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Geld für dein Leben

MO 06.03.2000, tm 3

Der Ex-Frauensender tm 3 versucht auch weiterhin sein Programm aufzupeppen. So schwimmt man auch auf der Wette der „Real-life-Soaps” mit. In der Reihe „Geld für dein Leben” wurden 14 Menschen mit Kameras ausgestattet, die dann filmen sollen, was sie in ihrem Leben so Schönes machen.
Das kann total spannend sein. Aber auch total langweilig. Wie zum Beispiel Haiko. Haiko will Pornostar werden. Haiko ist 31. Und Haiko will schon lange Pornostar werden. Seit vielen Jahren tingelt er mit seinem Berufsziel durch sämtliche Talkshows. Aber auch journalistische Magazine wie „Explosiv” oder „liebe sünde” haben über Haiko schon berichtet. Und jetzt darf er auch noch bei „Geld für dein Leben” mitmachen, wo wir einiges über ihn erfahren. So wissen wir, dass Haiko, wie er selber sagt, ganz gut „bestückt” ist, dass er regelmäßig für eventuelle Rollen „übt” und dass er von Casting zu Casting rennt – und nicht genommen wird. In einer Folge von „Geld für dein Leben” wurde gezeigt, wie Haiko morgens aufstand und sich anzog (Sein bestes Stück wurde überblendet, die tm 3-Zuschauerinnen werden sich geärgert haben!) – Und das wars dann auch. Ein super Konzept!
Spannender ist „Das wahre Leben”. Die 1994 von Premiere produzierte und jetzt von TV.Berlin wiederholte Serie (wochentags 22.05 Uhr) erzählt von sechs jungen Leuten, die drei Monate in einem Berliner Loft zusammen leben. Auch hier ist die Kamera immer dabei. Aus den drei Monaten entstanden 13 Folgen. Das Geschehen wird von den Beteiligten aus dem Off oder in (später aufgezeichneten) Interviews kommentiert. Da sich alle frei bewegen konnten, kann man sogar wirklich von einem Teil des „wahren Lebens” sprechen. Da kann „Big Brother” nicht mithalten.

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