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Takeshi’s Castle

MO 18.10.1999, 17.15 Uhr, DSF

Dass die Fernsehshows im japanischen Fernsehen ein bisschen mehr von ihren Kandidaten abverlangen, als in Deutschland, ist ja bekannt. Eine dieser wundersamen Sendungen läuft jetzt auch bei uns.
150 Leute treten an, um „Takeshi’s Castle” zu erobern. Doch um dieses Ziel zu erreichen, müssen erst einmal zehn läppische Etappen überwunden werden. Sie haben es in sich: Die Mitspieler müssen schnellstens durch einen Irrgarten rennen, dummerweise befinden sich aber noch zwei Gestalten innerhalb des „Spielfeldes”, deren Ziel es widerrum ist, den Kandidaten das Gesicht mit Farbe zu beschmieren. Desweiteren ist ein kleiner See zu überwinden. Es ist zwar möglich, sich über im Wasser liegende Steinplatten zu retten, doch die sind keineswegs befestigt. Wer ins kalte Nass plumpst, ist raus. An der sehr wackligen Hängebrücke stürzen die meisten ab. Aber ansonsten wartet ja noch der Tümpel mit seinen verhängnisvollen Löchern. Oder fast unüberwindbare Mauern, an denen die Kandidaten widerrum noch mit Farbe bespritzt werden. Das alles wird sehr aufmerksam von Fürst Takeshi beobachtet. Über jeden, der bei seinen Parcours kläglich scheitert und Beulen, Prellungen und Platzwunden davonträgt, amüsiert er sich königlich.
Dieses Pseudo-Sport-Spektakel ist wochentäglich um 17.15 Uhr im DSF zu sehen. Uns zeigt sich eine etwas suspekte Mischung aus Abenteuer, Schulwettkampf und Comedy. Ein Grinsen kann man sich nun mal nicht verkneifen, wenn einer der Kandidaten »voll auf die Fresse” fliegt. Fürst Takeshi kann ja schließlich auch darüber lachen…

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Ein Kommentar zu “Takeshi’s Castle”

  1. RTiesler.de » Blog Archive » WipeOut - Heul nicht, lauf!

    […] Leute, die einen üblen Parcours bewältigen müssen, dabei ständig in eine Dreckbrühe fallen. Zwei Kommentatoren, die ihre Gags wie in schlecht synchronisierten Infomercials darbieten. Das ist “WipeOut – Heul nicht, lauf!” bei ProSieben. Und ich muss gestehen: Ich mag die Show. Ich finde sie lustig, ich muss drüber lachen, wenn die Leute in den Dreck fallen oder mit seltsamen Bewegungen von den Mauern, Bällen oder Pfälen plumpsen. Als ich noch ein Kind war, lief im ARD-Nachmittagsprogramm die Show “Zu Lande, zu Wasser und in der Luft”, in der Leute mit merkwüdigen Fahrzeugen eine Schanze runterrasten und ins Wasser rauschten. Schlappgelacht habe ich mich damals. Die Show nun auf ProSieben ist ähnlich, und erinnert auch ein wenig an “Takeshi’s Castle”. Klar, das Niveau ist platt, und Schadenfreude ist auch unfein, aber ich kann nicht anders, als es lustig zu finden. Auch die Witzkommentare von Matthias Opdenhövel und Werner Hansch. Find’ ich kultig! […]

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