihrem Repertoire auf. Die anderen Finalisten Scavenger, Leakspin und Colibri waren eher im Hard-Rock/Crossover-Bereich aktiv und mischten den kleinen Saal im Fuchsbau gehörig auf. Dass Greensession es ins Finale schaffte, ist, wenn man die anderen drei Gruppen betrachtet, umso erfreulicher. So spielten die vier an diesem Abend auch das abwechslungsreichste Programm. Ruhige und schnelle Nummern wechselten sich ab. Den Auftritt vom Donnerstag konnte Greensession am Sonnabend noch perfektionieren.
Am Ende des langen Abends gab es für Rafi, Flo, Benny und Christoph den vierten Platz. Der vierte Platz von insgesamt mehr als 50 Bands. Ein Ergebnis, mit dem sie hoch zufrieden sein können und auch sind. Leakspin aus Reinickendorf ist der Gewinner des diesjährigen Rockwettbewerbs.
Ein bisschen schade ist allerdings, dass es vom Veranstalter keinerlei Andenken an den Wettbewerb gab. Eine Urkunde, etwas zum Vorzeigen, hätte schon drin sein können. Auch gab es für die Platzierungen keine richtigen Begründungen. Aber das wird beim nächsten „Rockwettbewerb im Fuchsbau“ bestimmt besser klappen.

Scheuch und Greensession im Internet:
www.smaragdenstadt.de.vu
www.greensession.de

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Haushaltsshop

Dienstag, den 19. März 2002
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MO 18.03.2002, RTL Shop

Manchmal bekommt man es echt mit der Angst zu tun, wenn man so sieht, welche technischen Innovationen so auf den Markt geschmissen werden. Und wie toll, ja, sogar großartig, sensationell, atemberaubend und unverzichtbar die sind!
Bei den Einkaufssendern wird immer gern mit derartigen Vokabeln gearbeitet. So auch beim RTL Shop, wo 24 Stunden, rund um die Uhr, geschwärmt, angeboten und , ja, auch das: verkauft wird. So sollte im „Haushaltsshop“ ein Anrufbeantworter unters Volk geworfen werden. Aber kein ganz normaler, popliger AB. Nicht doch! Einer mit Raumüberwacher. Da können zum Beispiel die Eltern vom Urlaub aus zu Hause anrufen und hören, was im Wohnzimmer so alles gesagt wird.
Tja, das war’s dann wohl mit der sturmfreien Bude. Mama und Papa sind ab jetzt allgegenwärtig. Sie können jederzeit zuhören. Keine Party, kein… ja, was auch immer, ist vor ihnen sicher.
Obwohl, abschalten kann man so einen Abhör-AB ja auch jederzeit. Das beruhigt dann doch.

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Absolut Schlegl

Montag, den 18. März 2002
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MO 18.03.2002, 15.00 Uhr, ProSieben

Ohne Zweifel eine der Enttäuschungen des bisherigen Jahres: Seit ein paar Wochen gibt es auf dem ehemaligen Sendeplatz von „Andreas Türck“ eine neue Talkshow. „Absolut Schlegl“ läuft von Montag bis Freitag um 15Uhr. Tobi Schlegl kommt von VIVA, hat dort „Interaktiv“ und „Schlegl, übernehmen Sie!“ moderiert. Das absolute Highlight aber war eindeutig „kewl“. Hier konnte Tobi dem Affen Zucker geben. Damals eine der besten Sendungen bei VIVA.
Und jetzt? Eine Talkshow. Natürlich wurde vorher angekündigt, alles würde anders sein. Eine Art Late-Night-Show am Nachmittag sollte „Absolut Schlegl“ sein. Das, was da aber jeden Nachmittag über den Bildschirm flimmert, ist dann leider doch nur die zigte Variation einer blöden Talkshow. So ging es am Mittwoch um Kurvenstars. Mädels, die sich gegenseitig ankeifen. Wer will das noch sehen?
Okay, es gibt hin und wieder mal ein Filmchen zu sehen, aber das war’s dann auch schon. Es ist wirklich schade um Tobi Schlegl. Eine Talkshow, das hätte nun wirklich nicht sein müssen. Tobi kann mehr.

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Clip Mix

Mittwoch, den 13. März 2002
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MI 13.03.2002, 16.00 Uhr, ProSieben

Eine Sendung, zwei Moderatoren, keine Idee. Das ist der „Clip Mix“ auf ProSieben. Eine Sendung, die noch sterbenslangweiliger ist, als es der Titel verspricht. Gezeigt werden die angeblich lustigsten Pannen aus anderen Sendungen, Ausschnitte aus Talkshows, Boulevardmagazinen, Quizshows und Musiksendungen. Klingt stark nach „TV total“. Alle Reste, die Stefan Raab nicht haben wollte, scheinen nun am Nachmittag bei ProSieben zu laufen. Was für ein billiger Abfall! Vollkommen ideenlos wird Ausschnitt an Ausschnitt gereiht. Ab und zu kommt mal ein Mensch aus dem gerade gezeigten Film ins Studio. Ganz nebenbei wird noch ordentliche Werbung für diverse Sendungen der gesamten ProSiebenSAT.1-Gruppe gemacht. Die Moderatoren können einem echt Leid tun. Aber vielleicht gibt es ja irgendwann mal einen Preis für die absolut überflüssigste Sendung.

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Echo 2002

Donnerstag, den 7. März 2002
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DO 07.03.2002, 20.15 Uhr, RTL

Der „Echo“ soll angeblich der wichtigste Musikpreis nach dem „Grammy“ in den USA sein. Der Preisverleihung am Donnerstag auf RTL war das nicht unbedingt anzusehen.
So durften die Stars (??) der „Freitag Nacht News“ eine der Trophäen überreichen. Der Versuch, dabei total lustig rüberzukommen, scheiterte allerdings geradezu kläglich. Diese Leute gehören umgehend gefeuert! So einen doofen Auftritt hat die Welt noch nicht gesehen!
Der Versuch, den Zuschauern weiszumachen, die Show sei live, ist in dem Augenblick gescheitert, als bei RTL nach einer Werbepause der Ton ausfiel und minutenlang eine Störungstafel mit einer grässlichen Musik auf dem Bildschirm erschien. Gefolgt von eingeschobenen Musikeinlagen. Im Anschluss entschuldigte sich Frauke Ludowig dafür und meinte doch glatt, das könne bei einer Live-Sendung schon mal passieren. Eine Lüge! Eine eiskalte Lüge! Die Show war nicht live! Oder wie hat Frauke es sonst geschafft, innerhalb von einer Minute vom Saal zur Party zu rennen? Vom Ende der Verleihung bis zur „Exclusiv“-Sendung danach. Und sie meinte auch noch, es sei ein besonders langer Weg dorthin. Tja, Frauke: Wenn schon lügen, dann unauffällig! Und bitte: Lasst Jeanette Biedermann nie wieder mit einem Mikro über eine Party latschen! Und zeigt das schon gar nicht live! Diesmal sogar wirklich live! Als sie ein Interview mit der Gruppe Nickelback führen wollte, kam sie über die Frage „How are you?“ nicht hinaus. Dann hielt sie den Jungs nur noch schüchtern das Mikro hin, ohne dass ihr auch eine einzige Frage einfiel! Peinlich!