RTelenovela

Reifenpanne auf der A2

A 2, Richtung Hannover, kurz vor Marienborn an der Grenze zu Niedersachsen. Gemütlich fuhren wir mit 160 Sachen auf der dreispurigen Strecke entlang. Wir wollten zur EXPO nach Hannover. Aus meinem Autoradio erklangen Hape Kerkelings Scherze, als es im Auto plötzlich laut wurde, rumpelte und holperte, ich senkte die Geschwindigkeit, machte das Radio leiser. Der Motor war es nicht und ich ahnte schon, was passiert ist.
Auf dem Standstreifen stiegen wir aus und mussten tatsächlich feststellen, dass der Reifen hinten links einen Abgang gemacht hat. Echt toll. So wurde aus dem geliebten Auto schnell ein Hassobjekt.
Ein Ersatzrad hatte ich dabei, aber ob wir auch fähig waren, es zu wechseln? Insgesamt erstaunlich ruhig und gelassen, beschloss ich, beim ADAC um Hilfe zu bitten. Ich bin zwar kein Mitglied, aber wegen der Gefahr an der Autobahn, müssen sie umsonst (!) helfen. Das haben sie sich sicherlich auch gedacht, deshalb meinte der nette Herr am Telefon, es wäre niemand in derNähe. Man könne einen anderen, kostenpflichtigen (!) Panriendienst schicken.
Bezahlen? Nein, Dann doch lieber selbst versuchen. Ich habe schon mal beim Bund einen Reifen gewechselt, Heike hat das zwar noch nie gemacht, hatte aber eine gewisse Ahnung. So machten wir uns, etwa 30 Zentimeter von der Fahrbahn entfernt, ans Werk.
Nachdem wir den Wagenheber in die richtige Position gebracht und das Teil hochgehievt, die Schrauben gelockert (anders herum war’s leichter gewesen, das wissen wir jetzt auch, liebe besserwissende Verwandte), das Rad abgenommen, uns über das kleine, mickrige Ersatzrad erschrocken, das Teil angeschraubt, und das Auto abgebockt (siehe oben) haben, konnten wir uns gratulieren. Geschafft!
Von nun an ging es mit höchstens 80 Sächelchen die Autobahn entlang. Und so etwas ist echt ermüdend. Und erniedrigend. Grässlich.

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