Monatsarchiv für Januar 1999

RTZapper

Kaminfeuer

Dienstag, den 26. Januar 1999
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MO 25.01.1999 (Di.), Super RTL

Daß das Fernsehen auch mal hin und wieder gefährlich sein kann, das wissen wir ja schon lange. Vor kurzem habe ich allerdings von einem Fall gehört, der mir die Haare zu Berge stehen lassen hat.
Eine etwas ältere Dame sieht abends ganz gemüllich ihr Fernsehprogramm. Die Sendungen müssen wieder sehr aufregend gewesen sein, denn die Frau schlummerte im Laufe der Stunden ein. Als sie mitten in der Nacht wieder aufwacht, traut sie ihren Augen nicht. Es brennt in der Wohnung! So wird ein größerer Polizei-Einsatz ausgelöst, der allerdings in die Geschichte eingehen wird. Die Feuerwehr hatte nämlich einige Schwierigkeiten, das Feuer zu loschen. Es war völlig unmöglich. Das einzige, was in der Wohnung der Frau brannte, war einzig und allein der Fernseher. Und genauer gesagt, nicht mal der, sondern nur der „Inhalt”, Die Frau hatte nämlich das Programm von Super RTL eingeschaltet. Des nachts ist bei diesem Sender die ganze Zeit nichts anderes als ein Kaminfeuer zu beobachten, welches gemütlich vor sich hinlodert. Was man damit alles anrichten kann, hätte sich beim Sender niemand zu träumen gewagt.
Vielleicht sollten sie in Zukunft ein zusätzliches Laufband unten am Bildrand einblenden: „Achtung! Dieses Feuer ist NICHT echt! Für Schäden, die durch eventuelle Löschversuche an ihrem Fernseher entstehen könnten, übernehmen wirkeine Haftung!”

RTZapper

Kino ist das Größte

Dienstag, den 19. Januar 1999
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Fernsehen an sich ist ja schon was Tolles, aber wie heißt es doch neuerdings so schön: „Kino ist das Größte!” Und da ist was dran. Bestimmte Filme kann man sich einfach nur im Kino ansehen. Auf Video hat man meistens die fetten schwarzen Balken oben und unten am Bildrand, so daß vom Film nicht mehr viel übrig ist. Und wenn die Streifen dann im Fernsehen gezeigt werden, sind sie meistens total verhunzt. Geschnitten, gekürzt – und am Schluß einfach so abgewürgt, ohne Anspann. Kann ich drauf verzichten!
Aber bevor so ein Film im Kino so richtig anfängt, muß man manchmal auch so einiges über sich ergehen lassen. In unseren beiden Kinos hier in Oberhavel hält es sich mit der Werbung vorher ja noch in Grenzen. In Berlin kann das schon anders aussehen. In einem Hellersdorfer Kino sah ich beispielsweise die „Truman Show”. Die Vorstellung begann, wie immer, mit Werbung. Nach ca. 40 Minuten kam endlich der Eis-Spot (immer der letzte Spot im Kino). Aber danach begann nicht etwa der Film, sondern der Eis-Mann betrat den Saal. Und leider hatten auch viele Leute Lust auf Eis. Diese Prozedur dauerte nochmal zehn Minuten, gefolgt von weiteren Werbespots. Nach fast einer Stunde begann endlich der Film…
Einige Leute gehen sogar nur wegen der Werbung ins Kino. In den USA haben die „Star Wars”-Fans nur wegen der ersten Szenen aus „Episode I” Eintritt bezahlt. Als der Spot zu Ende war, verließen sie wieder den Saal. Wahre Fans!

RTelenovela

Nacktes Fleisch und Milch im Spint

Freitag, den 15. Januar 1999
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Bei uns in Prenzlau ist so einiges los. Die 4. Kompanie beispielsweise bekam in dieser Woche Besuch. Die Big Band des Musikkorps der 1. US-Infanteriedivision, die in der Prenzlauer Grabowhalle spielten, hat nämlich im Gebäude der Vierten übernachtet. Dazu mußten die Zimmer natürlich hergerichtet werden. Und was wir da alles gefunden haben… Nette Bildchen im Spint von OG Petersen oder uralte Flaschen mit Vanille-Milch (die schon leicht bröckelig war) im Putz-Spint… Ts, ts, ts…

aRTikel

Imbiß-Test: Bei “Döner-Olli”

Mittwoch, den 13. Januar 1999
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Der Imbiß-Test (1): “Carolli’s”

MAZ Oranienburg, 13.1.1999

Sie stehen überall an den Straßen und Plätzen herum: die Imbisse. In unregelmäßigen Abständen wollen wir euch auf dieser Seite sagen, welchen Ständen ihr dabei vertrauen könnt, und welche man …, naja, wahrscheinlich etwas seltener besucht. In diesen Tests soll es vordergründig um die Qualität des Essens, die Preise, die Bedienung und das Umfeld des Standes gehen. Diese werden dann schließlich mit einem bis fünf Sternen sowie einer Gesamtnote, die einer Schulzensur entspricht, bewertet.
Der erste Testkandidat in dieser Reihe ist „Carolli’s City Snack” in der Breiten Straße in Oranienburg. An erster Stelle stehen hier die Döner, weshalb der Stand in Insiderkreisen auch einen Spitznamen hat („Komm, wir gehen zu Döner-Olli”). Und die Dinger sind sogar echt gut! Das Brot ist (meist) recht knusprig, Fleisch und Salate sind frisch. Einziger Minuspunkt: Will man mehr als eine Soße, muß man für jeweils 50 Pfennige draufzahlen. Ansonsten befinden sich sämtliche Preise auf dem durchschnittelichen Level.
Auf dem Cheeseburger sind zwar zu viele Zwiebeln drauf, aber sonst: Das Fleisch schmeckt, der Käse ist zerlaufen – wie es sein soll. Bockwürste sind hier ganz okay, an den Pommes Frites könnte allerdings noch etwas gearbeitet werden. Die Currywurst ist dafür um so besser. Sie wird gleich per Maschine zerschnitten und mit Ketchup und Currypulver versehen – gehört zu den besten in Oranienburg. Auch über die Bedienung und das Umfeld läßt sich nichts Schlechtes sagen. Da entweder Stau oder gar nichts los ist auf der Breiten Straße hat man beim Essen meist seine Rube. Umweltfreundlich: Das Essen wird auf wieder-verwendbaren Plastiktellern serviert – Extralob!

Die Wertung:
Döner: *****
Cheeseburger: *****
Pommes Frites: ****
Currywurst: *****
Bockwurst: ****
Preise: ****
Service: ****
Gesamtwertung: Note 1-

RTZapper

Tagesschau: Susan Stahnke hat Urlaub

Dienstag, den 12. Januar 1999
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MO 11.01.1999, 20.00 Uhr, ARD

Die „ Tagesschau”-Sprecherin Susan Stahnke hat Urlaub. Ihr werdet jetzt bestimmt sagen, daß sie darüber sicherlich sehr froh ist. Dummerweise hat sie diesen Urlaub aber nicht ganz freiwillig. Denn auch in den nächsten Tagen taucht sie auf dem Dienstplan der Nachrichtensendung nicht auf.
Was ist passiert? Die böse Susan hat zuviel Haut gezeigt. Oder besser gesagt, sie hat den Lesern und Leserinnen der „Gala” gezeigt, daß sie auch unterhalb der Nachrichtentischkante noch so einiges zu bieten hat. In ziemlich erotischen Posen hat sie sich als „Blauer Engel” fotografieren lassen. Ihre Kollegin und Chefin Dagmar Berghoff hat das vor einigen Jahren auch schon gemacht. Susan hat allerdings noch viel mehr Pläne. Vor kurzem nämlich hat sie ein Film-Angebot aus Hollywood bekommen, welches sie zur Zeit überdenkt. Mit ihrem Manager, der gleichzeitig ihr Lebensgefährte ist, hat sie eine Pilotfolge eines Promi-Magazins namens „Eingeladen bei…” produziert. Dafür muß nur noch ein Sender gefunden werden. Große Pläne, die die Frau hat. Da kann sie in Zukunft doch nicht mehr die „Tagesschau” moderieren, findet der NDR-Programmdirektor. Warum? Prüderie? Neid? Oder einfach nur Mobbing? Eine Unterhaltungsshow namens „Musik für Millionen” wurde von der ARD wegen schlechter Quoten nach nur einer Folge abgesetzt. Kein Wunder, wenn man die Sendung ausgerechnet gegen „Wetten, daß …?” plaziert. Aber Susan wird kämpfen …