Tagesarchiv für 22. Oktober 2000

RTZapper

Dawson’s Creek

Sonntag, den 22. Oktober 2000
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SO 22.10.2000, 17.05 Uhr, SAT 1

Es wird höchste Zeit, dass wir uns einmal über “Dawson’s Creek” unterhalten. Diese jeden Sonntag um 17.05 Uhr bei SAT 1 laufende Serie ist nämlich keine dieser Schickimicki-Jugendserien a la “Beverly Hills, 90210”. Nein, hier geht es um echte Probleme pubertierender Teenies.
Ob allerdings die Schauspieler überhaupt noch Teenies sind, darf bezweifelt werden. Dawson ist im wahren Leben nämlich schon 23 Jahre alt – und spielt einen 16-Jährigen. Nicht wirklich glaubwürdig.
Während in anderen Serien Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, kommt in “Dawson’s Creek” Folge für Folge eine Springflut mit Problemen auf die Akteure zu (wobei das in der jetzt laufenden dritten Staffel nicht ganz so gravierend ist).
Das Themenspektrum ist weit gefächert. Wer ist mit wem zusammen? Wer schläft mit wem? Oder auch nicht? Und wenn nicht, warum nicht? Kann die beste Freundin (Joey) auch die “Frau fürs Leben” sein? Und wenn nicht, warum nicht? Warum wollen sich meine Eltern scheiden lassen – kann ich das verhindern? Und wenn nicht, warum nicht? Werde ich mal ein großer Regisseur? Und wenn nicht, warum nicht?
Natürlich darf auch der Konflikt der Generationen (Jen und ihre Oma), das Thema Homosexualität (Jack) und aufreißerische Draufgänger, der sich aber total verändert (Pacey) nicht fehlen. Und das ist noch längt nicht alles.
Oft hat man das Gefühl, dass die sich alle gegenseitig total fertig machen.
Die Serie ist so übertrieben echt, dass es fast schon wieder unreal ist. Aber trotzdem oder gerade deshalb sieht man sich das Ganze wohl jeden Sonntagnachmittag an…

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RTelenovela

Reifenpanne auf der A2

Sonntag, den 22. Oktober 2000
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A 2, Richtung Hannover, kurz vor Marienborn an der Grenze zu Niedersachsen. Gemütlich fuhren wir mit 160 Sachen auf der dreispurigen Strecke entlang. Wir wollten zur EXPO nach Hannover. Aus meinem Autoradio erklangen Hape Kerkelings Scherze, als es im Auto plötzlich laut wurde, rumpelte und holperte, ich senkte die Geschwindigkeit, machte das Radio leiser. Der Motor war es nicht und ich ahnte schon, was passiert ist.
Auf dem Standstreifen stiegen wir aus und mussten tatsächlich feststellen, dass der Reifen hinten links einen Abgang gemacht hat. Echt toll. So wurde aus dem geliebten Auto schnell ein Hassobjekt.
Ein Ersatzrad hatte ich dabei, aber ob wir auch fähig waren, es zu wechseln? Insgesamt erstaunlich ruhig und gelassen, beschloss ich, beim ADAC um Hilfe zu bitten. Ich bin zwar kein Mitglied, aber wegen der Gefahr an der Autobahn, müssen sie umsonst (!) helfen. Das haben sie sich sicherlich auch gedacht, deshalb meinte der nette Herr am Telefon, es wäre niemand in derNähe. Man könne einen anderen, kostenpflichtigen (!) Panriendienst schicken.
Bezahlen? Nein, Dann doch lieber selbst versuchen. Ich habe schon mal beim Bund einen Reifen gewechselt, Heike hat das zwar noch nie gemacht, hatte aber eine gewisse Ahnung. So machten wir uns, etwa 30 Zentimeter von der Fahrbahn entfernt, ans Werk.
Nachdem wir den Wagenheber in die richtige Position gebracht und das Teil hochgehievt, die Schrauben gelockert (anders herum war’s leichter gewesen, das wissen wir jetzt auch, liebe besserwissende Verwandte), das Rad abgenommen, uns über das kleine, mickrige Ersatzrad erschrocken, das Teil angeschraubt, und das Auto abgebockt (siehe oben) haben, konnten wir uns gratulieren. Geschafft!
Von nun an ging es mit höchstens 80 Sächelchen die Autobahn entlang. Und so etwas ist echt ermüdend. Und erniedrigend. Grässlich.

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