Monatsarchiv für Februar 2000

RTZapper

blitz

Dienstag, den 29. Februar 2000
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SAT 1

Das Team des SAT 1-Nachrichtenmagazins “blitz” lag in tiefer Trauer; Die Volksmusiksängerin Stefanie Hertel war schwanger, hat aber leider eine Fehlgeburt gehabt. Mit großer Bestürzung machte sich die „blitz”-Redaktion ans Thema, Man ging zum Privathaus der Familie Hertel, klingelte und wunderte sich, dass man sie nicht rein ließ. Kein Kommentar der Familie, für das „blitz”-Team völlig unverstandlich.
Damit fand man sich nicht ab. Nein, aus lauter Trauer und Bestürzung kramte die Redaktion alte Kamelien von Stefanie Hertel und ihrem Freund und Star Stefan Mross hervor, Stefans großer Unfall als er in eine Ladenfassade reinknallte (die Besitzerin konnte sich noch an alles erinnern, schilderte alles haarklein), Stefan, als er wegen Alkohols am Steuer den Führerschein verlor und Stefan, als er beim Fahren ohne denselben erwischt wurde. Stress für Steffi. Sagt „blitz”. Sie hat
das alles nicht verkraftet. Sagt „blitz”. Deshalb hat sie auch ihr Baby verloren. Sagt „blitz”. Ich sage: Lasst sie doch in Ruhe. Vielleicht sagt sie irgendwann auch mal selber etwas dazu. Solange geht das alles niemanden etwas an. Alles andere ist Heuchelei und eklige Sensationsgier!

RTZapper

TV total

Dienstag, den 29. Februar 2000
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MO 28.02.2000, 22.15 Uhr, ProSieben

Die „Tagessdiau” muss einiges erklären. In Stefan Raabs „TV total” durfte ein Ausschnitt einer Panne, bei der mitten in der Sendung ein Typ den Mülleimer unterm Nachrichtentisch geleert hatt nicht gezeigt werden. Warum eigentlich nicht? Zumal der besagte Ausschnitt sowieso schon bei „Zapping” (Premiere) zu sehen war (und ich diese Panne deshalb auch auf Video gebannt habe). Aber wie wir Raab kennen, wird das Ganze demnächst bestimmt trotzdem in „TV total” zu sehen sein. Und, wie er schon augenzwinkernd sagte: Beschwert euch bloß nicht darüber bei der ARD!

aRTikel

Keinen Schatten gespürt

Montag, den 28. Februar 2000
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Rainer Hunold ist Dr. Sommerfeld

MAZ Oranienburg, 28.2.2000

Der Schauspieler Rainer Hunold hat zweimal die Nachfolge schwergewichtiger Vorgänger angetreten. Beim „Fall für Zwei” (ZDF) trat er an die Stelle von Günter Strack, in „Praxis Bülowbogen” (ARD) ersetzt Hunold als Dr. Sommerfeld seit knapp vier Jahren Günter Pfüzmann. Gerade werden neae Folgen in Hennigsdorf abgedreht. Mit dem Protagonisten sprachen Matthias Gottwald und Roben Tiesler.

Wie finden Sie die Drehbedingungen in Hennigsdorf?

Hunold: Die Bedingungen sind optimal. Ich wohne in Frohnau, da bin ich ruck, zuck da. Wir arbeiten hier im vierten Jahr und haben unsere Ruhe. Bis Ende des Jahres werden wir 84 Folgen abgedreht haben. Babelsberg ist mir persönlich zu unruhig.

Nutzen Sie auch Hennigsdorf als Außenkulisse?

Hunold: Da die Serie in Berlin spielt, finden die meisten Außenaufnahmen dort statt. Aber auch in Brandenburg haben wir schon oft gedreht. Die Sommerfelds haben schon Ausflüge ins Neuruppiner Umland unternommen.

Haben Sie den Schatten von ihrem Serienvorgänger Günter Pfitzmann gespürt?

Hunold: Den habe ich nicht gespürt. Beim „Fall für Zwei” war’s genauso. Ein gutes Format schmeißt man nicht weg, bloß weil der Hauptdarsteller aussteigt. Im Publikum gibt es dann leichte Ausgleichsbewegungen. Unsere Zuschauer sind mit meinem Eintritt etwas jünger geworden.

Werden Sie vom Publikum mit Dr. Sommerfeld identifiziert?

Hunold: Das ging schnell. Bereits nach einem Jahr wurde ich mit der Rolle identifiziert. Ich mache Serien gern. Die Mannschaft bleibt dieselbe und die Figuren entwickern sich. Es macht Spaß, wenn eine Serie mit derart großen Aufwand produziert wird wie „Praxis Bülowbogen”. Solche Qualität ist heute ganz selten.

Die ARD-Serie wurde sonnabends direkt gegen die Fußballsendung „ran” (Sat 1) platziert. Was halten Sie davon?

Hunold: Das war schon sehr mutig. Am Anfang war ich skeptisch und eher dagegen. Die ARD suchte eine konkurrenzfähige Sendung für die Zeit von „ran”. Zunächst wurden die Quoten auch schlechter. Inzwischen stehen wir mit drei bis vier Millionen Zuschauern aber sehr gut da.

aRTikel

Mit Flugzeugen im Bauch

Freitag, den 25. Februar 2000
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Fans aus ganz Brandenburg bei umjubelten Konzert von Oli.P

MAZ Rathenow, 25.2.2000

NEUSTADT (DOSSE)
Rund 1500 Besucher, davon mindestens 700 MAZ-Leser, zählte der Auftritt von Oli.P am Sonntag Abend in der Graf-von-Lindenau-Halle in Neustadt (Dosse). Viele von den Fans sind mit ihren Eltern aus weiten Teilen des Landes Brandenburg angereist. Sogar aus dem drei Stunden entfernten Beizig kommen sie nach Neustadt. Zwei zehnjährige Mädchen aus Rathenow konnten ihren Onkel dazu überreden, mit ihnen nach Neustadt zu fahren. Befragt nach ihrem absoluten Lieblingslied von Oli.P antworteten sie „So bist Du”. Natürlich haben sie auch fast jede Folge von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten” gesehen, wo er allerdings vor kurzem ausgestiegen ist.
Doch vor dem eigentlichen Spektakel finden noch zwei Vorprogramme statt. Beim Auftritt von Denise, die ihre neue Single „Tief in meiner Seele” vorstellt, fliegen bereits die ersten Kuscheltiere aus dem Publikum auf die Bühne. Während sich auf den Randtribünen die Eltern eher langweilen, werden direkt vor der Bühne die ersten Wunderkerzen angezündet.
In der folgenden Umbaupause wird die Halle mit Klängen aus der Konserve beschallt. Doch das stört die Fans eher wenig. Mit Songs von den „Backstreet Boys” oder „S Club 7″ werden schon mal die Kehlen geölt.
Die Mädchengruppe Yarnboo eröffnet ihr gut halbstündiges Programm mit ihrem Sommerhit „Fiesta de la Noche”. Das Gehopse und Getanze der drei leichtbekleideten Mädels kommt anfangs nicht sehr gut an, zumal offensichtlich nicht live gesungen wird. Beim Konfetti-Werfen vergessen die Yamboo-Girls schon mal, die Lippen mit zu bewegen.
Geradezu ekstatische Schreie erklingen, als schließlich der Star des Abends, Oli.P persönlich, auf der Bühne erscheint. Er verspricht „einen ganz langen Abend”, auch wenn er gesundheitlich angeschlagen ist: „Wenn meine Stimme wegbricht, tut’s nur voll leid.”
Doch auch für einige der Fans ist der Abend schon früh zu Ende. Bis kurz vor Schluss mussten 52 Menschen behandelt werden, zwei kamen nach Kreislaufzusammenbrüchen ins Krankenhaus.
„Flugzeuge im Bauch”, „So bist du” – Olis Stimme halten allen seinen Hits, sowie den Songs seines neuesten Albums „o.Ton” stand. In seiner Zugabe am Ende der Show gibt es sogar eine richtige Rockeinlage: „Born to be wild”. Trotz einer Erkältung bringt Oli.P eine perfekte Show.
Auf der anschließenden Pressekonferenz äußert er sich auch zu den Gerüchten, dass es in seiner Ehe eine Krise gäbe. Angeblich hätte Oli.P eine Affäre mit der A-Teens-Sängerin Marie Serneholt (16) gehabt. Dies sei aber nie der Fall gewesen, „bestimmte Sachen wurden einfach falsch interpretiert”, erzählt Oli. Im Augenblick mache ihm die Musik mehr Spaß als die Schauspielerei, dennoch möchte er sein Schaffen in dieser Hinsicht weiter entwickeln. Wir werden also auch in der nächsten Zeit viel von Oli.P hören.

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ZAPPER VOR ORT: Bülowbogen in Hennigsdorf

Donnerstag, den 24. Februar 2000
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DO 24.02.2000, Hennigsdorf. Media Park Nord

Wenn ihr sonnabends nicht gerade nach den Bundesliga-Ergebnissen in „ran” lechzt, könnt ihr auch mal auf die ARD schalten. Dort läuft jeden Sonnabend ab 18.45 Uhr „Dr. Sommerfeld – Neues vom Bülowbogen”. Die Serie spielt mitten im Berliner Kiez. Was viele von euch aber nicht wissen werden, ist, dass die Innenaufnahmen hier in unserem schönen Landkreis Oberhavel, genauer im Media Park Nord, Hennigsdorf, entstehen. Die gesamten Kulissen für die Fernsehpraxis, aber auch Sommerfelds „Privatwohnung” sind hier auch aufgebaut.
Wenn man das Gebäude betritt, sieht man lauter erstaunlich relaxte Menschen, was vielleicht auch daran gelegen haben könnte, dass gerade Mittagspause war (um 16 Uhr!).
Als „angemeldeter Pressevertreter” durfte ich sogar bis in die Garderobe von Rainer Hunold (Dr. Sommerfeld) vordringen. Man könnte denken, dass ein Fernsehstar wer weiß was alles in seiner Garderobe rumzustehen hat. Insgesamt sah es ziemlich leer aus: eine Couch, ein Waschbecken und ein Tisch, an dem man sich für die Kameras fein macht.
Dann kam der ganz große Augenblick: Ich betrat voller Staunen die Praxis oder besser gesagt die Kulisse der Praxis von Dr. Sommerfeld. Zu dem Zeitpunkt wurden auch gerade einige Szenen gedreht. Kameramann und Regisseur gaben wichtige Anweisungen, was zu tun sei und was nicht. In den Pausen nutzte der Regisseur schon mal die Zeit, um sich um seine Mitarbeiter zu kümmern. Offensichtlich muss er gegenüber einer Produktionshelferin etwas lauter geworden sein, denn nun säuselte er ihr ein paar liebe Worte zu, während er ihr über den Kopf strich. Die (un)echten Patienten, die mit uns im Wartezimmersaßen, erzählten, dass sie hier manchmal ziemlich lange sitzen müssen, bis alle Szenen im Kasten sind. Aber trotzdem macht ihnen das so viel Spaß, dass sie dafür aus Königs Wusterhausen angereist kommen. Leider durften wir nicht als Patienten auf den Doktor warten.
Es ist übrigens erstaunlich, wie viele Medikamente hier herumliegen. Der Schütteltest zeigte zudem, dass in allen Schachteln sogar ein Inhalt darin ist, also nicht nur bloße Requisite. Die Zeitschriften im Warteraum sind dagegen schon etwas älter, von 1997 …
Wenn ihr euch in Zukunft also doch mal von „ran” in die Praxis von „Dr. Sommerfeld” verirren solltet, wisst ihr in Zukunft: Ein wichtiger Teil des Bülowbogens befindet sich in Hennigsdorf!

aRTikel

Applaus beste Medizin

Mittwoch, den 23. Februar 2000
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Ein paar Antworten von Oli.P

MAZ Oranienburg, 23.2.2000

Was passiert mit den Kuscheltieren, die du geschenkt bekommst?

Oli.P: Die schönsten behalte ich für das Kinderzimmer von meinem Sohn Ellas. Ich selbst bin aus dem Alter heraus. Den Rest verschenke ich an einen Kindergarten.

Wie hältst du den Stress aus, zwei Konzerte an einem Tag zu geben? Noch dazu bei deiner Erkältung?

Oli.P: Die erigen Termine haben wir extra so geplant, damit ich mehr Zeit für meine Familie habe. Was ich damit angerichtet habe, merke ich erst jetzt. Nach dem ersten Konzert war ich völlig platt. Ich wollte nicht mehr. Aber wenn man auf der Bühne den tollen Applaus wie in Neustadt hört, ist das die beste Medizin!

Was ist dran, dass es bei dir eine Ehekrise wegen einer Affäre mit einer Sängerin der „A*Teens” gibt?

Oli.P: Sie waren mit uns zwei Wochen auf Tour, wir alle haben uns gut verstanden. Als wir uns bei der „Bravo-Super-Show” wieder sahen, haben
wir uns umarmt. Das war’s. Ich habe bei meiner Frau angerufen und gefragt, ob wir uns getrennt hätten. Sie meinte, wie ich denn darauf käme.

Wird man dich nochmal bei „GZSZ” sehen?

Oli.P: Nein, auf keinen Fall, Aber ich drehe bald einen Film mit Katja Riemann und eine Comedyserie für RTL.

Wer sind deine Vorbilder?

Oli.P: Leonardo DiCaprio, Moritz Bleibtreu, Götz George, Benno Fürmann.

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Deutsche Vorentscheidung Grand Prix 2000

Samstag, den 19. Februar 2000
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FR 18.02.2000, 20.15 Uhr, ARD

Corinna May darf auch dieses Jahr nicht zum Grand Prix Eurovision. Sie Verlor gegen Stefan Raab und seinen Song „Wadde hadde dudde da”. Nun kann man ja wieder von Schiebung sprechen, wie es der beleidigte Ralph Siegel gerade macht, in Wirklichkeit gehörte Raabs Auftritt wirklich zu den besten des Abends. Wobei man doch lobend erwähnen sollte, dass bei der Vorausscheidung am Freitag in der ARD keine der Nummern wirklich schlecht war. Höchstens geschmacklos wie Knorkator, die sich am Ende grunzend („Ick war zun Schwein”) auf der Bühne wälzten. Glücklicherweise hat man von den gegrölten Text sowieso nur wenig verstanden, trotzdem werden den Omas bestimmt vor Schreck die Plätzchen aus der Hand gefallen sein.
Vielleicht fand Oma Marcel ja besser. Der Letztplatzierte im Ich-bin-wie-Enrique-Iglesias”-Wettbewerb sang in eher schlechter Latino-Art
„Adios” (Textprobe: „Ha-ha-ha Adios… hu-hu-hu mon amore,..). Hauptsache, Marcels Eltern sind stolz auf ihn!
Eher an die Village People erinnerte Fancy. Ein bisschen Tanz hier, ein bisschen Männerchor-Gesang da,
Claudia Cane & Mother Bone „finden’s super, dass wir als Rock-’n'-Roll-Band beim Grand Prix mitmachen dürfen”. Ihr Lied hieß „Free”. Und vielleicht sollte es ja so sein, vielleicht ist das jetzt Mode: Claudias Hose war einen Spalt breit offen, Teile ihrer Unterwäsche waren genauso „free” wie der Song.
„Du musst kein Model sein” sang David Kisitu. Die Frage ist nur, warum dann einige dieser Exemplare auf der Bühne herumwackelten.
Mit „Queen Of Light” haben E-Rotic eigentlich ein gutes Liedchen abgeliefert. Und es wäre noch schöner gewesen, wenn die Sängerin eine halbwegs ausgebildete Stimme gehabt hätte. Das war gar nichts!
Raab hat gewonnen und Ralph Siegel ist bockig. Als ob er nicht geahnt hat, wie es ausgeht. Wieso jetzt die Aufregung? Ein schlechter Verlierer!