Tagesarchiv für 5. Juni 1999

RTelenovela

Underworld!

Samstag, den 5. Juni 1999
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Underworld hatte sich in der Berliner Columbiahalle angekündigt. Spontan überlegten wir uns, daß wir da ja mal hingehen könnten. Schon lange hatten wir einmal vor, einen ganzen Abend in so einem richtigen Techno-Schuppen zu verbringen. Und dieses Konzert war dazu eine ganz gute Gelegenheit, da Underworld ausschließlich elektronische Musik spielt, die durch Mark und Bein geht. Und natürlich wollten wir sehen, was sich da für Leute rumtreiben.
Jung, perfekt gestylt und von oben bis unten mit Markenklamotten bestückt. Ist das die vielbesagte Techno-Generation? Vor der Halle wurden wir erst einmal gefilzt. Die netten Einlasser wollten wahrscheinlich so überprüfen, ob wir denn auch unsere Autoschlüssel sicher verpackt haben (und das, obwohl ich so kitzlig bin!).
Eine halbe Stunde nach dem eigentlichen Termin, an dem das Konzert beginnen sollte, machte sich erste Unruhe im Publikum breit. Wann fängt es denn endlich an? Musik wurde ja bereits gespielt (alle zehn Minuten wurde sie lauter gestellt, vermutlich, um uns an den nachfolgenden Lärm zu gewöhnen), aber wir wollten Underworld live!
Nur mit einer lächerlichen einstündigen Verspätung ging es dann endlich los. Und ständig hatte ich diesen merkwürdigen Geruch in der Nase. Irgendwie kam er mir bekannt vor. Gras! Ja, das mußte Gras sein! Ich konnte aber niemanden mit einer dementsprechenden „Zigarette” entdecken! Minuten später erst entdeckte ich den älteren Mann, der einen Joint nach dem anderen qualmte! Und ich stand ständig in seinem Dunstkreis! Meine ganzen Sachen würden später danach stinken!
Irgendwann bin ich ihn dann doch losgeworden (vielleicht war ihm auch übel). Den Rest des Abends konnte ich genießen. Tanzen. Tanzen, was das Zeug hält. Bis an die körperliche Grenze. Nach annähernd zwei Stunden war die erreicht. Aber das Konzert auch schon zu Ende. Ziemlich unangekündigt übrigens (oder wir haben nicht richtig aufgepaßt), die Leute standen am Schluß ein wenig unschlüssig in der Halle herum. „Isses jetz’ zu Ende?” Ja, das war es. Ein echt geiler Abend ist zu Ende gegangen!

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