Tagesarchiv für 31. Oktober 2000

RTZapper

Enie in Basdorf

Dienstag, den 31. Oktober 2000
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Schmachtenhagen Ost ist, wie berichtet, mit dem Mark-Keller-Clip nur knapp an einem “Echo” vorbeigeschrammt. Nun ist Basdorf dran. Am Bahnhof dieses Ortes drehte Enie van de Meiklokjes ihren neuen Musikclip. Da die Ortsschilder des Basdorfer Bahnhofs aber überklebt wurden, wird es wohl auch dieser Ort nicht zu Ruhm bringen. Sauerei!

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RTelenovela

Der Student

Dienstag, den 31. Oktober 2000
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Das wurde ja auch langsam Zeit. Ständig zu Hause, nichts zu tun, ein Jahr völlig umsonst. Sagen meine Eltern. Okay, höchste Zeit, ein Studium anzufangen.
Der erste Uni-Tag, Es war schon ein wenig beeindruckend, die berühmte Berliner Humboldt-Universität zu betrachten. Von außen zumindest. Sieht man sich die Räume von innen an, denkt man anders. Aber soweit war ich noch gar nicht, als ich das Haus das erste Mal betrat. Die einzige Information, die ich hatte, war der Treffpunkt. Erste wertvolle Hinweise gab es dann in einem Raum im DDR-Stil der frühen 80er-Jahre (Spekulation meinserseits, jedenfalls habe ich sowas selbst zu meiner Schulzeit noch nicht gesehen). Mal abgesehen davon, dass etwa nur ein Drittel der Anwesenden einen Platz gefunden hatte. Alle anderen standen oder lehnten an der Wand. Und atmeten die stickige Luft.
Tja, den Stundenplan darf sich jeder Student selbst zusammenstellen. Toll. Die Germanistik-Fakultät kam aber leider erst eine Woche später aus den Semesterferien. Also: Stundenplan-Zusammenstellung verschoben. Vielleicht ein anderes Mal.
Rundgang durchs Haus. Von Abteilung zu Abteilung, von Stockwerk zu Stockwerk fühlte ich mich an meine Schule (die Flure im Runge-Gymnasium), die runtergekommenen Flure meiner Bundeswehr-Kaserne und an die Gerüche in einem Krankenhaus erinnert. Das macht Freude.
Ein wichtiger Aspekt in diesen Tagen ist das Geld: S-Bahn-Fahren? Da bietet sich eine Monatskarte oder ein Abo an! – Cash! Vorlesungsverzeichnis? Haben wir – Cash! Essen in der Mensa? Okay, dazu braucht ihr eine Chipkarte! – Cash!… und aufladen müsst ihr sie natürlich auch. – Cash! Und so weiter …
Und dann sind da noch die netten Zeitungs-Abo-Werberinnen. Die dann total enttäuscht sind, wenn man ihre super übersichtliche, umfangreiche und vor allem billige, nein preiswerte, Zeitung nicht haben möchte, weil man mit der, die man schon hat, sehr zufrieden ist. Egal, sie werden es morgen wieder versuchen. Oder die netten Damen von der Konkurrenzzeitung.
Worauf ich mich übrigens am meisten freue, ist Latein. Dabei wüsste ich schon in der Schulzeit recht genau, warum ich das nie machen wollte.
Na ja, wird schon …

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